06. Mai 2026 11:00

Klima und Politik Mhmmm Luisa, kein SDG-Käse schmeckt mir so wie diesaaa!

Jetzt auch mit freundlicher Unterstützung Ihrer Obama Foundation

von Axel B.C. Krauss drucken

Klimaaktivismus: Symbolische Darstellung der globalen Klimabewegung
Bildquelle: e-Redaktion Klimaaktivismus: Symbolische Darstellung der globalen Klimabewegung

Is’ ja’n Ding: Der ehemalige Hauptdarsteller der Politsoap „Eine schrecklich amerikanische Demokratie“, Barack Obama, zwitscherte auf X ganz freimütig, dass Polykrisen-Pinup-Girl Luisa Neubauer von seiner Stiftung, der Obama Foundation, unterstützt wird. Das machte natürlich sofort die Runde: Habt ihr schon gehört? JETZT wird mir alles klar! – so ein Großteil der Kommentare.

„Jetzt“. Der Vorteil am Älterwerden und vor allem an fleißiger Recherche-Arbeit ist ja, dass man solche Dinge irgendwann mit großer Gelassenheit, Humor und, je nach individueller Veranlagung, vielleicht auch mit essigsaurem Sarkasmus zur Kenntnis nimmt. „Jetzt“ wird alles klar. Es ist ja nicht so, dass Informationen dieser Art nicht schon seit vielen, vielen Jahren frei verfügbar im öffentlichen Raum gestanden hätten: Na sicher wurde Klimajodlerin Luisa von Anfang an in einer recht besehen, naja, „ein bisschen“ auffälligen Weise massenmedial ganz nach vorne auf den Gipfel des Nachhaltigkeits-Sinai gestellt und in den Publikumsfokus gerückt, als sei sie diesbezüglich die inkommensurabelste Fachfrau des Landes, wenn nicht der Welt, um den nach wie vor zu viel klimagiftige Butter konsumierenden Flug- und Bauschamleugnern, all den die Atmosphäre achtlos mit ausgelassenen Grillfesten verhunzenden und, seien wir ehrlich, ohnehin zu viel atmenden Kohlendioxidanten der Republik die Zehn Limits der Growthgebote zu überbringen.

Schon lustig: Der wahre Gipfel ist es, und zwar der Ironie, dass sämtliche ideologischen bzw. politischen Fundamente für diesen büro- und technokratischen Kreuzzug lange vor der Geburt von Millionenerbin Luisa (Jahrgang 1996) gelegt wurden. Was deshalb so witzig ist, weil ihr bescheinigt wurde und selbst heute noch attestiert wird – zum Beispiel auf Wikipedia, gegründet von Jimmy Wales, 2007 zum Young Global Leader des WEF ernannt – sie habe diese „Umwelt“- bzw. „Klima“-Bewegung initiiert. Dabei hatte das amerikanische Trüppchen von „Technocracy, Inc.“ doch schon 1930 davon geträumt, alle Bürger mit „Energiezertifikaten“ auszustatten, oder in heutiger Terminologie eben Emissionszertifikate. Was soll's.

Glücklicherweise wurden auch die familiären Hintergründe Neubauers bereits ausreichend beleuchtet, so dass ich hier darauf verzichten kann. Ähnlich wie ihre (familiäre) Mitstreiterin Carla Reemtsma, die Prinzessin Leia der sogenannten Nachhaltigkeit, die früher Haarschnecken über den Ohren trug und damit wie eine Prinzessin Leia des Klimakriegs der ESG-Compliance-Sterne wirkte und dereinst in voller Übereinstimmung mit einem der wichtigsten Ziele der Technokratie in einer Nothing but Talk-Show mahnte und warnte, die – nun gut, trotz aller berechtigten Zweifel sei dieses Wort verwendet – hiesige, also deutsche sogenannte Demokratie sei ganz einfach zu langsam, und ob man solche Fragen von welterlösender Dringlichkeit nicht lieber von „Experten-Gremien“ entscheiden lassen sollte, weil die viel schneller arbeiten könnten. Wirklich erstaunlich, solche ideengeschichtlichen Kontinuitäten. Wie auf den Werbeleib geschneidert, sozusagen. Weil’s auch so ist.

Jedenfalls kommt es unterraschend, wenn ein Obama – „jetzt“ aber! – eingedenk der Tatsache, dass es hier ohnehin überhaupt nichts mehr zu verheimlichen gibt, da längst öffentlich einsehbar, unbekümmert verkünden kann: Yeah, die arbeitet für uns. No shit, Barack. Wie bei so vielen anderen Themen gilt auch hier: Das Problem ist nicht, dass man das alles nicht hätte wissen können – hätte man längst –, sondern dass solche Informationen vom Mahlstrom des Mainstreams so lautstark überspült und -zuckert wurden, dass derlei Hintergründe in krude Sedimentschichten hinabgezogen wurden, wo sie lange von einer breiten Mehrheit unbeachtet blieben. Zumal die freieste Presse, die es je gab, Informationen solcher Provenienz, also aus den Tiefenschichten einer ansonsten eher mit journalistischer Wasserläufermentalität überhüpfte Realität, ja meistens erst dann bringt, wenn es sich, verdammt noch eins, einfach nicht mehr zurückhalten lässt, weil die lieben Medienkonsumenten bereits Bescheid wissen und in ihren Kommentaren neugierig fragen, ob man im Mittelstrom entweder unter Narkolepsie leide oder die Berichtbestattungen in einer vergessenen Basis auf der Rückseite des Mondes verfasst werden. Sagte ich Kommentare? Sofern die Spalten offenbleiben, statt gleich geschlossen zu bleiben, wenn Volk anders denkt als gewünscht.

Das ganze Geplänkel auf tagespolitischer und -medialer Theaterbühne ist ohnehin obsolet und lohnt keiner weiteren Beachtung, da die maßgeblichen und zielsetzenden Spezifikationen in puncto Klimakonformität nicht auf nationaler Ebene entschieden werden, sondern vor allem in der BIZ oder bei der Weltbank. Gute Frage: Was haben solche Banken bitte mit dem Klima zu tun? Arbeiten dort neuerdings nur noch Atmosphärenphysiker oder Klimaforscher? Sind BIZ und Weltbank jetzt unter die Umweltaktivisten gegangen? Also warum sie?

Nun: Weil das mit dem Weltklima mal so gar nichts zu tun haben will, sondern mit knallharter Machtpolitik und damit, ein technologisch hochgerüstetes, digital-doppelplusgutes panoptisches Regiment zu installieren, das mittels möglichst lückenloser Echtzeitüberwachung per Satellit Klimasünder nicht nur gnadenlos weltweit aufspüren, sondern schon auf monetärer Ebene durch klimagerecht programmiertes Geld transaktionsunfähig zu machen gedenkt.

Doch die allergrößte Ironie ist zweifellos, die Bevölkerungen von der vermeintlichen Notwendigkeit solcher Maßnahmen nicht nur überzeugen, sondern über ihre Köpfe hinweg einfach durchsetzen zu wollen. Denn das ist psychologisch einigermaßen widersprüchlich: Einerseits wird behauptet, die lieben Kleinen wären zu doof, rebellisch und renitent und verstünden deshalb nicht, wie richtich wichtich die Rettung des Planeten sei. Daher gäbe es keine andere Wahl, als die finale planetare Überhitzung und Verwandlung in marsähnliche Wüstenlandschaften konsequent dadurch zu verhindern, entsprechede Maßnahmen einfach zu oktroyieren. Gleichzeitig aber zeigen sämtliche Umfragen, dass die meisten der jahrelang propagandistisch Durchgekneteten sowieso bereit wären, auf das eine oder andere zu verzichten, wenn es doch die Welt rettet. Ja was denn nun? Dann braucht es aber keine technokratische Priesterkaste des richtigen Lebens im falschen.

Mit anderen Worten: Ginge es WIRKLICH nur um die Bewahrung des Planeten, ließe sich das ganz ohne technototalitäre panoptische Infrastrukturen errichten. Die braucht es dazu nicht. Bis heute gibt es daher – natürlich – keine einzige nachvollziehbare, logische Erklärung, inwiefern programmierbares Geld, dem die „Regelbefolgung“ bereits auf Software-Ebene innewohnt, oder Zertifikatehandel nun dazu beitragen sollen, dass die Atmosphäre sich ja nicht auf über 1.5, mittlerweile ja eher 2.0147 Grad erwärmt.

Millionenerbin Neubauer, die es bekanntlich gerne luxuriös mag und viel herumreist (100 Prozent klimaschonend, versteht sich), ist übrigens Mitglied der grünen Bürgerschreckpartei (Bündnis 90/Die Grünen). Soll noch jemand behaupten, Geschichte wiederhole sich nicht. Doch, manchmal schon. Denn wissen Sie was? Ich schließe jetzt eine Wette mit Ihnen ab: Wollen wir wetten, dass Mhmmmluisa sich ganz genau so entwickeln wird wie Jutta Dittfurth? Ja, dass wir hier eine neue Dittfurth im Entstehen sehen? Genauso herrisch, genauso paternalistisch, genauso von sich überzeugt – und genauso ahnungslos. Und genauso – naja so ähnlich – auftragsgerecht.

Bis nächste Woche.


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