23. Juli 2026 22:00

Mamdanis New York Obdachlosen-Camp soll städtischen Strom anzapfen

Anwohner klagen über Müll und blockierte Gehwege

von Tyler Durden drucken

New York: Zelte entlang der West Side
Bildquelle: e-Redaktion New York: Zelte entlang der West Side

Sie haben es wahrscheinlich schon gesehen, wenn Sie den nahe gelegenen Eingang in Hell’s Kitchen zum Lincoln Tunnel benutzt haben …

Was als wachsendes Obdachlosencamp an Manhattans West Side begann, hat sich nach Angaben der „New York Post“ inzwischen zu einem Fall mutmaßlichen Stromdiebstahls ausgeweitet.

Berichten zufolge wurde am Dienstag beobachtet, wie ein Bewohner des weitläufigen Camps städtische Stromleitungen anzapfte, um eine provisorische Unterkunft nahe der West 34th Street zwischen der 11th und der 12th Avenue mit Strom zu versorgen. Das Camp erstreckt sich inzwischen über etwa zwölf Häuserblocks – von der 34th Street bis zur 46th Street in der Nähe des Intrepid Museum. Für Anwohner, Pendler und Touristen ist es zu einem immer sichtbareren Konfliktherd geworden.

Die „New York Post“ schreibt, Busfahrer und Beschäftigte aus der Umgebung berichteten, dass sich das Camp in den vergangenen Wochen immer weiter ausgebreitet habe. Die Zahl der Zelte nehme zu, während die Gehwege zunehmend blockiert würden.

„Das geht jetzt seit fast einem Monat so, und jedes Mal, wenn ich zurückkomme, ist es ein bisschen größer“, sagte ein Fahrer von FlixBus der „New York Post“. Nach seinen Angaben zwingt der Müll, der sich entlang des Gehwegs stapelt, wartende Fahrgäste dazu, auf die Straße auszuweichen. Einige Menschen aus dem Camp sollen Reisende zudem angesprochen und um Geld gebeten haben. Beschwerden bei der Stadtverwaltung hätten kaum sichtbare Reaktionen bewirkt, fügte er hinzu.

Polizisten wurden am Dienstag dabei beobachtet, wie sie die Person, der das Abzapfen von Strom vorgeworfen wird, anwiesen, die Verbindung zur Stromleitung zu trennen. An anderer Stelle des Camps beschlagnahmten Beamte Berichten zufolge Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen aus einer weiteren provisorischen Unterkunft. Trotz dieser Maßnahmen wird offenbar kaum damit gerechnet, dass der Einsatz die Größe des Camps deutlich verringern wird.

Bürgermeister Zohran Mamdani hat das grundsätzliche Vorgehen der Stadt verteidigt. Vorrang habe, obdachlose Menschen in Unterkünfte und schließlich in dauerhaften Wohnraum zu bringen, statt Camps lediglich aufzulösen und die Betroffenen von einem Viertel ins nächste zu verdrängen. Auf das Camp an der West Side angesprochen, sagte er, die Stadt werde die Lage prüfen.

Trotz der wachsenden Aufmerksamkeit waren Berichten zufolge auch in den Tagen nach der medialen Berichterstattung über das Camp weder Reinigungskräfte der Stadt noch Teams der Obdachlosenhilfe vor Ort zu sehen.

Das Camp selbst soll weiter gewachsen sein. Am Wochenende seien weitere Zelte hinzugekommen. Berichten zufolge zieht das Gebiet zudem Menschen mit Suchterkrankungen sowie Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter an. Das verstärkt die Sorgen von Geschäftsleuten und Anwohnern aus der Umgebung, die von einer fortschreitenden Verschlechterung der Zustände sprechen.

Quellen:

Information: Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von zerohedge.com zur Übersetzung bereitgestellt.


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