10. Februar 2026 11:00

Freiheit Freiheitsimpuls

Meiden Sie die Epstein Files … und bleiben Sie in Handlungsfähigkeit und Licht

von David Andres drucken

Der Drang, jede dunkle Tür zu öffnen, ist stark.
Bildquelle: Pexels / Pixabay Der Drang, jede dunkle Tür zu öffnen, ist stark.

Sind Sie auch tagtäglich im Rabbit Hole des absoluten Bösen verschwunden? Haben Sie seit Tagen das Licht nicht mehr gesehen? Dann erlauben Sie sich, loszulassen und die Perspektive zu verschieben.

Es ist nun rund eine Woche her, dass das neue Konvolut der Epstein Files veröffentlicht wurde. Eine gewaltige Sammlung aus Videos, Fotos, E-Mails und Dokumenten, die das US-Justizministerium im Rahmen des „Epstein Files Transparency Act“ freigeschaltet hat. Jeder Mensch kann auf der Regierungsseite darauf zugreifen. Dreieinhalb Millionen Dateien. Ungefiltert. Unkommentiert. Unsortiert.

In einer halbwegs gesunden Welt – die vermutlich niemals existiert hat – wäre das jetzt der Moment, in dem große Redaktionen von Zeitungen und Nachrichtenmagazinen ihre Teams an diesen Berg aus Input setzen würden. Zig Dutzend Journalisten, unterstützt von Datenforensikern, Analysten und modernen KI-Systemen, die eine solche Material-Lawine strukturiert sichten könnten. Die fähig wären, das Ganze nach Wochen systematisch aufzubereiten und die angemessenen Sonderausgaben und Spezialformate zu publizieren. Doch diese Teams scheinen – zumindest in dem Ausmaß, das angemessen wäre – nicht zu existieren. Stattdessen durchforsten derzeit vor allem Privatmenschen diesen Abgrund – und fördern jeden Tag neue Ungeheuerlichkeiten zutage. Sind diese Privatmenschen auch Influencer und Content Creator, berichten sie davon auf Instagram oder TikTok. Viele jedoch lesen und schauen einfach nur, wenige direkt in den Files, die meisten im Feed ihrer Social-Media-App. Reel für Reel. Beitrag für Beitrag.

Sie auch?

Hinter der manischen Beschäftigung mit den Files steckt das Bedürfnis, die Hilflosigkeit angesichts des schieren Bösen irgendwie durch vollständige Übersicht in den Griff kriegen zu können. Was freilich unmöglich ist. Selbst wenn ein Mensch nur zehn Sekunden pro Datei bräuchte, wären das bei 3,5 Millionen Dateien immer noch 9.722 Stunden, also 404 Tage ununterbrochener Arbeit, ohne Schlaf, ohne Pausen und ohne mentale Zersetzung.

Kein Mensch kann das.

Kein Mensch soll können müssen.

Doch selbst die Beschäftigung mit nur einem Bruchteil des Materials führt schon zu einer Mischung aus heiligem Zorn, brennender Wut und realer Angst, die einen zerstört. Vor allem, wenn man, in der Wahrnehmung geschult, kurz darauf die diabolische Symbolsprache der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele sieht und merkt – sie sind alle noch da und sie hören nicht auf.

Daher lautet mein Freiheitsimpuls diese Woche – lassen Sie die Epstein Files links liegen. Noch einen Thread? Noch ein Dokument? Noch ein Video? Nicht aus Sensationslust, sondern aus dem zutiefst menschlichen Impuls heraus, die Ohnmacht durch Wissen zu bekämpfen?

Das funktioniert nicht.

Stattdessen erzeugt diese Dauerkonfrontation eine giftige Mischung aus Hilflosigkeit und innerer Schwärze, die naturgemäß wächst, wenn ein Geist sich nur mit dem Bösen beschäftigt, ohne dieses aktiv bekämpfen zu können.

Halten Sie stattdessen lebenspraktisch die Augen offen und prüfen Sie Ihr eigenes Umfeld wachsam auf mögliche Täter, denn die Abgründe, die sich auf der Insel abgespielt haben, geschehen überall. Wo Sie sind, wo Sie sich bewegen, da können Sie gegebenenfalls die Monster entlarven und stoppen. Sollten Sie religiös oder spirituell sein, nehmen Sie die Tatsache, dass das absolute Böse existiert, im Umkehrschluss als finalen Beleg für ein ebenso existentes absolutes Licht und wirken Sie auf dieses hin und in diesem, statt fortan täglich die eigene Seele in der gefühlten Verpflichtung verbrennen zu lassen, man müsse das ganze Böse der Welt im eigenen Kopf austragen.

Quellen:

https://www.justice.gov/epstein

Wie arbeitet man diese Datenflut auf?


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