09. November 2023 23:00

Ein zutiefst enttäuschter Herrscher Selenskyj beklagt, der Gaza-Krieg nehme den Fokus von der Ukraine

Blau-Gelb ist plötzlich nicht mehr der Liebling der Welt

von Tyler Durden

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Bildquelle: Wikimedia Schmerzlich getroffen ob der derzeitigen politisch-medialen Fokusverschiebung: Der ukrainische Präsident Selenskyj

Er hat die Worte wirklich laut ausgesprochen ... Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Samstag, dass der Krieg im Nahen Osten zwischen Israel und der Hamas „den Fokus“ vom Ukraine-Konflikt nehme. Er äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Kiew an der Seite von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zu einem Zeitpunkt, an dem die Schlagzeilen über die Aussichten, die Russen jemals zurückschlagen zu können, negativ geworden waren. „Natürlich ist es klar, dass der Krieg im Nahen Osten, dieser Konflikt, den Fokus wegnimmt“, sagte Selenskyj in einem überraschend unverblümten Eingeständnis. Er begann seine Ausführungen mit einem Kommentar zur Situation an der Front, die sich seit vielen Monaten nicht wesentlich verändert hat. „Es dauert schon zu lange, die Menschen sind müde ... Aber dies ist keine Pattsituation“, sagte er. „Niemand von unseren Partnern setzt uns unter Druck, uns mit Russland zusammenzusetzen, mit ihnen zu reden oder ihnen entgegenzukommen“, fügte er hinzu, nachdem in den letzten Tagen Berichte aufgetaucht waren, wonach Washington hinter den Kulissen mögliche Zugeständnisse an die Russen sondiere.

Selenskyj behauptete, es sei „Russlands Ziel“, den weltweiten Fokus vom Ukraine-Krieg abzulenken. „Wir haben bereits andere sehr schwierige Situationen erlebt, in denen die Ukraine nicht im Mittelpunkt stand. Ich bin absolut sicher, dass wir diese Herausforderung meistern werden.“ Jetzt, fast einen Monat nach dem schrecklichen Terroranschlag der Hamas vom 7. Oktober auf den Süden Israels, beherrscht die Krise im Gazastreifen die Schlagzeilen vollständig. In den letzten Wochen sind die Nachrichten über die Ukraine-Russland-Krise sogar von der Titelseite der großen amerikanischen Zeitungen verschwunden.

In der Pressekonferenz am Samstag versuchte er auch, den vielen pessimistischen Schlagzeilen der letzten Zeit entgegenzuwirken (Bloomberg): „Präsident Wolodymyr Selenskyj wies einen NBC-Bericht zurück, wonach US-amerikanische und europäische Beamte begonnen haben, Kiew zu möglichen Friedensverhandlungen mit Moskau zu drängen. ‚Ich weiß nicht, wer das veröffentlicht hat, und aus welchem Grund‘, sagte Selenskyj.“

Wie wir bereits erläutert haben, sieht sich Washingtons Stellvertreterkrieg mit Russland nach der kostspieligen und vergeblichen Gegenoffensive der Ukraine mit starkem Kritikpunkten im eigenen Land konfrontiert:

Erstens: Der Krieg zwischen der Hamas und Israel hat die öffentliche Aufmerksamkeit abgelenkt und die Fähigkeit des Kriegsstaates zur Wählerwerbung geschwächt. In der Tat sollte sich Bidens Rede im Oval Office, in der er zur Hilfe für die Ukraine und Israel aufrief, ursprünglich nur auf die Ukraine konzentrieren, berichtet NBC.

Zweitens: Der Pro-Ukraine-Eifer der amerikanischen Öffentlichkeit hat sich abgekühlt: Laut einer neuen Gallup-Umfrage sind 41 Prozent der Meinung, dass die USA zu viel für die Ukraine tue – ein großer Sprung gegenüber den 29 Prozent, die dies noch im Juni sagten. Viele Amerikaner sind der Meinung, dass das Geld für die Verbesserung der Bedingungen im eigenen Land verwendet werden sollte.

Drittens: Eine wachsende Zahl von Republikanern im Kongress hat ihre Zustimmung zur Ukraine-Hilfe verweigert und damit Bidens Antrag auf zusätzliche Mittel in Höhe von 61 Milliarden US-Dollar. Bidens Trick, einen gemeinsamen Finanzierungsantrag zu stellen, der die umstrittene Ukraine-Hilfe mit der Israel-Hilfe kombiniert, ist ernsthaft in Gefahr, da die Republikaner im Repräsentantenhaus getrennte Abstimmungen fordern.

Washingtons Blankounterstützung für Israels Zerstörung des Gazastreifens belastet das ohnehin schon angeschlagene amerikanische Waffenarsenal weiter. Zehntausende von Artilleriegranaten, die für die Ukraine vorgesehen waren, werden an die IDF (Israel Defense Forces) weitergeleitet. Noch bevor die Hamas Israel angegriffen hatte, veranlasste ein zunehmender Mangel an konventionellen Granaten für den artillerieintensiven Krieg in der Ukraine Biden, Selenskyj toxische Granaten mit abgereichertem Uran zu geben, was einen internationalen Aufschrei hervorrief.

Information: Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von zerohedge.com zur Übersetzung zur Verfügung gestellt.


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