Russland: Pestverdacht nach Tod eines Labormitarbeiters in Irkutsk
Fast 200 mögliche Kontaktpersonen unter medizinischer Beobachtung
von Tyler Durden drucken
Plötzlicher Tod eines russischen Labormitarbeiters schürt Sorge vor Pestkrise; Trump-Team „beobachtet Ausbruch“
Die Kriege in Osteuropa und am Golf treiben die Welt bereits vor dem Winter auf der Nordhalbkugel auf einen gefährlichen Kurs wachsender Instabilität – siehe die globale Raffineriekrise. Ein mutmaßlicher Pestfall an einem russischen Forschungsinstitut erhöht nun zusätzlich das Risiko einer Gesundheitskrise.
„Axios“ berichtet, dass nach dem Tod eines Labormitarbeiters in der sibirischen Region Irkutsk fast 200 mögliche Kontaktpersonen medizinisch überwacht werden.
Die Trump-Regierung „ist informiert, beobachtet den Ausbruch und prüft mögliche Maßnahmen“, berichtete das Medium unter Berufung auf einen Regierungsvertreter.
In der vergangenen Woche starb ein 28-jähriger Mitarbeiter des Anti-Plague Institute an einer schweren Lungenentzündung. Lokale russische Medien berichteten, der Mitarbeiter könnte nach dem Zerbrechen eines Reagenzglases mit dem für Lungenpest verantwortlichen Bakterium in Kontakt gekommen sein.
Maxim Modin, Bürgermeister des Bezirks Shelekhovsky im Osten Russlands nahe der mongolischen Grenze, sagte, die örtlichen Behörden hätten ein „umfassendes Paket an Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung“ umgesetzt.
Nach Angaben von Rospotrebnadzor, der russischen Behörde für Infektionskrankheiten, seien „in den dem Patienten entnommenen Proben keine Mikroorganismen nachgewiesen worden, die mit den beruflichen Aufgaben des Mitarbeiters in Zusammenhang stehen“, sagte Modin.
Ein nahe gelegenes Aluminiumschmelzwerk wies seine Mitarbeiter in der vergangenen Woche vorsorglich an, Masken zu tragen. Der Direktor des Irkutsk Aluminum Plant, Artem Fominikh, rief ebenfalls zur Ruhe auf und erklärte: „es sind viele Gerüchte und widersprüchliche Berichte im Umlauf“.
Ein Sprecher des Außenministeriums der Vereinigten Staaten sagte am Sonntag gegenüber CNN, die Behörde sei über den möglichen Pestfall in Russland informiert: „Wir beobachten die Lage gemeinsam mit den Centers for Disease Control and Prevention – Zentren der Vereinigten Staaten für Krankheitskontrolle und -prävention – und unseren anderen ressortübergreifenden Partnern genau. Viele Einzelheiten sind noch nicht bestätigt. Wir fordern die russischen Behörden auf, schnell und offen verlässliche Informationen weiterzugeben.“
Quellen:
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