18. Januar 2024 11:00

Unwort des Jahres „Ankommende“ oder „Remigration“?

Probleme, die wir ohne Staat nicht hätten

von Sascha Koll

von Sascha Koll drucken

Artikelbild
Bildquelle: Pablo Scapinachis / Shutterstock Remigration: Mit dem freiheitlichen Grundgedanken nicht vereinbar

Das Unwort des Jahres ist „Ankommende“, das wissen wir spätestens seit dem 17. Dezember letzten Jahres. eigentümlich frei und die libertäre Glücksschmiede Freiheitsfunken riefen Leser, Hörer und Zuschauer dazu auf, ihr Unwort aus 23 Begriffen und Phrasen zu wählen. 6.200 Menschen stimmten ab und drängten das „Bonus-Loch“ auf Platz zwei und krönten die Wortneuschöpfung „Ankommende“ zum König des Unsinns.

Doch jetzt kommt eine kleine Clique von mutmaßlich Linksradikalen daher und meint, uns ein neues Unwort präsentieren zu müssen: „Remigration“ – ein Wort, das Sie vermutlich schon einmal gehört oder gelesen haben könnten, aber 2023 praktisch gar keine mediale Aufmerksamkeit genossen hat. Sucht man in den Google-Trends des letzten Jahres, stellt sich heraus, dass dieses Wort so unpopulär wie „Stirnlappenbasilisk“ war. Wie kommt eine Jury, bestehend aus vier Sprachwissenschaftlern, einer Journalistin und Ruprecht Polenz (CDU-Politiker und Mitglied der Klimaunion), dazu, ein Wort zum Unwort des Jahres zu küren, das bis in jüngster Vergangenheit 95 Prozent der Deutschen nie gehört haben?

Am 10. Januar veröffentlichte „Correctiv – Recherchen für die Gesellschaft“ groben Unfug, den sie für einen investigativ recherchierten Artikel halten. Dieser sollte offenlegen, wie abgrundtief böse die AfD, die Werteunion und der „Verein Deutsche Sprache“ sind. In diesem Werk wurde der breiten Öffentlichkeit das erste Mal das Wort „Remigration“ präsentiert, das sogleich von den Mittelstrahlmedien mit Deportation und Vertreibung gleichgesetzt wurde.

Wie passt es zusammen, dass das Wort „Remigration“ am 15. Januar zum Unwort des Jahres 2023 werden konnte, wenn bereits am 31. Dezember 2023 der Einsendeschluss für Vorschläge war? Das Ergebnis der „Correctiv-Recherche“ wurde immerhin zur Begründung dafür genutzt, dieses Wort gewählt zu haben.

Ich spekuliere, dass der klare Favorit der Jury bis zum 10. Januar ein anderes Wort gewesen war, das vermutlich ebenso der Hetze gegen Andersdenkende gedient hätte. Es wirkt einfach nur völlig verzweifelt, billig und primitiv, dem verhassten politischen Gegner mit solch plumper Propaganda zu kommen. Die AfD hat dieses Wort nicht einmal in aller Munde gebracht, sondern es war „Correctiv“, die es – wie mir scheint – bewusst missinterpretieren. Es ist offensichtlich, dass der politische Hauptstrom – der übrigens auf einen Wasserfall zuläuft – keine Argumente mehr findet. Davon mal ganz abgesehen, haben auch SPD- und CDU-Politiker in den letzten Monaten Massenabschiebungen für sich selbst zum Thema gemacht, wahrscheinlich bloß, um der AfD den Wind aus den Segeln zu nehmen. Als dieser billige Versuch scheiterte, musste man sich wohl wieder einmal die Hände dreckig machen.

Da die Presse maximal inkompetent darin ist, einer AfD Kontra zu geben, muss ich das hier leider wieder einmal übernehmen: Ich möchte Ihnen eine freiheitliche Lösung vorschlagen, die übrigens, wäre sie bereits Realität, nie zu den Problemen geführt hätte, vor denen die Regierung und Teile der Bevölkerung stehen. Die Migranten, die die AfD und viele Bürger gerne in den Flieger nach Hause verfrachten würden, sind teilweise dermaßen kulturell verschieden, dass sie sich wahrscheinlich niemals für Deutschland entschieden hätten, gäbe es hier nicht den Supermagneten des bedingungslosen Sozialsystems. Mir kann niemand erzählen, dass er nach Deutschland kommt, weil er unsere abgefuckte Kultur so geil findet, sich eine gute Arbeitsstelle verspricht und in unseren Gewohnheiten aufleben möchte. Teilweise lehnen sie offen unsere Kultur, unsere Religion und sogar unsere hochgepriesene Offenheit, Toleranz und Diversität ab und bekämpfen sie sogar. Dieses Land steht vor dem wirtschaftlichen Untergang. Wie sollen hier bitte Fachkräfte angelockt werden? Die Einzigen, die Merkel und Scholz angezogen haben, sind die, die sich „in unseren Sozialsystemen wohlfühlen“.

Mein Ansatz wäre daher, die Sozialleistungen auf null zu kürzen, und zwar für alle. Nicht nur für Ausländer, Asylbewerber, Ankommende oder sogenannte „Schutzsuchende“, die meinen, durch Ankerkriminalität ihr Boot im Hafen Deutschland sichern zu können, sondern auch für die gewöhnliche Kartoffel.

Nach meiner Einschätzung verziehen sich dann mindestens 75 Prozent der Unerwünschten in ein anderes Land, das noch so grenzdebil ist, sie durchzufüttern. Mit Integrationswilligen und Menschen, die uns nicht offen verachten, werden wir dann schon klarkommen.

Dazu muss noch gesagt werden, dass auch eine Remigration nach Vorstellung der AfD erst einmal keine Kosten einsparen wird. Millionenfache Abschiebungen kosten milliardenfach Geld – Geld, das möglicherweise in Zukunft eingespart werden kann. Aber warum geht man nicht direkt den Weg, der deutlich kostengünstiger ist? Der Umverteilungsapparat ist einer, der ohnehin keine Freiheit bringen kann, da er auf Unfreiheit gründet: der Unfreiheit, mit meinem Geld nicht den Menschen helfen zu dürfen, denen ich persönlich helfen möchte. Stattdessen rauben sie es und verteilen es an die um, die ihnen selbst passen, oder nehmen gar die Gießkanne zur Hilfe. Mit dieser überschütten sie dann auch Antisemiten, Terroristen, Islamisten, Frauenfeinde, Vergewaltiger und Schwerstverbrecher mit Geld.

Außerdem bin ich der Meinung, dass es nicht in Ordnung ist, Menschen aus ihren Häusern und Wohnungen zu entführen und zu verschleppen. Denn nichts anderes ist eine Abschiebung. Das mildere Mittel wäre, ihnen die Wahl zu lassen, selbst für ihr Auskommen zu sorgen oder zu gehen.

Schaffen wir doch die Ursache des Problems ab und doktern nicht bloß an Symptomen herum. Freiheit geht nur ohne Staat und dessen fauligen Organe.


Sie schätzen diesen Artikel? Die Freiheitsfunken sollen auch in Zukunft frei zugänglich erscheinen und immer heller und breiter sprühen. Die Sichtbarkeit ohne Bezahlschranken ist uns wichtig. Deshalb sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Freiheit gibt es nicht geschenkt. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit.

PayPal Überweisung Bitcoin und Monero


Kennen Sie schon unseren Newsletter? Hier geht es zur Anmeldung.

Artikel bewerten

Artikel teilen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv nur registrierten Benutzern zur Verfügung.

Wenn Sie bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich mit dem Registrierungsformular ein kostenloses Konto erstellen.