06. Juli 2024 06:00

Fußball – was ist aus dir geworden? EM in Deutschland: Alles nur Show und Ablenkung?

Wie man einen Volkssport durch Politik zerstört

von Manuel Maggio

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Bildquelle: matimix / Shutterstock Jungs und Fußball: Hier geht’s noch um Spaß und Teamgeist

Wir befinden uns mitten in der Europameisterschaft im eigenen Land. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich diese Kolumne schreibe, steht noch nicht fest, ob Deutschland gegen Spanien gewonnen hat. Doch dies spielt in Bezug auf meine Gedanken zum Thema Fußball rund um die Europameisterschaft zum Glück auch keine große Rolle. Obwohl – sollte die deutsche Nationalmannschaft dieses Jahr die EM gewinnen: Könnte es sich da um ein gewolltes Geschenk der Ablenkung für unser Land mitten in Europa handeln?

Ist es möglich, ein Fußballspiel – und somit auch den Ausgang eines Turniers – zu manipulieren? Ich habe keine Ahnung, doch wenn dies bereits im Jahr 1974 beim Spiel BRD gegen die DDR möglich gewesen war, dann müsste das im Jahr 2024 wohl noch weniger ein Problem sein. Sollte die Mannschaft mit den rosaroten Trikots dieses Jahr die EM gewinnen, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass wir es hier mit einer Ablenkungsshow zu tun haben. Bevor ich meine eher generellen Gedanken zum Volkssport Fußball mit Ihnen teilen möchte, zunächst einmal ein paar besondere Auffälligkeiten dieser EM.

Wenn wir schon beim Thema Manipulation sind: Was soll dieses nervige Prüfen aller kritischen Situationen durch eine Bildregie? Ich muss gestehen, dass ich bei der letzten WM in Katar keine einzige Spielminute und auch sonst keine Ligaspiele im Fernsehen verfolgt habe; daher ist diese ganze digitale Technik für mich dieses Jahr komplett neu. Worin besteht das Problem, hier einen Menschen als Schiedsrichter Entscheidungen treffen zu lassen? Mir gefällt diese Entwicklung und Entmenschlichung des Sports überhaupt nicht, und es wäre ein Indiz dafür, hier fast schon wie beim „Great Reset“ in die Falle der digitalen Überwachung getappt zu sein. Was mich aber fast noch mehr stört als die ständigen Unterbrechungen durch das digitale Überwachungsteam sind die weiblichen Kommentatoren. Oder müsste ich da korrekterweise Kommentatorinnen schreiben? Von mir aus können die gerne Damenfußball kommentieren; aber ich empfinde diese teilweise etwas männlich klingenden Frauen bei einer Europameisterschaft im Männerfußball einfach nur unangebracht.

Natürlich fällt auch der Rückgang der „Biodeutschen“ im Team der Nationalmannschaft auf. Hätte ich damals als Junge meinen Traum vom Fußballprofi ernster genommen, dann wäre vielleicht mein Nachname auf einem Trikot der Nationalmannschaft gelandet. Daher kann ich dies natürlich etwas humorvoll und differenziert betrachten. Es ist, wie es ist, und ich versuche hier lediglich, wertfrei meine Beobachtung mitzuteilen. Beim Spiel der türkischen oder italienischen Nationalmannschaft beispielsweise ist mir jedenfalls kein eher typisch deutscher Name aufgefallen. Oder spielt in einem anderen Land ein Thorsten Müller oder Norbert Bauer?

Dass die gesamte Europameisterschaft komplett mit Toleranz- und Vielfalt-Propaganda durchzogen ist, war für mich nicht weiter überraschend, daher möchte ich es an dieser Stelle bei den Gedanken zur aktuellen EM belassen und noch ein paar generelle Aspekte zum Thema Fußball aufgreifen.

Bereits mit sechs oder sieben Jahren bin ich in den ortansässigen Fußballverein eingetreten. Dies war für mich und mein Leben eine enorme Bereicherung. Wäre ich in den USA groß geworden, dann wäre es wohl der Baseball-Verein geworden, aber hier bei uns in Deutschland spielt man eben gerne Fußball. Als Junge war das einfach normal, und selbst die, die eigentlich kein Talent hatten, traf man damals in den 80er Jahren noch in den Dorfvereinen an. Wir spielten immer in den untersten Ligen, hatten Spaß und eine echte Gemeinschaft. Erst als ich mit 16 Jahren mehr Gefallen am Biertrinken und an den Mädchen gefunden hatte, war es langsam, aber sicher mit der aktiven Fußballerlaufbahn vorbei. Ich habe so viele schöne Erinnerungen, wenn ich an diese Zeit meiner Kindheit im Fußballverein denke – und das alles kann kein Instrument der Macht im Sinne von „Brot und Spiele“ gewesen sein.

Nicht nur auf dem Platz hatte ich Freude am Fußball. Etwa mit zwölf Jahren erlebte ich mein erstes Spiel in einem Stadion. Gemeinsam mit meinem Stiefvater, einem echten 60zger, wie man ihn hier in München so nannte, besuchte ich ein Spiel des TSV 1860 München. Die Löwen spielten in der Bayernliga gegen Türkgücü München. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen. Dieses volle Stadion und diese Stimmung haben mich sofort fasziniert. Auch hier kann ich mich noch an einige Erlebnisse meiner Jugend erinnern, die ich nicht missen möchte. Das gemeinsame Fahren zu Auswärtsspielen oder das Auf- und Absteigen des Vereins waren schon intensive Erfahrungen – in meinem Fall fast ausschließlich positive. Handelt es sich, wenn es um das Fan-Sein einer Mannschaft geht, um den Bereich, den man zu Recht als „Brot & Spiele“ bezeichnen kann? Ich denke ja. Sind die echten Erfahrungen im Bereich Gemeinschaft und Zusammenhalt deshalb etwas Schlechtes? Ich denke nein.

Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass Fußballspielen nichts ist, was man der Politik überlassen sollte. Der Machtsumpf in den Verbänden und die Verstaatlichung des Sportes generell sehe ich als großes Problem an. Den Vorteil einer funktionierenden Gemeinschaft in einem Verein, gepaart mit der sportlichen Betätigung an sich, betrachte ich hingegen als sehr förderlich und als Teil unserer Kultur. Wer Spiele des geliebten Vereins nicht mehr als Hobby ansieht und über die eigenen Interessen und die Bedürfnisse der eigenen Familie stellt, der hat wohl seine Ablenkungsshow gefunden. Fußball ist auf der einen Seite so falsch und so fern der eigenen Realität und kann auf der anderen Seite ein Instrument der individuellen Freiheit sein. Das Spielen in einem Verein fördert garantiert den Zusammenhalt in einer echten örtlichen Gemeinschaft. Daher mein Fazit zum Thema Fußball: Mehr Gemeinschaft, mehr Sport – weniger Politik und weniger Fan-Fanatismus.


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