31. Juli 2023 23:00

Frauen-WM Politisierung des Sports sehr gerne, aber bitte nur dann, wenn gratismutig

Die heiligen Tabu-Kühe der Political Correctness müssen selbstverständlich weiterhin unberührt bleiben

von M 2.0 (Pausiert)

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Bildquelle: br24 Ersetzt sukzessive den Sport: Polit- und Religionsgedöns

Was haben das „Knien gegen Rassismus“, Regenbogenarmbinden, öffentliche sexuelle „Outings“, Aufrufe zu genmanipulierten „Impfungen“ und/oder mehr „Klimaschutz“ im Zuge von „Sport“-Veranstaltungen gemein?

Erstens: Aktionen wie diese, die sowohl von Sportlern als auch von Journalisten ausgeführt und begrüßt werden, erfordern nicht den geringsten Hauch von Mut und Risiko. Mut und Risiko erforderte stattdessen die öffentliche Ablehnung des gesamten Zinnobers oder zumindest die öffentliche Äußerung oder Entgegnung, sich nicht daran zu beteiligen. Man erinnere sich beispielsweise nur an den nicht zuletzt journalistischen Sturm der Entrüstung, der Joshua Kimmich einst entgegenschwallte, nachdem er meinte, er habe sich noch nicht gegen Schnupfen19 „impfen“ lassen, da er Langzeitstudien abwarten wolle. Aus irgendwelchen Gründen war diese persönliche Entscheidung viel zu „problematisch“ (politisch unkorrekt), als dass man sie schlicht und ergreifend akzeptieren beziehungsweise so stehen lassen hätte können. Für deutsche Gesinnungsschnüffler geht sowas natürlich nicht.

Zweitens: Nichts davon hat auch nur ansatzweise etwas mit Sport zu tun. – Es handelt sich in allen Fällen um gratismutige, politische Propaganda, insbesondere zum Zwecke einer gutmenschelnden Kundgebung der moralischen Selbstüberhöhung.

Nun ist es allerdings so, dass es sich im Zeitalter der postmodernistischen Entklärung stets um die „richtigen“ politischen Aktionen handeln muss. Wenn dem so ist, kann die eigentliche Sportveranstaltung mittlerweile gerne zur belanglosen Fußnote verkommen. Haltung, Haltung über alles.

Umso demaskierender empfand ich daher vor einigen Tagen ein Ereignis während der Pressekonferenz im Vorfeld des Fußball-Länderspiels zwischen Marokko und Buntland, formerly known as Deutschland. Dort wurde die Spielführerin des marokkanischen Teams, Ghizlane Chebbak, von einem der anwesenden Reporter gegen Ende der Konferenz zur sexuellen Orientierung der Spielerinnen befragt.

„In Marokko ist es illegal, eine homosexuelle Beziehung zu führen. Gibt es homosexuelle Spielerinnen in ihrem Sport und wie ist das Leben für Sie in Marokko?“, so die an Chebbak gerichtete Frage des BBC-Reporters.

Nun bin ich grundsätzlich der Auffassung, dass die Abwesenheit von Politik zum Ziele eines friedfertigen Miteinanders unabdingbar ist und von daher natürlich auch nichts im Sport zu suchen hat. Dies gilt übrigens für jede Art der Politik. Der Job von Fußballern ist es, Fußball zu spielen und die Zuschauer zu unterhalten. Letzteres gilt ferner für Schauspieler, Musiker et cetera. Nachdem eine stetig exzessivere, gesellschaftliche Politsucht allerdings Realität (geworden) ist, müssten sich Sportler theoretisch über Fragen dieser Art nicht wundern. Ich kann mich bis dato auch an keinen einzigen Fall erinnern, da irgendein aktueller Sportler, Musiker oder sonstiger Künstler mal gesagt hätte, Politik habe im Sport, auf Musikveranstaltungen und dergleichen nichts zu suchen. Da muss man wahrscheinlich schon bis zu Elvis zurückgehen, der sich politisch niemals vereinnahmen ließ und seine Aufgabe nicht darin sah, „Zeichen“ zu setzen und „Haltung“ zu zeigen, sondern sein Publikum mit fantastischen Shows zu unterhalten. Wie auch immer. Im Falle des marokkanischen Fräuleins kam es erst gar nicht zu einer Antwort. Eine Verantwortliche der Fifa schritt nämlich sogleich ein und entgegnete dem Reporter Folgendes:

„Sorry, das ist eine sehr politische Frage. Bitte stellen Sie fußballbezogene Fragen.“

Interessant, nicht wahr? Eine Verantwortliche einer einstmaligen Sport-Veranstaltung, welche mittlerweile sowohl bei den Männern als auch den Frauen immer stärker für die Zurschaustellung polit-religiöser Propaganda missbraucht wird – die marokkanische Abwehrspielerin Nouhaila Benzina wird, sollte sie auflaufen, gegen Buntland einen „Hidschab“ tragen –, lehnt eine politische Frage ab. Kann man nicht erfinden. (Unnötig zu erwähnen, dass die rückgratlose BBC im Nachgang brav zu Kreuze kroch und sich für die „unangemessene“ Frage entschuldigte.)

Selbstverständlich weiß jeder halbwegs kritische Geist, dass die Frage einzig und allein deshalb abgelehnt wurde, da sie die neue, schier unantastbare Religion in Form des Islams ein Stück weit als das entlarvt (oder entlarven könnte), was sie ist: Ein über weite Teile prähistorischer, intoleranter und frauenverachtender Gewaltkult, der niemals irgendeine Reform durchlief, von vielen westlichen, gratismutkriegerischen Gutmenschen sowie Anbiederungsweltmeistern entgegen jedweder Evidenz allerdings nach wie vor quasi als Inbegriff des Friedens verstanden werden will, welcher mit einer abendländisch-liberalen Lebensweise vollkommen vereinbar sei. Selbstverständlich – und auch das muss heutzutage immer wieder betont werden – sagt eine auf Zahlen, Fakten und Originalpassagen fußende Kritik am Islam nichts über einzelne muslimische Individuen aus, deren Liebenswürdigkeit et cetera selbstredend außer Frage stehen können.

Aber können Sie sich vorstellen, dass die Fifa auch einschreiten und kritisieren würde, eine Frage sei „sehr politisch“ (und „deshalb“ nicht zu beantworten), sofern man eine christliche Fußballerin – sagen wir aus Spanien – Folgendes fragte: „In Spanien ist es legal, eine homosexuelle Beziehung zu führen. Gibt es homosexuelle Spielerinnen in ihrem Sport und wie ist das Leben für Sie in Spanien?“

Eben. Und nun fragen Sie sich, warum. 

Quelle:

Aufregung bei Marokko-PK – Fifa schreitet ein (t-online)


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