12. April 2023 08:00

Der angebliche Treibhauseffekt Kein Ende der Welt

Was uns Corona für den Umgang mit der Klimakrise lehrt

von Oliver Gorus

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Meine Indoktrination begann in der Oberstufe des Gymnasiums, Ende der 1980er Jahre. Knapp zehn Jahre waren die Grünen damals bereits politische Partei, die Aktivisten von Greenpeace waren für mich Helden, die mit spektakulären Aktionen unter Einsatz ihres Lebens gegen den verbrecherischen Walfang im Nordatlantik, gegen die Verklappung von Dünnsäure in der Nordsee oder gegen die irrsinnigen Atomtests im Mururoa-Atoll kämpften. Der französische Geheimdienst hatte 1985 das berühmte Greenpeace-Schiff „Rainbow Warrior”, als es im neuseeländischen Auckland vor Anker lag, mit zwei Bomben versenkt, einer der Aktivisten war dabei ums Leben gekommen. Greenpeace hatte einen Märtyrer.

Der ganze symbolträchtige Kampf gegen die Umweltzerstörung war hoch emotional aufgeladen und übte enorme Anziehungskraft auf Jugendliche wie mich aus. Damals kam mir erstmals der sogenannte „Treibhauseffekt” zur Kenntnis, und zwar im Biologie-Unterricht. Interessanterweise nicht in Physik. Ich hatte Mathe und Physik als Leistungskurse gewählt und hatte da einen phantastischen Lehrer. Merkwürdig: Er interessierte sich überhaupt nicht für diese neuartige Theorie, wonach sogenannte „Treibhausgase“ wie Kohlendioxid oder Methan einen Teil der langwelligen Wärmeabstrahlung der Erde auf seinem Weg ins Weltall abfangen und teilweise wieder zurück auf die Erde werfen sollten, was auf der Erdoberfläche zu einer Erwärmung führen sollte.

Aber unser Biolehrer, ein waschechter „Öko“ mit Birkenstock-Latschen, ausgebeultem Pulli, Zottelhaaren und von ihm selbst als Wohnmobil umgebautem Bulli, machte diesen Treibhauseffekt zu einem ganz großen Thema an unserer Schule und führte uns die Konsequenzen vor Augen: globale Erwärmung, Meeresspiegelanstieg, eisfreie Pole, Aussterben der Eisbären, Versinken von Städten im Meer, Wüstenbildung, Wirbelstürme, Starkregen, Dürren, Waldbrände, Hungersnöte, Korallensterben. Eine gigantische Katastrophe rollte angeblich auf uns zu. Und wer sollte schuld daran sein? Der Mensch alleine! Und die meisten von uns Schülern waren ja ohnehin schon sensibilisiert für die Umweltzerstörung und den heroischen Kampf dagegen. Wir waren geschockt.

Ein anderer Blick

Der Treibhauseffekt wurde schon damals, Ende der 1980er, aus dem grünen Milieu heraus verkündet und propagiert, aber nicht hinterfragt. Die physikalischen Mechanismen dahinter spielten keine Rolle, es wurde nicht gefragt, wie genau diese Theorie funktioniere, wie sich das rechnen lasse, wie das mit den Naturgesetzen vereinbar sei, ob es wissenschaftliche Experimente dazu gebe und wie die verlaufen seien.

Mein Physiklehrer, eines meiner prägenden Vorbilder in meinem Leben, ließ sich zu diesem Thema von uns nicht aus der Reserve locken. Er blieb stur bei den Hauptsätzen der Thermo- und Elektrodynamik, bei Maxwell, Planck und Boltzmann und ihren Formeln und Gleichungen. Eine Theorie war für ihn eine Theorie, und ein redlicher Wissenschaftler propagierte keine Theorien, sondern versuchte sie zu falsifizieren, also sie zu widerlegen. Allem neumodischen Kram wie zum Beispiel der Stringtheorie oder eben dem Treibhauseffekt stand er stur und skeptisch gegenüber und ließ sich nicht zu Zustimmung oder Ablehnung hinreißen. Theorien eben. Also noch lange keine Tatsachen. Er war da streng und sein Wahlspruch „Säifty förscht“ galt auch dafür.

Direkt nach dem Abitur, noch bevor ich als anerkannter Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen meinen Zivildienst antrat, flog ich auf die Malediven. Ich hatte über zwei Jahre hinweg mit Ferienjobs in der metallverarbeitenden Industrie im mittleren Neckarraum, dem damals größten und florierendsten Industriegebiet Deutschlands, mehrere Tausend Mark zusammengespart – und die investierte ich nun in eine der prägendsten Erfahrungen meines Lebens: Ich wollte die Korallenriffe sehen, mit Haien und Mantas tauchen und auf den Palmeninseln schlafen, bevor das alles sterben und im Meer versinken würde.

Es war phantastisch. Diese vier Wochen waren einer der transformierendsten Momente in meinem Leben. Die enge Verbindung mit der Natur, die ich damals erlebte, prägt mich bis heute. Ich spüre diese Verbundenheit auch heute noch intensiv, wenn ich beispielsweise in den Bergen unterwegs bin.

Diese Naturverbundenheit plus die wissenschaftliche Skepsis und Sturheit meines Physiklehrers lassen mich heute anders auf den Treibhauseffekt und die angebliche Klimakatastrophe schauen als damals als Jugendlicher. Außerdem habe ich in drei Jahren Corona-Maßnahmenkrise viel gelernt über „Experten“, Parteipolitiker, Medien, Indoktrination, Panikmache, Massenpsychose, Politbürokratie, staatliche Behörden, Korporatismus und den Wissenschaftsbetrieb.

Lasst die Kirche im Dorf

Ganz nüchtern betrachtet: Das Waldsterben und das Ozonloch haben sich wieder gegeben. Die Biosphäre ist äußerst robust. Der in den kühlen 1970er Jahren prognostizierte Rückfall in die Eiszeit hat nicht stattgefunden. Die Korallenriffe sind über 30 Jahre nach meiner ersten Reise auf die Malediven immer noch intakt und gesund. Die aus flachen Sandhaufen bestehenden Inseln der Malediven sind nicht im Meer versunken und auch sonst ist nirgendwo auf der Welt der Meeresspiegel merklich angestiegen. Die Eisbären sind noch immer da, manche Unterpopulationen nehmen ab, andere nehmen zu, die Faktoren sind vielfältig, aber 30 Jahre nach den düsteren Prognosen ist der Bestand der Eisbären nicht eingebrochen.

In den Alpen gehen die Gletscher über mehrere Jahrzehnte betrachtet zurück, die Temperaturen sind seit den 1980ern leicht angestiegen, die Baumgrenze steigt beobachtbar leicht an. Aber in den letzten etwa zehn Jahren hat sich an den Temperaturen, den Schneemengen oder der Länge der Skisaison objektiv nichts verändert, was ich persönlich bezeugen kann. Entgegen allen Prognosen von vor 30 Jahren kann ich noch immer in Südtirol wunderbar Ski fahren, sogar noch im April.

Dort, wo sich Gletscher zurückziehen, geben sie bisweilen uralte Baumstämme frei, die im Mittelalter genau dort gewachsen sind. Warum? Weil es dort wärmer war als heute. Wir wissen auch, dass Grönland so heißt, wie es heißt, weil die Nachfahren des verstoßenen Wikingers Erik und seines Sohns Leif dort vor etwa tausend Jahren siedelten und mehrere Jahrhunderte lang Ackerbau betrieben und Rinder weiden ließen. Warum? Weil es dort wärmer war als heute. Wir wissen auch, dass heute vereiste Pässe vor über 2.000 Jahren zur Zeit der Römer eisfrei waren. Es war eben viel wärmer als heute.

Wir wissen heute auch, dass es im Verlauf der Erdgeschichte zu den meisten Zeiten wärmer war als heute und dass erdhistorisch betrachtet das Klima auch ohne menschliches Zutun sich ständig wandelte, zum Teil auch sehr schnell, in nur wenigen Jahrzehnten sprunghaft um mehrere Grad. Ganz ohne menschliches Zutun. Das Leben passte sich an.

Weder Katastrophe noch Krise

Wir wissen heute auch, zum Beispiel aus Eisbohrkernen, dass der Kohlendixiodgehalt in der Luft im Laufe der Jahrmillionen immer schwankte und meistens der Temperaturveränderung mit kurzem Abstand hinterherlief. Nicht umgekehrt. Insbesondere war der Kohlendioxidgehalt in der Luft fast immer deutlich höher als heute. Wir wissen außerdem, dass der über die letzten Jahrmillionen immer weiter fallende Kohlendioxidgehalt demnächst gefährlich in die Nähe der Untergrenze kommt, ab der die Photosynthese und damit das pflanzliche Leben auf der Erde zum Erliegen kommen. Zu wenig Kohlendioxid wäre tatsächlich eine lebensbedrohliche Katastrophe. Ein Zuviel gibt es dagegen eher nicht, zumal die wichtigsten Nutzpflanzen ihr vegetatives Optimum erst bei mehr als doppelt so hohen Kohlendioxidkonzentrationen als heute erreichen.

Wir wissen heute, dass die Vegetation auf der Erde in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat. Vermutlich wirkt der sich erhöhende Kohlendioxidgehalt wie ein Dünger. Das ist gut und nicht schlecht.

Wir wissen heute auch, dass Wetterextreme keineswegs zunehmen und dass die Personenschäden durch Wetterereignisse in den letzten 100 Jahren stark zurückgegangen sind.

Wir wissen, dass die Bevölkerung in den heißesten Gegenden der Erde, zum Beispiel in Burkina Faso, zu- und nicht abnimmt. Es gibt dort keine „Klimaflüchtlinge“. Auch wenn sich dort die Durchschnittstemperatur von heute 30 Grad auf 31 oder 32 Grad erhöhen oder auf 29 oder 28 Grad absenken würde, würden sich Mensch und Natur daran anpassen. Und dann gilt das auch für alle anderen Breitengrade.

Kurz: Wir wissen eigentlich sehr gut, dass keine Klimakatastrophe stattfindet – ja, nicht einmal eine Krise. Wir wissen das aus der persönlichen Erfahrung und wir wissen das aus zahlreichen Messdaten und Statistiken.

Warum haben die das nötig?

Aber was bedeutet das? Heißt das, dass es den Treibhauseffekt gar nicht gibt? Dass die ganze politische Hysterie um die Energiewende und den „Klimaschutz“ nur Panikmache ist, so wie sich im Nachhinein die Corona-Krise als Corona-Maßnahmenkrise erwiesen hat, die rein auf der absichtlich und konzertiert geschürten Angst in der Bevölkerung gründete?

Fakt ist: Der Treibhauseffekt ist weder erwiesen noch widerlegt. Er ist nach wie vor eine Theorie, die es aus wissenschaftlicher Sicht zu falsifizieren gilt. Die Tatsache, dass jeder Wissenschaftler, der der „offiziellen“, zum Beispiel von den Vereinten Nationen oder von Staatsbehörden propagierten Treibhaustheorie widerspricht, diffamiert, ausgegrenzt, verspottet, beleidigt und seiner finanziellen Grundlagen beraubt wird, spricht nicht dafür, dass die Treibhäusler recht haben. Denn sonst hätten sie diese machtpolitischen und gänzlich unwissenschaftlichen Widerwärtigkeiten nicht nötig.

Sie hätten es dann auch nicht nötig, einen angeblichen „Konsens“ herbeizulügen, wie das mit der unsäglichen Cook-Studie 2013, unterstützt von Obama, Merkel und Co mit Wirkung bis heute, gelungen ist. Sie hätten es dann auch nicht nötig, Wetterdaten und Statistiken nachträglich zu ändern und so Erwärmungen drastischer darzustellen und Abkühlungsperioden abzuschwächen. Mindestens bei den Wetterdaten der dienstältesten deutschen Wetterstation Hohenpeißenberg wurde das beispielsweise vom staatlichen Wetterdienst unter fadenscheinigen Argumenten gemacht.

Wer die extrem lehrreiche Corona-Maßnahmenkrise in wachem Zustand verfolgt hat, weiß, wie skrupellos staatliche Behörden mit den staatshörigen Medien, den korporatistischen Konzernen und ihren gedungenen Experten zusammenarbeiten und sich gegenseitig die Bälle zuspielen, auch wenn dazu Lug und Trug erforderlich sind, Statistiken und Daten gefälscht oder verheimlicht werden müssen und sie dazu über Leichen gehen müssen. Warum sollte das beim Milliardengeschäft Klimakrise anders sein?

Lasst sie zu Wort kommen!

Es genügt aber auch nicht, den religiösen Glauben an den menschengemachten Klimawandel und das Sakrament des Treibhauseffekts zu verweigern. Es genügt nicht, sich die nüchterne Skepsis zu bewahren, die der Kern der wissenschaftlichen Methode ist. Es genügt nicht, den Mainstream-„Experten“ die Gefolgschaft zu verweigern und auf dem Selberdenken, also dem Gebrauch der eigenen Vernunft zu vertrauen, somit als aufgeklärter Mensch zu leben.

Nein, wir sind außerdem in der Pflicht zu verstehen und zu erforschen, was den natürlichen Klimawandel wirklich antreibt und wie aus diesem Verständnis heraus die Rolle des Menschen zu bewerten ist.

Ich weiß nicht genau, wie die Vorgänge in der Atmosphäre funktionieren. Ich weiß nur: Wer behauptet, diesbezüglich im Besitz der absoluten Gewissheit zu sein, ist ein Ideologe.

Die kursierenden Modellierungen der Temperaturen auf Basis des anthropogenen Treibhauseffekts sind jedenfalls sehr gut darin, Kurven von links unten nach rechts oben vorauszusagen, können aber die nachgewiesenen Temperaturen der letzten paar Tausend Jahre nicht mal annähernd erklären. Diese Modellierungen sind so trügerisch wie diejenigen der Virologen in der Corona Maßnahmenkrise. Die dienten dazu, drastische Maßnahmen zu rechtfertigen, lagen aber bei der Beschreibung der Wirklichkeit komplett daneben.

Der Treibhauseffekt ist eben nicht mehr und nicht weniger als eine Theorie. Es gibt viele Wissenschaftler, die finanziell vom staatlich-akademischen Zirkus unabhängig genug sind, um dieser Theorie zu widersprechen und alternative Erklärungsmodelle anzubieten. In der Öffentlichkeit werden diese Stimmen heute kaum mehr gehört. Umso wichtiger ist es, sie zu Wort kommen zu lassen, ihnen zuzuhören und nachzuvollziehen, was sie zu sagen haben. Wenigstens das sollten wir aus den letzten drei Jahren gelernt haben.

Wir werden die Wahrheit schon noch herausfinden. Ich persönlich bin mir mittlerweile aufgrund meiner Lebenserfahrung sehr sicher, dass es nicht die Treibhäusler sind, die sie gefunden haben. Umso spannender ist es zu erfahren, was die permanenten Klimaveränderungen wirklich antreibt.

In der Zwischenzeit sollten die Wahlbürger in den westlichen Demokratien dringend aufhören, opportunistische Klimakatastrophiker zur Macht zu wählen. Denn sie machen hier unnötigerweise alles kaputt.

Eine Klimakatastrophe findet nämlich nicht statt. Die Indoktrination ist in meinem Falle misslungen. Naturverbunden und ein Verfechter von Naturschutz bin ich dennoch weiterhin mehr denn je.


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