29. Oktober 2026 22:00

USA Trumps unerfülltes Pflegeversprechen könnte Republikaner Stimmen kosten

Umfrage zeigt Rückhalt für Steuergutschriften in umkämpften Wahlkreisen

von Tyler Durden drucken

Angehörigenpflege: Viele amerikanische Familien warten auf steuerliche Entlastung.
Bildquelle: e-Redaktion Angehörigenpflege: Viele amerikanische Familien warten auf steuerliche Entlastung.

Eine wachsende finanzielle Belastung, die amerikanische Familien jedes Jahr Tausende Dollar kostet, entwickelt sich zu einem bislang wenig beachteten Thema bei den Zwischenwahlen 2026. Neue Umfragen deuten darauf hin, dass die Kosten für die Pflege älterer Angehöriger die Wahlentscheidung in einigen der am stärksten umkämpften Kongresswahlkreise des Landes beeinflussen könnten.

Während Inflation, der Irankrieg und die Grenzsicherheit die landesweite Debatte bestimmen, finden die steigenden Kosten für die Pflege von Familienangehörigen vergleichsweise wenig Beachtung.

Nach Angaben des amerikanischen Seniorenverbands AARP kümmern sich schätzungsweise 59 Millionen Amerikaner unentgeltlich um pflegebedürftige erwachsene Angehörige, Freunde oder Nachbarn. Eine aktuelle Studie des Finanzdienstleisters Edward Jones ergab, dass Menschen, die sich finanziell an der Pflege beteiligen und deren Ausgaben nicht vollständig erstattet werden, durchschnittlich 8.737 Dollar pro Jahr aus eigener Tasche zahlen. Das zwingt sie zu schwierigen Entscheidungen bei der Haushaltsplanung und der langfristigen Altersvorsorge.

Die finanziellen Belastungen zeigen sich auch bei den Ersparnissen für den Ruhestand. Untersuchungen des Employee Benefit Research Institute ergaben, dass 34 Prozent der pflegenden Personen über Ersparnisse und Kapitalanlagen von weniger als 10.000 Dollar verfügen. Bei Menschen ohne Pflegeverpflichtungen liegt dieser Anteil dagegen bei 25 Prozent.

Darüber hinaus ergab eine AARP-Umfrage in 43 umkämpften Kongresswahlkreisen, dass 77 Prozent der voraussichtlichen Wähler ab 50 Jahren eher einen Kandidaten unterstützen würden, der sich für Steuergutschriften zugunsten unentgeltlich pflegender Angehöriger einsetzt. Weitere 75 Prozent würden Kandidaten bevorzugen, die Hilfsangebote unterstützen, mit denen Pflegebedürftige weiterhin zu Hause leben können, anstatt in eine stationäre Pflegeeinrichtung ziehen zu müssen.

Ältere Amerikaner scheinen zudem besonders entschlossen zu sein, an den bevorstehenden Wahlen teilzunehmen. In derselben Umfrage bezeichneten sich 83 Prozent der Wähler ab 50 Jahren als äußerst motiviert, ihre Stimme abzugeben. Bei den jüngeren Wählern waren es lediglich 66 Prozent.

Wann kommt Trumps Steuergutschrift?

Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf 2024 versprochen, sich des wachsenden Problems anzunehmen. Er stellte eine Steuergutschrift für Amerikaner in Aussicht, die ihre alternden Eltern oder andere nahestehende Menschen pflegen.

„Es wird höchste Zeit, dass sie anerkannt werden, oder?“, fragte Trump damals bei einer Wahlkampfveranstaltung im Madison Square Garden.

Die geplante Steuergutschrift für pflegende Angehörige wurde jedoch letztlich nicht in Trumps umfassendes Steuer- und Ausgabengesetz aufgenommen, das er im Juli 2025 unterzeichnete. Auch ein von beiden Parteien unterstützter Gesetzentwurf, der anspruchsberechtigten berufstätigen Pflegepersonen eine Steuergutschrift von bis zu 5.000 Dollar gewähren würde, kommt im Kongress nicht voran.

Quellen:

Information: Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von zerohedge.com zur Übersetzung bereitgestellt.


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