Fehlgeschlagener Griff nach der Weltherrschaft: Der Fall Fauci als Lehrstück
Vom vergötterten Wissenschaftspapst zum lächerlichen Schweiger – das eherne Gesetz des abnehmenden Grenznutzens schlägt zu
Das Streben nach Weltherrschaft ist so alt wie die Menschheit, obwohl ihre Erlangung aussichtslos ist. Auch einer der jüngsten Griffe nach der Weltmacht, auf der Basis einer mehr oder weniger absichtlich herbeigeführten Pandemiekrise, ist gescheitert.
Beschränkend auf das Machtstreben wirkt das eherne ökonomische Gesetz des abnehmenden Grenznutzens genauso wie auf alles andere. Je mehr man von einer Sache zusätzlich erlangen will, desto höher werden die Kosten der Erlangung einer zusätzlichen Einheit dieser Sache. Und desto geringer wird gleichzeitig der Zusatzgewinn. Nicht immer bei jeder zusätzlichen Erlangung ist das der Fall, insbesondere nicht am Beginn der Anreicherung dieser Sache. Aber je mehr man von der Sache schon hat, desto häufiger erfährt man die Auswirkungen dieses Gesetzes auf negative Weise.
Insbesondere in Bezug auf die Macht wissen Theologen von diesem Gesetz. Insbesondere, wenn sie auch Ökonomen sind, wie etwa der 2022 verstorbene Dr. Gary North. Sie wissen, dass jedes Streben nach Macht – also nach der Fähigkeit, das Verhalten anderer Menschen so zu steuern und zu kontrollieren, dass sie dem Machthaber nur nutzen und nicht schaden – ein vollumfängliches Detailwissen voraussetzt, das Menschen in ihrer zeitlichen und räumlichen Beschränktheit unmöglich besitzen können. Auch die künstliche Intelligenz ändert hieran nichts.
Vergangene Woche erlebten wir einen solchen Fall live und in Farbe, als die Grenzkosten eines Weltherrschaftsgriffs den Grenznutzen überschritten. Und zwar für eine ganz bestimmte Person, nämlich Anthony „ich repräsentiere die Wissenschaft“ Fauci, der während der Pandemie der Chefberater der US-Präsidenten in allen gesundheits- und pandemiepolitischen Fragen war. Dessen Wort Gesetz war. Der von Medien und von propagandisierten Menschen regelrecht vergöttert wurde. Nun ist er tief gefallen.
Der Immunologe, der bis 2022 18 Jahre lang auch das US „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ leitete, wurde vor einem Ausschuss des US-Senats zitiert. Er sollte über viele inzwischen aufgedeckte oder zumindest scheinbar aufgedeckte Unregelmäßigkeiten Rede und Antwort stehen. Es ging um die Frage des Ursprungs der Pandemie und darum, was Fauci wann darüber wusste. Es ging um die Hygienemaßnahmen und um den entsprechenden Durchsetzungszwang, der vielen Menschen die Gesundheit, die Existenz oder das Leben kostete. Es ging auch um die sogenannte Impfung und um alternative Behandlungsmaßnahmen.
Am 20. Januar 2025, seinem letzten Amtstag, hatte Präsident Joe Biden – oder jemand mit einer automatischen Unterschrift Bidens – eine allgemeine Begnadigung Faucis unterzeichnet, für alles, was der Immunologe von 2014 bis zu dem Datum verbrochen haben könnte. Dennoch berief sich Fauci im Ausschuss auf den fünften Zusatzartikel der Verfassung, also auf ein Schweigerecht. Er beantwortete nicht eine einzige Frage, selbst als ein Senator ihn nach dem aktuellen Wochentag, der Farbe seiner Krawatte und des Teppichs fragte. Immer und ohne Ausnahme berief sich Fauci auf sein Aussageverweigerungsrecht. Er gab sich damit der Lächerlichkeit preis und opferte sein hohes gesellschaftliches Ansehen.
Der selbe Senator befragte Fauci zu einer vergleichsweise kleinen Angelegenheit. Der Gesundheitschef soll seine von Steuergeldern bezahlten Mitarbeiter angewiesen haben, Institutionen zu kontaktieren und anzuregen, Fauci hohe Geldpreise zu geben, da er doch so heldenhaft die Menschheit rette. Insgesamt soll er sich damit um ungefähr 1.000.000 US-Dollar bereichert haben. So läppisch das im Vergleich zu den millionenfachen Schäden an Leben und Gesundheit ist, die Fauci möglicherweise mitverantwortet: Das ist eine Dimension, die Menschen noch begreifen können – und umso schädlicher für Faucis Ansehen. Es ist leichter, diese relativ kleine Korruption zu erkennen und den Korrupten zu verurteilen, als sich einzugestehen, was für einem anscheinend menschenverachtenden Monster man früher vertraut hat. Das Verhältnis von Grenznutzen zu Grenzkosten kippt wortwörtlich an der Marginalie, der „Grenze“.
Die ganze Welt fragt sich: Wenn er doch begnadigt ist, warum schweigt Fauci? Die naheliegende Antwort: Wenn er redet und die Wahrheit, die zu sagen er am Anfang der Anhörung schwur, ausbreitet, dann ist nicht nur er gesellschaftlich erledigt, sondern mit ihm der ganze Machtapparat, der ihn nach oben spülte und dort hielt. Der trotz seines mit 85 Jahren fortgeschrittenen Alters sehr rüstige Rentner wollte wohl nicht in naher Zukunft durch Selbstmord, eine plötzliche Krankheit oder einen unglücklichen, tödlichen Unfall sterben.
Und so wählte er einen Weg, der nur ihm allein den gesellschaftlichen Tod bringt. Sein Geld und sein sonstiges Vermögen wird er behalten. In materiell behaglicher Umgebung wird er weiterhin leben und vermutlich auch sterben – eines natürlichen Todes. Denn für die internationalistische Mafia hat er die Klappe gehalten. Er ist ein „made man“ dieser Mafia, ein Teil des Clubs. So urteilt Bret Weinstein, ein ehemaliger Professor für Evolutionsbiologie und jetzt erfolgreicher Podcaster und Kommentator des Zeitgeschehens.
Weinstein stellt die interessante Beobachtung auf, dass wir aufgrund dieser Anhörung zwei Dinge gelernt haben: Erstens sehen wir jetzt sehr klar, wie das System funktioniert – es ist eine Mafia. Zweitens aber sehen wir auch, wie machtlos wir diesem System gegenüberstehen. Er fügt dann aber gleich einen Vorschlag hinzu, was denn in dieser Situation zu tun sei. Nämlich auf Menschen guten Willens zugehen, die noch immer nicht verstanden haben, was passiert ist, und ihnen die Fakten auf den Tisch legen; der Zugang zu diesen Fakten ist nun einfacher als je zuvor. Der Anschein der offensichtlichen Korruption Faucis macht die Sache noch leichter. Diese Menschen sollen zu einer Neubewertung angeregt werden, anstatt sie zu konfrontieren. Das ist nicht viel, aber angesichts der Verhältnisse wohl das Einzige, was effektiv ist – langfristig.
Wir sehen eine Entsprechung dieses vergleichsweise kleinen Vorfalls gleichzeitig im Großen – in der hilflosen Herumtapserei Donald Trumps im Hinblick auf den von ihm losgetretenen Irankrieg. Der US-Präsident findet keinen Ausweg aus der Falle, in die ihn die neokonservativen Kriegshetzer gelockt und/oder getrieben haben. An der Spitze der Macht findet der große Kommunikator nicht mehr die richtigen Worte. Man kann eben nicht alles wissen, auch wenn man’s glaubt zu tun. Das gilt für den US-Präsidenten ebenso wie für seinen ehemaligen, hochbezahlten Berater Fauci, der den Rachen nicht voll genug kriegen konnte. Die Hegemonialmacht, die sich die Welt erobern wollte, ist mit der Realität des ehernen ökonomischen Gesetzes des abnehmenden Grenznutzens zusammengeprallt. Die internationalistische Mafia auch.
Quellen:
Bret Weinsteins Bewertung der Anhörung Faucis vor dem US-Senat - Youtube
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