Persischer Golf: Iran exportiert Millionen Barrel trotz Blockade
Supertanker steuern Richtung Singapur
von Tyler Durden drucken
Während sich andere Länder auf beiden Seiten von Hormus einreihen und auf Klarheit hoffen, ob sie diesmal tatsächlich passieren können, verliert Iran keine Zeit. Es bringt sein Öl über die Straße von Hormus aus dem Golf.
Zuvor hatten die Vereinigten Staaten die Seeblockade vor der Engstelle aufgehoben, und die Vereinigten Staaten und Iran beraten über einen Rahmen für ein dauerhaftes Friedensabkommen.
Auch wenn westliche Reedereien und Versicherer wegen der widersprüchlichen Signale dazu, wie offen die Straße von Hormus wirklich ist, weiterhin vorsichtig bleiben – schließlich war sie schon einmal geöffnet worden, nur um wenige Stunden später wieder geschlossen zu werden und mehr als einen Monat lang gesperrt zu bleiben –, drängt Iran darauf, jene Fässer außer Landes zu schaffen, die es in den vergangenen zwei Monaten nicht an der US-Blockade vorbeibringen konnte.
Mindestens drei Supertanker mit insgesamt sechs Millionen Barrel iranischem Rohöl machten sich am frühen Montag auf den Weg, die Straße von Hormus zu passieren. In der offenen Navigation des Automatic Identification System (AIS) gaben sie Gewässer vor Singapur als Ziel an, wie von „Bloomberg“ zusammengestellte Schiffsverfolgungsdaten zeigten.
Das ist die größte Menge iranischen Rohöls, die sich seit Kriegsbeginn am 28. Februar an einem einzigen Tag offen aus dem wichtigen iranischen Ölhafen auf der Insel Kharg hinaus und in die Straße von Hormus bewegt hat, wie „Bloomberg“ berichtet.
Die drei Tanker, die am Montag beim Auslaufen in die Straße von Hormus beobachtet wurden, signalisierten Ziele vor Singapur. Das Gebiet ist als Umschlagplatz für ship-to-ship (STS)-Transfers iranischen Rohöls bekannt, bevor es auf Tanker verladen wird, die überwiegend für Chinas unabhängige Raffinerien bestimmt sind, die sogenannten Teapots.
Der sprunghafte Anstieg iranischer Lieferungen aus dem Golf in die Gewässer nahe der Straße von Malakka und der Straße von Singapur würde Iran eine Rettungsleine bieten, um seine Exporte anzukurbeln, die in den vergangenen Wochen unter der US-Blockade gelitten hatten.
Quellen:
Kommentare
Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv nur registrierten Benutzern zur Verfügung.
Wenn Sie bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich mit dem Registrierungsformular ein kostenloses Konto erstellen.

