Der große E-Auto-Förder-Missbrauch!: Porsche, Tesla, BMW: Die niedrigsten Einkommen bestellen die teuersten Autos
Viele Anträge stammen aus niedrigster Einkommensklasse
von Yorck Tomkyle drucken
Die Bundesregierung will mit drei Milliarden Euro den Kauf von E-Autos fördern, vor allem für Menschen mit geringerem Einkommen. Nach den vorliegenden Angaben stammen viele Anträge aus der niedrigsten Einkommensklasse, zugleich finden sich darunter auffällig oft teure Modelle von Tesla, BMW, Mercedes und sogar Porsche. Das zuständige Ministerium verweist auf Selbstauskünfte und darauf, dass es bislang nur wenige Bewilligungen gebe.
Man erkennt an solchen Vorgängen den Zustand einer Gesellschaft, die den Preis politischer Wohltaten längst vergessen hat. Sobald der Staat Kaufentscheidungen bezuschusst, zieht er nicht nur Geld aus den Taschen anderer, sondern lädt auch zum Tricksen ein. Die Förderung wird dann zum Spielfeld für jene, die Formulare besser lesen als andere oder sich von ihnen nicht mehr aufhalten lassen wollen. Wer ein System mit Milliarden füttert, sollte sich nicht wundern, wenn es sofort nach Mitnahme riecht.
Besonders bezeichnend ist der soziale Anstrich dieser Maßnahme. Offiziell sollen Familien mit schmalem Budget unterstützt werden. In der Praxis erscheinen laut den Angaben überdurchschnittlich viele Antragsteller im Rentenalter, viele ohne relevante Kinderangaben, und ausgerechnet bei den teuersten Autos häufen sich die Anträge aus der niedrigsten Einkommensklasse. Das ist kein feiner Fehler am Rand, sondern ein typisches Resultat zentral gesteuerter Umverteilung: Sie trifft selten die, für die sie angeblich gebaut wurde, aber fast immer jene, die sich im Dickicht der Regeln am geschicktesten bewegen.
Der moderne Staat tritt in solchen Momenten nicht als Ordnungsmacht auf, sondern als Erziehungsanstalt mit Scheckbuch. Er will das Kaufverhalten lenken, das Klima retten, soziale Gerechtigkeit herstellen und am Ende noch den richtigen Lebensstil belohnen. Zurück bleibt eine Verwaltungsgesellschaft, in der Bürger sich nicht mehr aus eigener Kraft entscheiden, sondern ihre Ansprüche in vorgezeichneten Förderbahnen anmelden. Das ist kein Zeichen von Fortschritt, sondern von geistiger Verarmung im öffentlichen Leben.
Hinzu kommt die übliche Flucht ins Ungefähre: Selbstauskunft, begrenzte Bewilligungen, keine repräsentativen Aussagen. So klingt ein Apparat, der viel Geld verteilen will, aber möglichst wenig wissen möchte. Wer Milliarden über Einkommen und Fahrzeugwahl verteilt, ohne die Anreizstrukturen ernst zu nehmen, produziert genau das, was jetzt sichtbar wird: Anspruchsdenken, Schlupflöcher und einen neuen Stand von betreuten Vorteilsnehmern.
Freiheit hätte hier eine einfachere Antwort: kein Zuschuss, keine Zielgruppe, kein Fördertheater. Wer ein Auto kaufen will, soll es selbst bezahlen. Alles andere ist am Ende nur ein teures Lehrstück darüber, wie schnell sich Fürsorge in Bevormundung und Bevormundung in Missbrauch verwandelt.
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