Verwaltung: So dringt die Mafia in deutsche Behörden vor
Folgen von Zentralisierung und Regulierungswut
von Yorck Tomkyle drucken
Bei NIUS Live soll am 15. September unter anderem darüber gesprochen werden, wie Mafia-Strukturen in deutsche Behörden hineinwirken. In der Sendung treten dazu der Politikchef von Apollo News, Max Roland, und der Arche-Pressesprecher Wolfgang Büscher auf. Daneben stehen weitere politische Themen auf der Tagesordnung, vom neuen Rundfunkstaatsvertrag bis zu hohen Spritpreisen und dem Wirrwarr um die Vertrauensfrage.
Dass organisierte Kriminalität überhaupt bis in Behörden vordringt, ist kein Randthema, sondern ein Alarmzeichen für den Zustand des ganzen Apparats. Wo Macht, Geld und Zuständigkeiten in großen Verwaltungen konzentriert sind, entstehen nicht nur Reibungsverluste, sondern auch Einfallstore für Korruption, Filz und stille Komplizenschaft. Der moderne Staat tritt gern als Hüter von Ordnung auf; in der Praxis schafft er oft genau jene undurchsichtigen Strukturen, in denen sich kriminelle Netzwerke einnisten können.
Die eigentliche bittere Pointe liegt darin, dass immer neue Zuständigkeiten das Problem meist vergrößern. Je mehr Regeln, Genehmigungen, Kontrollen und Sonderwege nötig sind, desto wertvoller werden Beziehungen, Ausnahmen und Zugänge. Eine Gesellschaft, die ihr Leben über Behörden organisiert, macht sich abhängig von Stellen, die sie weder überblicken noch wirksam kontrollieren kann. Aus Bürgern werden Bittsteller, aus Regeln wird Beute, aus Öffentlichkeit Verwaltungsschatten.
Das ist kein Zufall, sondern die logische Folge eines Systems, das Verantwortung nach oben zieht und damit unten entkernt. Wo Eigentum, Vertrag und Selbstverantwortung schwächer werden, wächst die Macht der Instanzen, die alles regeln wollen. Und wo der Staat sich immer tiefer in Wirtschaft, Medien und Alltag schiebt, wird auch die Versuchung größer, diese Strukturen zu unterwandern oder zu kaufen. Die Mafia sucht nicht das freie Feld; sie sucht das Dickicht der Macht.
Man erkennt an solchen Vorgängen den Zustand einer Gesellschaft. Eine müde Republik glaubt, Probleme durch mehr Behörden lösen zu können, und bemerkt zu spät, dass sie damit nur neue Schlupflöcher schafft. Wer die Macht zentralisiert, sammelt nicht nur Kompetenz, sondern auch Korruption. Am Ende steht nicht die geordnete Gemeinschaft freier Menschen, sondern eine verwaltete Landschaft, in der selbst das Verbrechen Anschluss an die Bürokratie findet.
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