Kowalskys Presseagentur meldet: Frankfurter Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe
Randalierer flieht nach energischem Händeklatschen
von Kurt Kowalsky drucken
Nach Informationen aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen bittet die Frankfurter Polizei um Ihre Mithilfe.
Am Samstag, dem 31. Oktober 2026, hatten sich in der Frankfurter Innenstadt besonders strebsame Schülerinnen versammelt, um vom Staat Schulbücher zu bekommen und ihren sonstigen Frust abzulassen. Für Fahrradwege in Peru wurde nicht demonstriert.
Da – wie wir vermuten – das Anschauen von YouTube-Videos für den einfachen Polizeibeamten im Vollzugsdienst verboten ist, bittet die Frankfurter Polizei die Bevölkerung um die Zusendung entsprechender Videoaufnahmen unter Einhaltung des Datenschutzes. Die etwa 2.000 Spezialisten der Abteilung für Meinungsverbrechen und Majestätsbeleidigung können leider nicht aushelfen, da sie mit der Verfolgung staatsgefährdender Meinungsäußerungen bereits vollständig ausgelastet sind.
Von besonderem Interesse ist ein Vorfall vor einem Damenschuhgeschäft in der Frankfurter Innenstadt.
Dort hatte ein offenbar jugendlicher Randalierer einen Straßenpoller an sich genommen und damit wiederholt auf die Schaufensterscheibe des Geschäfts eingeschlagen. Auf den bereits veröffentlichten Aufnahmen sind zahlreiche Schläge zu erkennen.
In unmittelbarer Nähe, teilweise nur zwei bis drei Meter entfernt, standen etwa 20 Polizeibeamte in voller Schutzausrüstung mit Helmen, Schutzschilden und Schlagstöcken. Sie beobachteten interessiert das Geschehen, ohne gegen den Jugendlichen einzuschreiten.
Nach bislang unbestätigten Informationen soll sich unter den etwa 20 schaulustigen Polizeibeamten auch ein Vorgesetzter befunden haben. Ob dieser den Vorfall ebenfalls beobachtete oder sich vorsichtshalber hinter einem Betonpfeiler versteckte, konnte bislang nicht geklärt werden.
Schließlich erschien eine Frau in einem roten Mantel, die offenbar weniger Verständnis für die Bemühungen des Jugendlichen aufbrachte. Sie ging entschlossen auf ihn zu und verscheuchte ihn durch energisches Händeklatschen. Zuvor hatten noch zwei Polizeibeamte versucht, die Frau an ihrem Vorhaben zu hindern. Offenbar ist Klatschen zwischen den Akten des sich abspielenden Dramas verboten.
Der Jugendliche ließ daraufhin seinen Straßenpoller fallen und ergriff die Flucht. Die etwa 20 Polizeibeamten blieben unverletzt.
Die Frankfurter Polizei bittet in diesem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:
• Wer hielt sich am Abend des 31. Oktober 2026 in der Frankfurter Innenstadt vor dem betreffenden Schuhgeschäft auf und wenn nein, warum nicht?
• Wer vermutet, dass in diesem Schuhgeschäft Schulbücher angeboten werden, obwohl eine entsprechende Gewerbeerlaubnis nicht vorliegt?
• Wer kennt die beteiligten Polizeibeamten oder Personen, die diese Polizeibeamten schon einmal gesehen haben könnten?
• Wer ist Polizist und warum?
Für sachdienliche Hinweise ist weder eine Belohnung ausgesetzt, noch kann garantiert werden, dass die Polizei Sie nicht zwangsweise vorlädt, in ihren Diensträumen stundenlang warten lässt oder Ihnen auf andere Weise Unannehmlichkeiten bereitet.
Kommentare
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