28. Mai 2026 20:00

Gebäudeenergiegesetz Verbände warnen vor drastischem Rückgang von Mietwohnungen wegen Heizungsgesetz

Folgen für Mietwohnungen und Eigentümer

von Lydia Flaß drucken

Gebäudeenergiegesetz: Diskussion um Energie und Kosten
Bildquelle: Redaktion Gebäudeenergiegesetz: Diskussion um Energie und Kosten

Die neue Bundesregierung hat die Eckpunkte für eine Lösung beim Gebäudeenergiegesetz festgelegt. Nach dem Bericht geht es darum, wie die Vorgaben aus Habecks „Heizungsgesetz“ künftig ersetzt oder umgebaut werden sollen. Verbände warnen zugleich vor einem drastischen Rückgang von Mietwohnungen, weil Eigentümer auf die Regeln und Kosten reagieren.

Genau da liegt das Problem. Politisch beschlossen wird gern die schöne Absicht, bezahlt wird aber auf dem Markt. Wer Heizungen vorschreibt, Sanierungen erzwingt und Investitionsrisiken nach oben schiebt, sollte sich über weniger Neubau und weniger Vermietungsbereitschaft nicht wundern. Eigentum ist kein Dekor für Sonntagsreden. Es ist ein Rechenposten. Wenn die Rendite durch Auflagen, Unsicherheit und Folgekosten gedrückt wird, wandert Kapital eben ab. Das ist kein Moralversagen. Das ist Anreizlogik.

Die Warnung der Verbände klingt nach interessensgetriebener Lobby, trifft den Kern aber trotzdem. Mietwohnungen entstehen nicht auf Zuruf, sondern dort, wo Kosten kalkulierbar bleiben. Jede zusätzliche Pflicht für Eigentümer erhöht das Risiko. Jede neue technische Detailvorgabe macht Wohnungen teurer. Und jede politische Fantasie, man könne den Bestand per Verordnung modernisieren, endet meist mit höheren Mieten, weniger Angebot und mehr Streit über Ausnahmen. Die Rechnung verschwindet nicht. Sie wird nur auf Mieter, Vermieter und Steuerzahler verteilt. Möglichst unübersichtlich, damit es am Ende niemand merkt.

Besonders beliebt ist die Täuschung, Regulierung sei ein sauberer Weg zu mehr Klimaschutz oder bezahlbarem Wohnen. In Wirklichkeit verschiebt sie Knappheit. Sie schafft keine zusätzlichen Handwerker, keine günstigeren Geräte, keine Wohnungen aus dem Nichts. Sie lenkt nur Ressourcen um, oft in die teuerste Richtung. Wer den Bestand mit immer neuen Auflagen belastet, bremst Investitionen und verknappt das Angebot. Danach wundert man sich über steigende Preise. Das ist politisches Theater mit Baukosten.

Am Ende bleibt die alte Lehre: Der Wohnungsmarkt braucht Planungssicherheit, weniger Eingriffe und verlässliche Eigentumsrechte. Stattdessen bekommen Eigentümer neue Unsicherheit und Mieter das nächste Stück Mangelverwaltung. Kosten verschwinden nicht. Sie wechseln nur die Adresse.


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