28. Juli 2026 18:00

Politik Rechte kämpfen gegen Rechte

Marktwirtschaftler werden marginalisiert

von Sascha Blöcker drucken

Grok
Bildquelle: Eigenes Bild Grok

Rechts bleibt nur noch rechts.

Rechte finden keine Gegner mehr. Sie sind alle weg, den unausweichlichen Weg in die Bedeutungslosigkeit gegangen. Aber der Kampf geht weiter. Gegen wen die Rechten nun kämpfen, was das mit dem Werdegang der CDU/CSU zu tun hat. Und ob die Libertären sich in diesem Kampf auf eine Seite schlagen sollten oder überhaupt könnten, werde ich ebenfalls analysieren.

Die Rechten haben lange schon keine realen linken Gegner mehr. Linke Ideen regieren sie, sie scheitern, und alle sehen es. Aber es ist keinesfalls so, dass die linken Ideen überwunden wurden. Nein, ein erheblicher Teil der AfD hat sie einfach übernommen und hält sie aufrecht, trägt sie in die nächste Regierung. Deshalb galt der Kampf der Rechten nun den Rechten. Wer bis sechs zählen kann, ist bereits verdächtig und wird politisch attackiert. Der sozialistische Flügel der AfD mag es inkompetent, für einen Politiker von Format reicht es, wenn man „Ausländer raus“ sagen kann. Wer zusätzlich auch noch wirtschaftliche Kenntnisse hat, der sollte mit Misstrauen begutachtet werden. Ich habe da so meine Ideen, warum dem so ist.

Meine Vermutung

Schnellroda wünscht sich simple Gemüter in der Politik, Menschen, die am besten gänzlich ohne vermarktbare Fähigkeiten daherkommen. Am liebsten natürlich Beamte, weil diese genau wissen, dass eine Wiedereingliederung in den Beamtendienst extrem schmerzhaft wäre und häufig wohl auch mit einer Entlassung enden würde. Diese nicht besonders intelligenten (für AfD-Verhältnisse) und selbstversorgungsunfähigen Gestalten sind leicht zu manipulieren. Handpuppen, die bereits an ihren von oben zugereichten Worten erkennbar sind. Die fördernden Institutionen wie Schnellroda erhoffen sich wahrscheinlich, die nächsten mit Millionen geförderten NGOs zu werden. Der Wunsch ist nachvollziehbar, aber er zeigt auch, dass es keine Sekunde lang um Deutschland oder die Deutschen geht. Man will an den Futtertrog und auf den Rücken der dummen Esel innerhalb der AfD reitet man dorthin. Und das Ziel ist natürlich nur dann erreichbar, wenn man jeden Gedanken an Freiheit und Eigentum innerhalb der AfD gänzlich zerstört und begräbt.

Das Motto

Da die mutmaßlichen Ziele sozialistisch (Umverteilung) sind, sind es auch die Methoden und Argumente. Als Ziel ausgegeben wird die Existenz. Wenn wir uns nicht für Sozialismus von rechts entscheiden, dann hören wir auf zu existieren. So die Parole, nur dass man das Wort „Sozialismus“ nun durch „SolPat“ ersetzt hat. Die Forderung ist eigentlich ganz unterhaltsam, da wir ja auch aufhören zu existieren, wenn wir uns gegen den grünen Sozialismus entscheiden. Da wir nicht beides gleichzeitig haben können, müssen wir uns wohl mit künftiger Nichtexistenz abfinden. Dennoch finden diese Worte Anklang, zumal die Bedrohung, die von rechts präsentiert wird, erheblich glaubhafter ist als die, welche uns die Grünen vorsetzen. Der Feind ist nicht unsichtbar und die Toten sowie die Verletzten sind in zahllosen Videos auf allen sozialen Medien zu sehen. Während das CO₂ nur von Greta Thunberg gesehen werden konnte (ja, das hat man versucht, uns zu verkaufen). Gemeinsam mit Greta hat man sich natürlich, wie es Sozialisten immer tun, der Israelkritik angeschlossen. Israelkritik ist nur der nächste Begriff, der dazu dient, einen schöneren Begriff als Judenhass zu haben. Marx lehnte „Das Kapital“ ab und Hitler war einfach ehrlich. Wenn ich falsch liege, so möge man mir die vielen Compact-Magazine mit Kongo-, Niger- oder Burmakritik zeigen. Die Links gerne in die Kommentare. Darüber hinaus ist die Welt weiterhin ziemlich simpel. Giorgia Meloni wird für ihre Arbeitsmigranten scharf kritisiert. Bei Viktor Orbán hat man sie bis heute vergessen zu erwähnen. Bei Selenskyj wird die Korruption scharf ins Auge gefasst, bei Orbán ignoriert. Nebenbei hat jener Orbán auch noch das Steuersystem verkompliziert und die Abgabenlast erhöht. Dass er trotz all dieser Wohltaten nicht wiedergewählt wurde, kann aber nur am Finanzjudentum liegen. Die Liebe zu den Russen ist gleichermaßen der Achtundsechziger-Bewegung nachempfunden wie der Hass auf die USA. Die Ablehnung der NATO beruht auf falschen Behauptungen, was Einsatzverpflichtungen angeht, und der Mythos, dass die große deutsche Ingenieurskunst zusammen mit der russischen Energy das Fürchten lehren würde, hält sich hartnäckig. Wobei ich mich frage, wie weit man technologisch abgehängt sein muss, um diese Erzählung endlich aufzugeben. Klar, die Russen haben Gas, aber was hat Deutschland? Nun ja, all diese Erzählungen müssen geglaubt und nacherzählt werden, um die Existenz zu wahren. Da nicht wichtiger sei als die Existenz selbst.

Die Existenz

Die Existenz als oberstes Ziel wirkt auf mich sehr befremdlich. Klar, wenn wir auf das Individuum blicken, werden wir einen Erhaltungstrieb feststellen, der Unmögliches möglich macht. Hier ein paar Filme, die wahre Geschichten des menschlichen Selbsterhaltungstriebs sehr gut inszeniert haben: „Lone Survivor“ (ein US-Militär, das gegen alle Wahrscheinlichkeiten überlebte), „127 Hours“ (ein Mann, der mit seinem Arm in einem Felsspalt steckenblieb und diesen mit einem zweitklassigen Taschenmesser abtrennen musste), „Lawless“ (die Geschichte dreier Brüder, von denen einer hätte mindestens dreimal sterben müssen). Das Individuum hat also tatsächlich diesen Selbsterhaltungstrieb, und die Liebe zu unserer Familie macht, dass wir auch diese beschützen und vor Gefahren bewahren wollen. Aber gibt es diesen Existenzdrang auch bis in die Nachbarstadt, bis ins nächste Bundesland, bis ganz ans andere Ende von Deutschland? Ich glaube nicht daran, aber selbst wenn dem so wäre, dann wäre Existenz immer noch ein deutlich weniger wertiges Gut als Freiheit. Ohne plakative Sätze aller „Lieber stehend sterben als auf Knien leben“ zu bemühen, möchte ich doch anmerken, dass die Menschen von Gefängnissen über Sklavenplantagen bis zu Einsperrungen bei Coronamaßnahmen immer wieder die Freiheit über die Existenz setzten. Mal mehr, mal weniger erfolgreich, aber sie zeigten, dass die Existenz als Besitz eines Anderen (und nichts anderes ist der Sozialismus) unter dem Gut Freiheit steht.

Wie viel Freiheit werden sie zulassen?

Ich glaube, dass sie nebst der Selbstbereicherung beste Absichten haben. Sie glauben nicht an eine schädliche Seite ihres Sozialismus, sie gehen davon aus, dass sie es schaffen werden und dies Deutschland guttun wird. Wie jeder, der nach Macht über andere strebt, basiert auch dieser Anspruch auf der Anmaßung von Wissen. Sie glauben, sie wüssten es besser als alle anderen. Hinzu kommt die Betrachtung. Als der Lichtbringende betrachtet man sich als ein herausragendes Individuum, alle anderen aber sind nur Teil eines Kollektivs. Sie sind mit der zum Glück zu führenden Verfügungsmasse.

Die Marktwirtschaftlerin der AfD

Die Marktwirtschaftler in der AfD haben, glaube ich, das Nachsehen. Die Masse ist dumm und eine Parole ist wirkungsvoller als ein Plan, das Versprechen, auf Kosten eines anderen zu leben, attraktiver als selbst zu arbeiten. Die Demokratie wird immer uneinlösbare Versprechen einer klugen Politik vorziehen. Eine dumme Mehrheit wird der einfachen Lösung komplexe ökonomische Anforderungen immer den Vortritt lassen, und diese Erkenntnis haben auch die Marktwirtschaftler in der AfD. Die, die bleiben wollen, müssen bereits jetzt Kompromisse machen mit jenen, deren Fähigkeiten nicht über Migrationskritik hinausgehen. Dabei ist der marktwirtschaftliche Flügel nicht minder migrationskritisch, nur kann er zusätzlich noch Dinge, die sie für die inkompetenten Ideen eines Großteils des Vorfeldes gefährlich machen.

Fazit

Die AfD driftet gerade ab. Während die einen den Sozialismus zu bekämpfen gedenken, wollen die anderen ihn übernehmen und umgestalten. Ich weiß nicht, wie groß die jeweiligen Flügel sind, aber ich weiß, wie dumm die Entscheidungen sind, die innerhalb demokratischer Prozesse getroffen werden. Ob Libertäre eventuell die marktwirtschaftlichen Flügel stützen sollten, weiß ich auch nicht, da diese bereits jetzt faule Kompromisse in Sachen Umverteilung und Schulden machen. Ich halte sie weitgehend für unzuverlässige Partner. Ob es sich noch lohnt, die AfD zu wählen? Ich denke, es macht wirtschaftlich keinen Unterschied mehr oder bestenfalls einen geringen. Ich glaube allerdings noch nicht, dass dadurch alles schlimmer wird, aber ich wäre auch nicht bereit, nur der Migration wegen einen Sozialisten zu wählen. Denn ob das Kind abgestochen wird oder verhungert, ist am Ende fast Jacke wie Hose.


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