31. August 2023 13:00

Freedom Festival 2023 Es gibt kein Recht auf Bargeld

Eine Kritik an falschen Freunden der Freiheit

von Sascha Koll

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Bildquelle: pixinoo / Shutterstock Österreichische Initiative: „Recht auf Bargeld“ soll Bestandteil der Verfassung werden

Auf dem Freedom Festival 2023 in der Schweiz ist mir leider ein Panel als außerordentlich freiheitsfeindlich aufgefallen. Es ging um Bestrebungen, Bargeld in die österreichische Verfassung aufzunehmen. Die Befürworter dieser Forderung argumentieren, dass Bargeld im Vergleich zu Kartenzahlungen und Zahlungen mit den kommenden „Central Bank Digital Currencies“ (CBDC) anonymer und barrierefreier sei. Dem stimme ich sogar zu. Eine anonyme Bezahlmethode ist allein aufgrund der Datensammelei bei Firmen und Behörden begrüßenswert. Aber warum dann ausgerechnet so schlechtes Geld wie den Euro oder den Schweizer Franken in die Verfassung schreiben lassen? Betrachtet man die Forderung, Bargeld als immer zu akzeptierendes Zahlungsmittel festzuschreiben, bedeutet dies auf der anderen Seite, beim Zahlungsempfänger, einen staatlichen Annahmezwang. Großkonzerne und Mittelständler, bis hin zum kleinen Kiosk um die Ecke, müssten von da an Euro-Noten annehmen. Selbstverständlich ist dieser Annahmezwang das erklärte Ziel der Befürworter. Zwänge sind nicht freiheitlich, und dumme Zwänge, wie ein zum Scheitern verurteiltes Geld in die Verfassung aufzunehmen, sind nicht nur freiheitsfeindlich, sondern auch ohne Sinn und Verstand.

Anstelle sich für einen freien Währungswettbewerb einzusetzen, sodass jeder Händler oder Dienstleister seine Waren und Dienste gegen die Waren und Dienste tauschen kann, die er bevorzugt, zementiert man lieber dieses in sich kriminelle Geldsystem in der Verfassung ein. Herr! Schmeiß Hirn vom Himmel! Wer angeblich für Freiheit steht und dann Zwang ausüben will, damit er seine neue Wärmedecke bei Tchibo – ja, diese Befürworter sind mehrheitlich nicht mehr die Jüngsten – mit Bargeld bezahlen kann, entlarvt sich mir als autoritärer Linker. Diese Leute wollen ihre „Freiheit“ mit Bargeld zu bezahlen, auch wenn dafür Gewalt angedroht und angewandt werden muss. Es gibt kein „Recht auf Bargeld“, egal, welcher Herrscher das irgendwo aufgeschrieben hat oder aufschreiben soll. Auch wenn Bargeld aktuell die weitverbreitetste Möglichkeit ist, anonym zu zahlen, gibt es Alternativen wie etwa Gold, Silber, Bitcoin (Lightning/Mixing) und Monero. Man könnte sich dafür einsetzen, dass Händlern deren Handhabung, vor allem beim Finanzamt, erleichtert wird. Soll doch der Markt entscheiden, welches Zahlungsmittel sich durchsetzt. In der Initiative aus Österreich sehe ich nur einen weiteren Eingriff in den Markt, der den Begriff der Freiheit ad absurdum führt.


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