06. April 2023 14:00

Neun Monate hinter Gittern Klimabewegte Person nach Blockade verurteilt

RWE will 1,5 Millionen Euro Schadenersatz

von Sascha Koll

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Klimaterroristen hatten im November 2021 nahe des Neurather Kohlekraftwerks die Nord-Süd-Bahn besetzt. Diese Bahnstrecke dient dem Antransport von Braunkohle zum Kraftwerk und ist damit ein wichtiger Teil der Infrastruktur unserer Region. Der Betrieb des Kraftwerks wurde dadurch stundenlang beeinträchtigt. Nach Angaben von RWE ist ein Schaden in Höhe von 1,5 Millionen Euro entstanden. Treibhausgase konnten – anders als von den Klimachaoten behauptet – nicht eingespart werden, da andere Kraftwerke die Last auffangen und so die Energieversorgung sicherstellen konnten.

Zu den Blockierern zählte auch eine weiblich gelesene Person, die sich selbst als „divers“ bezeichnet. Leider kann ich diese Person nicht nach ihren selbst ausgedachten Pronomen befragen und auch eine bundesweite Pronomendatenbank wurde noch nicht installiert, daher bleibt mir nichts anderes übrig, als ihr, als weiblich gelesene Person die Pronomen sie/ihr zuzuordnen. Man möge mir diese ketzerische Anmaßung verzeihen.

Die 24-jährige, dem Klimawahn verfallene Frau musste sich aufgrund ihrer Tat seit Januar dieses Jahres vor dem Amtsgericht Grevenbroich verantworten, wobei von Verantwortung keine Rede sein kann, da sie trotz Geständnis weder Einsicht noch Reue zeigte. Im Gegenteil: Sie ließ es sich nicht nehmen, die Justiz zu behindern, wo es nur möglich war. Sie stellte Dutzende unsinniger Anträge, verlas stundenlang Texte, die sie mit ihrem Rechtsbeistand – übrigens kein Anwalt, sondern ein ebenfalls der Klimasekte zuzuordnender Student – vortrug, referierte über das Klima in Peru, machte RWE Vorwürfe, die nichts mit dem Verfahren zu tun hatten, und sprach in ihrem Geständnis von „Notwehr“ zugunsten des Weltklimas. Zu guter Letzt versuchte sie mehre Male die Richterin Claudia Zieschang für befangen zu erklären. Aber auch ihre Kollegen legten sich ordentlich ins Zeug und sorgten mit Kletteraktionen in den Bäumen der Grevenbroicher Innenstadt für Trubel. Heute bedauere ich, mir das Schauspiel nicht vor Ort angesehen zu haben, denn aus irgendeinem Grund finde ich diesen Wahnsinn sehr unterhaltsam. Auch ihre finale Show – sie ist an einer Freundin angekettet im Gerichtssaal erschienen und durfte sich die Anklagebank mit dieser teilen – hätte ich gerne gesehen. Was für ein Drama?!

Wegen ihrer Uneinsichtigkeit, ihrem Verhalten, mehrfachen Fernbleibens vor Gericht und des Umstands, dass von ihr weitere Straftaten zu erwarten sind, wird sie nun für neun Monate ins Gefängnis geschickt. Ähnliche Taten führten bisher zu Geld- und Bewährungsstrafen sowie Sozialstunden. Neun Monate ohne Bewährung ist das härteste bisher gesprochene Urteil für einen der selbsternannten Weltretter und übertrifft damit sogar die Forderung der Staatsanwältin von acht Monaten Haft.

Es ist davon auszugehen, dass die Klimabewegte Berufung einlegen wird und der Fall am Landgericht Mönchengladbach in zweiter Instanz verhandelt werden muss. RWE kündigte unterdessen an, den entstandenen Schaden von knapp 1,5 Millionen Euro zivilrechtlich bei den Aktivisten einzuklagen.

Viele Menschen in den Kommentarsektionen der Online-Zeitungen zeigen sich sehr erfreut über das Urteil, doch ich kann mich nicht so recht damit anfreunden. Was soll hier gewonnen worden sein? Rache? Ich glaube nicht, dass neun Monate Haft irgendetwas bei dieser Frau bewirken werden. Auch eine Verdopplung oder Vervierfachung der Strafe mit therapeutischer Zwangsbehandlung wird sie nicht davon abhalten, nach dem Verbüßen der Strafe erneut straffällig zu werden. Sie ist eine ideologische Überzeugungstäterin, ohne Einsicht, ohne Rücksicht, ohne das Verständnis, dass andere auch für sich beanspruchen, was sie für sich selbst beansprucht: (Selbst-) Eigentum. Überzeugte Sozialisten und Kommunisten bringt man nicht durch eine Haftstrafe dazu, das Eigentum anderer Menschen zu respektieren. Und erst recht nicht, wenn es ihr vom deutschen Staat so leichtgemacht wird, davonzukommen. Ich glaube nicht daran, dass die Frau auch nur einen Cent des von ihr verursachten Schadens kompensieren wird. Sie wird nur noch mehr Schaden verursachen. Ihre Unterbringung wird die Steuerzahler nicht nur für die Zeit im Gefängnis eine ganze Stange Geld kosten, sondern auch danach. Sie wird wenigstens so klug sein, zu keinem Zeitpunkt ihres Lebens so viel Geld zu verdienen, dass sie für Gerichtskosten und Schadenersatz aufkommen „kann“. Im besten Fall lässt sie sich die nächsten Jahrzehnte von den geschädigten Steuerzahlern durchfüttern. Sie hat demnach – bis auf neun Monate freie Kost und Logis – praktisch nichts zu befürchten, und ich denke, das weiß sie genauso wie ich.

Jetzt bleibt nur abzuwarten, wie das Landgericht Mönchengladbach entscheiden wird, denn ich gehe davon aus, dass sie sich mit dem Urteil des Amtsgerichts nicht abfinden wird. Aber auch das Landgericht wird nicht dafür Sorge tragen, dass Geschädigte entschädigt werden. Für mich steht fest: Sie gewinnt. Jemand, dem Haftstrafen nichts ausmachen und auch sonst nichts zu verlieren hat, lacht zu Recht über das Justizsystem. Doch wie würde man in einer freien Welt ohne den staatlichen Gewaltmonopolisten angemessen mit dieser Frau umgehen? Mir fällt zur Stunde keine Lösung ein, da die Täterin absolut uneinsichtig und unkooperativ ist. Als Überzeugungstäterin wird sie einfach so weitermachen wie bisher. Welche Möglichkeiten sehen Sie, verehrter Leser, mit dieser Person angemessen umzugehen? Lassen Sie es mich in den Kommentaren wissen.


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