Meinungsfreiheit: Freiheitsimpuls
Alternative Medien zur Normalität machen
von David Andres drucken
Freiheitsimpuls
Alternative Medien zur Normalität machen
… mit der Geste der Selbstverständlichkeit
Die Bestrebungen, die Medienlandschaft zu zensieren, nehmen offen Fahrt auf. Ein Gegenmittel? Offenbaren Sie sich als Konsument der alternativen Medien unter dem Motto: „Ja, was denn sonst?“
„Und ich glaube, wir müssen viel, viel mehr aufwachen, dass das unsere Gegner sind. und auch die Feinde von Demokratie sind.“ Mit diesen Worten sorgte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bei Markus Lanz für den endgültigen Dammbruch in Sachen Zensur-Phantasien der Mächtigen. Wenige Tage später zog die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB), Eva Flecken, nach, indem sie in einem Gespräch mit der Plattform Table Media sagte, dass man eigentlich immer nur einzelne Beiträge in den Blick nehmen darf und kann, es aber als absolute „Ultima Ratio“ denkbar sei, „ein ganzes Angebot zu verbieten“.
Daniel Günther zielte mit seinen Worten bei Markus Lanz vor allem auf NIUS ab, das derzeit wohl erfolgreichste Medienunternehmen dessen, was ich hier mal als „alternative Medien“ in einen Topf werfe. Der Mann, der seiner Partei im Osten schon 2018 eine Zusammenarbeit mit der Partei Die Linke empfahl und das Verbotsverfahren gegen die AfD befürwortet, machte keinen Hehl daraus, wieso ihn die widerborstigen Medien stören. Man habe ja gesehen, wie sie die Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf als Verfassungsrichterin torpediert hätten. Sie brächten einfach Unruhe in den politischen Betrieb, sie stören beim widerspruchslosen Durchregieren. Deswegen sind sie eine Gefahr für Unsere Demokratie ©, also das Parteienkartell aus CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken, dem so sehr an Demokratie gelegen ist, dass es nicht mal die Bundestagswahl neu prüfen lässt, obwohl sehr offensichtlich ist, dass das Bündnis Sarah Wagenknecht die 5-Prozent-Hürde dann doch nehmen würde und die aktuelle Regierung am Ende wäre – oder eben nicht obwohl, sondern genau deswegen.
NIUS-Chef Julian Reichelt sagt in einem kämpferischen Video gegen die neuesten Zensurbestrebungen, es sei kein Wunder, dass „kein Mächtiger“ jemals darauf käme, „ARD und ZDF, Süddeutsche und Spiegel zensieren zu wollen“, denn diese „verkünden, was erwünscht ist.“ Sogenannte Journalisten, die Preise aus der Hand von Politikern entgegennehmen und Bundesverdienstkreuze umgehängt bekommen, können keine Sein. „Der einzig wahre Journalistenpreis“, so Reichelt wirklich famos, „ist der Zorn der Mächtigen.“
Der Freiheitsimpuls für diese Woche lautet daher: Wo immer Sie gehen und stehen, reden Sie mit Ihren Mitmenschen über Ihren täglichen Konsum von Medien abseits des Mainstreams. Zitieren Sie die Freiheitsfunken, die Achse des Guten, den Kontrafunk, Tichys Einblick oder NIUS, hauen Sie Zusammenhänge, O-Töne und Einsichten mit Quellenangabe raus. Machen Sie darauf aufmerksam, dass die Skandale rund um Kulturstaatsminister Wolfram Weimer von Apollo News recherchiert wurden und das so stichhaltig und sauber, dass jedes Mainstream-Medium sie nicht nur aufgriff, sondern Apollo News sogar neutral als Quelle nannte und nicht in Framing-Begriffen wie „das umstrittene Portal“ oder das „rechtspopulistische Portal“. Gehen Sie ins Detail und erzählen Sie von Geschichten oder Sichtweisen, die sich nur in den alternativen Medien so finden lassen. Nehmen Sie so selbstverständlich die Worte eines Oliver Gorus, eines Alexander Kissler, eines Peter Hahne, einer Giovanna Winterfeldt oder eines Gerd Ganteför in den Mund, wie es die immer noch staatstreuen Mitbürger es mit den Worten Ihrer pädagogischen Vorgesetzten tun. Wichtig ist dabei der Gestus absoluter Selbstverständlichkeit. Frei nach dem Motto: „Klar lese und schaue ich nur noch die Unbestechlichen, die selbst Denkenden, die Freien. Alles andere wäre doch absurd.“ Zitieren Sie dabei gern den zwar schon in unseren Kreisen abgenutzten, für Konformisten aber weiterhin schockierend erfrischenden Satz: „Journalismus ist etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Werbung.“ Zwar stammt er wohl doch nicht von George Orwell, sondern aus ungeklärter Quelle, aber er bleibt unfassbar stichhaltig.
Was kann geschehen? Dreierlei.
Erstens: Ihr Gegenüber offenbart sich endgültig als verbissener und überzeugter Soldat der Armee von Unsere Demokratie © und ist somit verloren. Streichen Sie ihn von der Liste, sparen Sie Lebenszeit.
Zweitens: Ihr Gegenüber schwankt schon seit Langem, glimmt bereits und benötigt nur noch einen Freiheitsfunken mehr, um vollständig entzündet zu werden.
Drittens: Ihr Gegenüber lacht erleichtert auf, offenbart, schon längst ebenso zu denken und ist froh – ähnlich wie damals in der DDR – endlich jemanden gefunden zu haben, dem er vertrauen kann.
Der Fairness halber muss man übrigens sagen, dass die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB), Eva Flecken, in dem eingangs erwähnten Interview deutlich behutsamer vorgegangen ist als Daniel Günther. Um ein ganzes Medienangebot zu verbieten, müsse dieses sich „systematisch und beharrlich rechtswidrig verhalten“ und dies sei eine aus guten Gründen sehr hohe Hürde. Was allerdings als „Recht“ gilt, das wissen wir Freiheitlichen spätestens seit Corona, liegt in einem Staat, der selbst das Grundgesetz nur als Serviervorschlag behandelt, wieder in der Hand derer, die ihrerseits Zensurfantasien haben.
Quellen:
Markus Lanz vom 7. Januar 2026
Kämpfen! An NIUS entscheidet sich JETZT die Meinungsfreiheit! - Achtung, Reichelt! vom 14.01.2026
mabb-Direktorin Dr. Eva Flecken ordnet angebliches "Medienverbot" ein
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