18. August 2026 18:00

Politikstil Siegmund spielt Sozialisten in der AfD aus

Maskuline und amerikanische Coolness statt preußischer Pose

von Sascha Blöcker drucken

Grok
Bildquelle: Eigenes Bild Grok

Wie Ulrich Siegmund die Sozialisten in der AfD ausbootet

Ulrich Siegmunds politische Auftritte sind von einer intensiven, mitreißenden Energie geprägt, die deutliche Parallelen zu den Wahlkämpfen des argentinischen Präsidenten Javier Milei und des amerikanischen Präsidenten Donald Trump aufweist. Bei Milei war es die explosive Mischung aus rockstarähnlicher Direktheit, ungebremster Leidenschaft und der Fähigkeit, große Menschenmengen in einen fast ekstatischen Zustand zu versetzen. Trump wiederum beherrschte die Kunst der energiegeladenen Massenveranstaltungen, in denen jedes Wort, jede Geste und jede Pause die Menge elektrisierte. Genau diese Dynamik findet sich bei Siegmund wieder. (in deutscher Auslegung) Er betritt die Bühne nicht als steifer Funktionär, sondern als jemand, der die Luft mit Präsenz füllt. Seine Reden sind rhythmisch, seine Gestik kraftvoll, sein Blick sucht den direkten Kontakt zum Publikum. Die Energie ist nicht künstlich aufgepumpt, sondern wirkt authentisch und ansteckend. Wo andere Politiker noch mit Manuskripten ringen, strahlt Siegmund eine Selbstverständlichkeit aus, die an die großen amerikanischen und argentinischen Kampagnen erinnert. Die Menschen spüren, dass hier jemand steht, der nicht nur spricht, sondern führt – mit der gleichen ungebremsten Kraft, die Milei die Straßen Argentiniens und Trump die Hallen Amerikas erobern ließ. Diese Parallelität ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines modernen Politikverständnisses, das auf unmittelbare emotionale Wirkung statt auf abgehobene Rhetorik setzt, und Siegmund ist der einzige Politiker in Deutschland, der das kann und verstanden hat.

Warum das gut ist

Der Unterschied im Umgang mit kritischer Berichterstattung wird besonders deutlich, wenn man Siegmunds Reaktion auf das „Spiegel“-Cover mit dem peinlichen Rumgebrülle von Björn Höcke vergleicht. Als der „Spiegel“ Siegmund auf dem Titelblatt zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“ erklärte und ihn im Stil eines Fahndungsplakats abbildete, reagierte er mit kühler Souveränität. Er signierte Exemplare des Magazins, lächelte in die Kameras und bezeichnete die Titelgeschichte als „sehr gute Werbung“. Kein Aufschrei, keine Empörung, keine öffentliche Selbstzerfleischung. Stattdessen verwandelte er den Angriff in einen Triumphzug. Höcke hingegen geriet außer sich, als eine Zeitung ihn einmal „Bernd“ statt Björn nannte. Das peinliche Rumgebrülle, die empörten Statements, die übertriebene Reaktion auf einen simplen Namensfehler – all das wirkte wie die Überreaktion eines Mannes, der sich in seiner Ehre getroffen fühlte. Während Siegmund den Medienangriff mit einem Schulterzucken und einem Lächeln abtat, zeigte Höcke, wie dünnhäutig und uncool er wirklich ist. Dieser Kontrast ist lehrreich: Der eine beherrscht die Situation, der andere lässt sich von ihr beherrschen. Siegmund demonstriert dadurch eine innere Stärke, die weit über die momentane Nachrichtenlage hinausreicht. Für uns ist das gut, denn diese Lockerheit kann die sozialistische Preußenfraktion innerhalb der AfD nicht aufbringen. Ihre Anhänger und Sugar-Daddys wären enttäuscht. Aber es sind eben diese, die darüber hinwegtäuschen, dass ihre Kandidaten sträflich unterqualifiziert sind. Zumindest für AfD-Verhältnisse. Es besteht meiner Meinung nach ein direkter Zusammenhang zwischen Siegmunds Erfolg und Höckes möchtegerncoolem und lockerem Caprio-Video. Höcke merkt offensichtlich, dass sein alter Stil obsolet wird. Das Video, in dem er sich im Cabrio inszeniert, war ein Versuch, die neue, lockere Note zu treffen. Doch die Imitation einer lockeren Person ist krachend gescheitert. Warum? Weil sie erzwungen wirkte. Die Kameraeinfahrten, die gestellte Nonchalance, das Bemühen, abgeklärt auszusehen – all das wirkte wie die Bemühung eines Mannes, der spürt, dass der Zug abgefahren ist. Dieser Wandel in der Inszenierung seiner eigenen Person liegt in Siegmunds Dominanz begründet. Während Siegmund die neue Form natürlich beherrscht, muss Höcke sie nachahmen – und scheitert genau daran. Die Dominanz des Jüngeren zwingt den Älteren zu Anpassungsversuchen, die seine Unsicherheit nur noch deutlicher machen.

In Gänze überholt und schrottreif

Der altbackene, möchtegernpreußische Stil hat ausgedient. Diese steife Haltung, das pathetische Pathosgehabe, die künstliche Härte und das dauernde Anspielen auf preußische Tugenden wirken heute wie aus einer anderen Zeit. Die Menschen spüren, dass dahinter oft nur Pose steckt. In einer Welt, die von Bildern, Videos und unmittelbarer Authentizität geprägt ist, verliert der steife, distanzierte Stil seine Wirkung. An seine Stelle tritt ein amerikanisch von Coolness geprägter Politikstil: locker, selbstsicher, nahbar und trotzdem dominant. Coolness bedeutet hier nicht Weichheit, sondern die Fähigkeit, unter Druck ruhig zu bleiben, mit einem Lächeln zu führen und die Menschen mitzunehmen, ohne sie zu belehren. Dieser Stil ist erheblich maskuliner und zeitgemäßer. Er verzichtet auf den steifen Kragen, die möchtegern-militärische Haltung von Nicht-Soldaten, und setzt auf natürliche Autorität. Siegmund verkörpert genau diesen Wandel. Er zeigt, dass man stark sein kann, ohne steif zu sein, dass man führen kann, ohne zu posieren.

Krah hatte es auch versucht

Noch deutlicher wird der Unterschied bei der Publikumsbegeisterung. Ulrich Siegmund wird im Wahlkampf von wahren Menschenmassen empfangen, wie ein Popstar. Die Menschen stehen Schlange für Selfies, halten T-Shirts hin, jubeln, wenn er die Bühne betritt. Die Energie ist spürbar, die Begeisterung echt und nicht inszeniert. Ganz anders sieht es bei den peinlichen Inszenierungsversuchen von Maximilian Krah aus. Seine Auftritte wirken noch heute erzwungen, die Menschenmengen klein, die Begeisterung künstlich. Während bei Siegmund die Menge lebt, bleibt bei Krah oft nur die leere Bühne (metaphorische Bühne) und der peinliche Versuch, Größe und Begeisterung zu simulieren. Der eine füllt die Plätze, der andere füllt sie mit Aufwand – und scheitert trotzdem. Tatsächlich war es Krahs peinlicher Versuch, mir mit einem Jabba-the-Hutt-ähnlichen Körper zu erklären, was echte Männer täten und was nicht, der mich sehr weit von der AfD entfernte. Dieses Video war Teil seiner Möchtegern-Trump-Inszenierung, und für mich hat keines davon funktioniert.

Männlichkeit

Wie in meinem letzten Artikel ausführlich dargelegt, zeigt sich hier der Unterschied in der Männlichkeit der jeweiligen Politiker besonders klar. Siegmunds Männlichkeit ist positiv hervorgehoben: Er verkörpert das alte Männerbild – standhaft, beherrscht, ohne Weinen, ohne öffentliches Zurschaustellen von Gefühlen, ohne weiche Selbstoffenbarung. Er führt, ohne zu jammern. Er bleibt ruhig, wenn andere laut werden. Krah und Höcke hingegen imitieren nur Männlichkeit – und das nicht besonders gut. Bei ihnen zeigt sich eine pseudomännliche Haltung, die entweder in peinliche Theatralik abgleitet oder in empfindliche Überreaktionen. Das alte Männerbild verlangt Standhaftigkeit, nicht Gefühlsausbrüche. Es verlangt Dominanz durch Präsenz, nicht durch Geschrei und Offiziersgehabe. Siegmund erfüllt dieses Bild. Die anderen fallen dahinter zurück.

Fazit:

Ulrich Siegmunds Art der Präsentation von Politik vereint die explosive Energie der Wahlkämpfe von Milei und Trump mit einer kühlen Souveränität im Umgang mit einem deutschen Publikum. Er wird von Menschenmassen wie ein Popstar empfangen, während die Versuche anderer peinlich wirken. Der altbackene, möchtegernpreußische Stil weicht einem amerikanisch von Coolness geprägten Politikstil, weil er schlicht nicht mehr trägt. Höckes Caprio-Video zeigt, dass selbst er den Wandel spürt – doch seine Imitation scheitert, und selbst in der „Honigwarbe“ (rechter Podcast) war man sich nicht sicher, was man davon halten solle, und wir sprechen hier über zwei seiner wahrscheinlich größten Unterstützer Höckes im rechten Vorfeld. Es gibt einen Grund, warum wir bei Siegmunds Auftritten keine Unsicherheiten verspüren. Das liegt an der natürlichen Dominanz Siegmunds. In der Frage der Männlichkeit bestätigt sich das alte Bild: Standhaftigkeit ohne Weinerlichkeit, Stärke ohne Pose. Siegmund verkörpert genau das – und setzt damit den Maßstab für eine neue, zeitgemäße Form politischer Inszenierung – und das auch endlich in Deutschland.


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