28. September 2023

Migration ist gar nicht das Problem (sondern für viele die Lösung) Der Sozialstaat ist am Desaster schuld – und nur der Sozialstaat!

Warum rinks und lechts am Thema vorbeigeredet wird

von André F. Lichtschlag

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Bildquelle: Alessio Tricani / Shutterstock Lampedusa: Zwischenstopp auf dem Weg ins gelobte Land

Jährlich wandern eine Million Menschen aus Deutschland aus, Tendenz steigend. Haben Sie, verehrte Leser, je davon gehört, dass diese Migranten in anderen Teilen der Welt für Diskussionen über den Schaden durch Zuwanderung sorgen? Wenn nein, warum nicht?

Weil diese Leute, Millionen von Migranten, in aller Regel auf eigene Kosten emigrieren beziehungsweise migrieren. Und in der neuen Heimat versorgen sie sich auch gleich wieder selbst, entweder durch mühsam selbst erspartes Vermögen oder durch Arbeit dort, wo sie Menschen mit ihren Diensten glücklicher machen, um selbst glücklicher leben zu können. Ökonomen sprechen hier von einer „Win-win-Situation“.

Schaden wird niemandem zugefügt, denn diese Migranten liegen niemandem auf der Tasche. Im Gegenteil, sie geben viel. Sie erhalten in aller Regel auch keinerlei Wanderungsprämie des aufnehmenden Staats und schon gar nicht, wie etwa – als Beispiel – eine Familie mit Vater, Mutter und zwei Kindern aus der Ukraine, die in Deutschland, ohne einen einzigen Finger krümmen zu müssen, eine warme, großzügige 90-Quadratmeter-Wohnung inklusive aller Nebenkosten und Krankenvollversicherung zuzüglich Bahnkarte und einigen weiteren Extras, plus eines Taschengelds obenauf von knapp 2.000 Euro erhält. Jeden Monat! Alimentiert vom deutschen Steuerzahler. Hier gibt es offenbar nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer, Zwangszahler der ganz großen Freibiersause. Und wie! Die „Pull-Faktoren“ werden schließlich zunächst anderen aus der Tasche gezogen – als Push-Faktoren gegen die hiesigen gebeutelten Steuerzahler.

Haben Sie je davon gehört, dass Migranten aus Deutschland andernorts die Kriminalitätsstatistiken in die Höhe treiben? Warum nicht? Weil diese Leute in aller Regel weder Zeit für noch Interesse an krummen Dingen haben. Weil sie jeden Tag damit beschäftigt sind, für sich und ihr Wohlergehen selbst zu sorgen und daher automatisch versuchen, sich möglichst gut „zu integrieren“.

Ist das bei Zuwanderern in Deutschland in aller Regel auch der Fall? Und wenn nein, warum nicht? Ganz einfach, weil nicht die Migration das Problem ist (es ist für viele Deutsche im Ausland oder auf gepackten Koffern ja gerade die Lösung), sondern der Sozialstaat. Und nur der Sozialstaat. 

Es ist immer wieder erstaunlich, wie dreist verlogen hierzulande Medien und Politik über das Thema diskutieren. Das fing mit 180-Grad-Begriffsverdrehungen an, als Einwanderer systematisch in Flüchtlinge umbenannt wurden. Dabei fliehen Menschen immer nur in sichere Nachbarländer und nicht gleich noch immer weiter, Tausende Kilometer weit ausgerechnet nach Deutschland, weil das Wetter dort so schön ist. Oder so. Nein, sie wandern aus, wandern ein, aus Gründen – mit Flucht hat das gerade so viel zu tun wie Karl Lauterbach mit Lauterkeit.

Oder glaubt irgendwer, nur ein Einziger der – beispielsweise – Millionen von Schwarzafrikanern würde für Tausende, zu Hause hart ersparte Dollar Reisekosten in ein fernes Land ziehen, dessen Sprache er nicht beherrscht und in dem Wohnen und Lebensunterhalt tagtäglich um ein Vielfaches teurer sind als daheim, wenn er nicht hier von geistig korrupten Politikern und Beamten mit von den letzten Nettosteuerzahlern abgepressten Geldern bis Oberkante Unterlippe versorgt werden würde?

Ob das am Ende dem Selbstwertgefühl und der Zufriedenheit des Rundum-Betüdelten zugutekommt, ist eine andere Frage, eigentlich ein weiteres Verbrechen. Und eine weitere Erklärung für Kriminalität. Dazu ein anderes Mal mehr, denn das gilt auch für die verlorene Menschenwürde der einheimischen Rundum-Betüdelten. 

Jedenfalls: Schlimmer als die systematische Begriffsverhunzung um vermeintlich „Geflüchtete“ ist nur, dass rinks und lechts nun alle über „Migrationsfragen“, über Lastenausgleich und Sicherheitsrisiken, über Schleuser und Schleierfahndung, über Unterbringung und Obergrenzen diskutieren – und nicht über das einzige wirklich zugrunde liegende Übel, das die einen wie magisch anzieht (wer könnte es ihnen verdenken?) und die anderen nach und nach vertreibt (wer sinnt nicht zumindest darüber nach?). Dieses Problem heißt Umverteilungspolitik. Oder Sozialstaat. Oder präziser in unserem Fall: deutscher Staat.

Kein größeres Übel weit und breit.


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