04. Januar 2026 18:00

Freiheit und Verantwortung 2026 – Ein Jahr ohne Ausreden

Warum Warten keine Option mehr ist

von Volker Ketzer drucken

Aufbruch beginnt mit dem ersten Schritt.
Bildquelle: Eigenes Bild Aufbruch beginnt mit dem ersten Schritt.

Die Stille nach dem Lärm

Wie letzte Woche geschrieben:

Es war still geworden.

Nicht friedlich. Nicht versöhnt.

Sondern erschöpft.

Das vergangene Jahr hat uns nicht erlöst, sondern entkleidet.

Von Illusionen. Von Vertrauen. Von der Hoffnung, dass irgendjemand da draußen schon weiß, was er tut.

Am Ende blieb kein Lärm mehr, nur diese nüchterne Frage:

Und jetzt?

Diese Stille war kein Ende, sondern eine Vorbereitung.

Denn nach jedem Moment des Innehaltens kommt ein Punkt, an dem man sich entscheiden muss:

Bleibe ich stehen – oder gehe ich los?

2026 – Ein Jahr ohne Ausreden

2026 ist kein Jahr der Erholung.

Es ist ein Jahr der Klarheit.

Ein Jahr, in dem man nicht mehr so tun kann, als ließe sich Verantwortung delegieren.

Nicht an den Staat.

Nicht an die Politik.

Nicht an Mehrheiten.

Was vor uns liegt, ist kein sanfter Neubeginn.

Es ist ein Aufbruch ohne Ausreden.

2026 wird kein Jahr der Vorsätze.

Kein Jahr der guten Wünsche.

Kein Jahr der schönen Illusionen.

Es wird ein Jahr der Zumutungen – und ein Jahr der Klarheit.

Niemand kommt, um dich zu retten

Wir kommen aus zwölf Monaten, in denen sich viele noch einreden wollten, dass irgendjemand dort draußen die Verantwortung trägt:

der Staat, die Parteien, die Experten, irgendein politisches Phantom, das „für uns“ denken soll.

Aber 2025 hat eine Wahrheit ans Licht gezerrt, die man nicht mehr übersehen kann:

Niemand kommt, um dich zu retten.

Nicht der Staat, nicht die Demokratie, nicht der Markt – und ganz sicher nicht irgendwelche Mehrheiten, die je nach Thema schneller wechseln, als ein Sozialist die Finger in deiner Tasche hat.

Und das ist eine verdammt gute Nachricht.

Der Staat wird nicht besser – aber wir können es werden

Deutschland geht erschöpft ins neue Jahr.

Die Regierung taumelt von Krise zu Krise.

Die Ministerien produzieren Verordnungen und Umverteilungsfantasien, und jede neue „Reform“ ist eigentlich eine Einladung, ein bisschen weniger erwachsen zu sein.

2025 war das Jahr der politischen Elternrolle:

Der Staat sprach mit uns wie mit Kindern – bevormundend, verängstigend, moralisierend.

2026 wird das nicht ändern.

Im Gegenteil: Der Druck wird wachsen.

Neue Regeln.

Neue Überwachung.

Neue moralische Panik.

Neue Gesetze, neue Verbote, neue digitale Leinen.

Der Bruchpunkt

Aber genau das ist der Bruchpunkt.

Denn jede Übergriffigkeit des Staates hat einen paradoxen Effekt:

Sie weckt die Menschen auf.

Sie reibt den Schlaf aus ihren Augen.

Sie erzeugt Reibung, aus der – wenn wir sie nutzen – echte Freiheit entsteht.

Nicht weil Systeme plötzlich gut wären – sondern weil man ihr Scheitern nicht mehr ignorieren kann.

Zu lange haben wir geglaubt, es liege an falschen Entscheidungen oder unfähigen Personen.

Als müsste man nur ein paar Stellschrauben drehen, neues Personal, neue Parteien ans Ruder lassen, dann würde alles wieder funktionieren.

Aber das stimmt nicht.

Was wir erleben, ist kein Ausrutscher.

Es ist die logische Folge eines Systems, das Verantwortung zentralisiert, Menschen bevormundet und Freiheit gegen Sicherheit eintauscht.

Ein solches System kann gar nicht anders handeln.

Übergriffigkeit ist kein Unfall – sie ist das Ergebnis seiner Konstruktion.

Und genau das beginnen immer mehr Menschen zu verstehen:

Das Problem liegt nicht in der Umsetzung.

Es liegt im Prinzip, in der Struktur.

Die infantile Gesellschaft – und ihr Preis

Wir haben uns angewöhnt, politisch und emotional wie Kinder zu leben.

Wenn etwas schiefgeht, ist jemand anderes schuld.

Wenn wir Angst haben, soll uns jemand beruhigen.

Wenn wir verwirrt sind, soll uns jemand erklären, wie wir zu leben haben.

Diese Haltung ist bequem.

Und sie ist tödlich.

Ein Volk, das sich führen lassen will, bekommt kein Mitspracherecht, sondern eine Leine.

Und viele stören sich nicht einmal daran.

Sie verwechseln Sicherheit mit Mündigkeit.

Konformität mit Harmonie.

Anpassung mit Stärke.

Freiheit ist die Konsequenz von Verantwortung

Freiheit ist aber nie die Belohnung fürs Bravsein.

Freiheit ist die Konsequenz von Verantwortung.

Und genau das ist der Punkt, an dem wir 2026 stehen:

Wer in diesem Jahr frei sein will, muss erwachsen werden.

Nicht politisch.

Persönlich.

Freiheit beginnt im Kopf

Freiheit beginnt nicht im Grundgesetz – sondern im Kopf.

Wir können uns aufregen über neue Gesetze, neue Verbote, neue Kontrollfantasien.

Völlig zurecht.

Aber die tatsächliche Wahrheit ist härter:

Der erste, der deine Freiheit beschneidet, bist du selbst.

Mit deiner Angst.

Mit deinem Schweigen.

Mit deinem Warten.

Mit deiner Hoffnung auf „bessere Zeiten“.

Mit deinem Wunsch nach einem Staat, der dich endlich in Ruhe lässt, ohne dass du dich selbst bewegen musst.

Ein Jahr für Mündige

2026 wird ein Jahr, das keine emotionalen Kinder mehr verträgt.

Es wird ein Jahr, das Mündige braucht.

Nicht Perfekte.

Nicht Heilige.

Nicht Gurus.

Sondern Menschen, die sagen:

„Ich treffe Entscheidungen. Ich trage die Folgen. Ich lebe mein eigenes Leben.“

Selbstermächtigung ist der neue Widerstand

Es ist erstaunlich, wie viel Freiheit ein Mensch zurückgewinnt, sobald er sein mentales Eigentum zurückholt.

Sobald er aufhört, den Staat als Elternersatz zu sehen und ihn stattdessen als das betrachtet, was er ist:

ein übergriffiger Mitbewohner, den man nicht mehr um Erlaubnis fragt.

Nein, es geht nicht darum, den Staat zu stürzen.

Es geht darum, ihn nicht mehr zum Maßstab des eigenen Lebens zu machen.

Eigene Räume

2026 ist das Jahr, in dem wir die Bühne verlassen, auf der sich Politik wie ein schlechtes Theaterstück aufführt –

und in dem wir eigene Räume bauen.

Eigene Kreise.

Eigene Narrative.

Eigene Netzwerke.

Eigene Entscheidungen.

Eigene Schulen, eigene Währungen, eigene Regeln – wo es geht.

Wer so lebt, ist nicht unpolitisch.

Er ist unregierbar.

Was bleibt

Der Staat kann Regeln schreiben, aber er kann dir nicht deine Haltung nehmen.

Er kann dir Steuern stehlen, aber nicht deinen Mut.

Er kann dir Pflichten auferlegen, aber deine Würde entzieht sich seiner Macht.

Und genau das macht ihn nervös.

Wir sind nicht allein

Der positive Wendepunkt: Wir sind nicht allein.

Die Lüge der letzten Jahre war, dass wir isoliert seien.

Jeder rebellische Gedanke solle ein Einzelfall sein.

Jede Kritik ein Verrat.

Jede Abweichung eine Gefahr.

Aber das stimmt nicht mehr.

Der Grundton im Land verändert sich.

Leise.

Zögerlich.

Aber unaufhaltsam.

Es ist, als würden viele gleichzeitig zum ersten Mal denken:

„Vielleicht liegt es nicht an mir. Vielleicht liegt es am System.“

Und Systeme, die ihre Legitimität verlieren, sind nicht mehr stark.

Sie sind nur noch laut.

Ein Prüfstein

2026 ist ein Prüfstein – nicht für die Politik, sondern für uns.

Es wird keine einfachen Monate geben.

Aber es wird richtige geben.

Das ist der Unterschied.

2026 ist das Jahr, in dem du nicht mehr erklären musst, warum du skeptisch bist.

Warum du frei sein willst.

Warum du Eigenverantwortung ernst meinst.

Dieses Jahr wird der Moment, in dem du deinen Platz definierst:

als Zuschauer – oder als Akteur.

Und Akteure warten nicht.

Sie handeln.

Sie entscheiden.

Sie reden Klartext.

Also: Was tun?

Du musst nicht auf die Straße gehen.

Du musst nicht radikal werden.

Du musst nicht laut schreien.

Du musst nur aufhören zu warten.

Triff Entscheidungen.

Zieh Grenzen.

Bau deine Kreise.

Sprich klar.

Lebe frei – auch wenn es keiner erlaubt.

Und du wirst merken:

Ein Mensch, der für sich und sein Tun selbst Verantwortung trägt, ist das gefährlichste Wesen in einem System, das einen abhängig halten will.

Kein Schluss – ein Start

Schluss? Nein.

Ein Startschuss.

2026 wird kein Jahr der Wunder.

Aber es kann das Jahr werden, in dem wir erwachsen werden –

und endlich damit anfangen, unser eigenes Leben zurückzuerobern.

Nicht mit Wut.

Nicht mit Pathos.

Sondern mit Klarheit.

Mit Rückgrat.

Mit Haltung.

Mit dem festen Willen, nicht mehr auf Erlaubnis zu warten.

Denn die Wahrheit ist einfach:

Freiheit beginnt nicht mit einem Gesetz.

Sie beginnt mit einem Satz.

Deinem Satz.

Bleib frei im Kopf.


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