Polykrise: Es (das Preissystem) wird erledigt werden!!! Ob mit oder ohne „Disclosure Day“
Technokratie, geopolitische Spannungen und außerirdische Einflussnahmen im Kontext der Multipolaren Weltordnung
So manche Agenda scheint wohl eine Art inoffizielles Verfallsdatum zu haben, eine Ablauf- oder Haltbarkeitsfrist, von der die Bevölkerungen dieser Welt offenbar nichts wissen sollen. Dieser Eindruck drängt sich angesichts des Ingrimms, ja der regelrechten Gnadenlosigkeit, mit der die sogenannte „Multipolare Weltordnung“ unter dem öffentlich zur Schau gestellten Banner der „Polykrise“ umgesetzt werden soll, jedenfalls auf: Es scheint tatsächlich, als solle ein permanenter „Ausnahmezustand“ etabliert werden, ein dauerhafter Krisen-, Konflikt- und Kriegsmodus, wie ihn dereinst schon Eric A. Blair/George Orwell zwischen den drei großen Machtblöcken der Welt (Ozeanien, Eurasien und Asianien) in seinem heute gewissermaßen schon überholten – von der aktuellen Weltlage überholten – „1984“ beschrieb.
Anders ist schwer zu erklären, warum Technokraten-Präsident Trump so vehement auf die Einverleibung Grönlands in das „Große Amerikanische Technat“, sprich „Ozeanien“, drängt (siehe mein letzter Kolumnenbeitrag). Eine Forderung, die er jüngst mit den unmissverständlichen Worten erneuerte: „Es wird erledigt werden!“ (Live-Blog der FAZ zur Lage, 19. Januar 2026).
Auch wenn diese Idee einer Aufteilung der Welt zwischen drei großen Platzhirschen eigentlich gar nicht Orwells schriftstellerischer Phantasie entsprungen war, sondern er sie der erstaunlich „prophetischen“ Gabe eines James Burnham entlehnt hatte, der einige Jahre vor ihm (1942) in seinem Buch „The Managerial Revolution“ die Welt in eben diese drei großen Kuchenstücke schnitt – auch wenn ihm dabei eine andere Konstellation vorschwebte. Denn auch Burnham, der ursprünglich annahm, Deutschland und Japan würden zu den Gewinnern des Zweiten Weltkriegs gehören und maßgebliche Spieler in dieser neuen Ordnung sein, lag etwas daneben. Und auch, was die dabei verwendeten Methoden betrifft, denn Krieg allein – auch wenn er eindeutig zur Errichtung des „Globalen Technats“ zum Einsatz kommt, siehe Ukraine, siehe Gaza als „Trittsteine“ auf dem Weg dorthin – tut es nicht. Nochmal kurz zur Erinnerung:
„Burnham machte deutlich, dass nach dem Zweiten Weltkrieg noch viele weitere Kriege geführt werden müssten, bevor sich die Managergesellschaft endgültig durchsetzen könne. Dieser andauernde Krieg würde zur Zerstörung souveräner Nationalstaaten führen, so daß nur eine kleine Anzahl großer Nationen überleben würde, die in den Kernen von drei »Superstaaten« gipfeln würden. […]“ (C. Chung, „Das Leben von James Burnham: Vom Trotzkismus über den italienischen Faschismus zum Vater des Neokonservatismus“).
Die permanenten Kabbeleien zwischen diesen drei „Superstaaten“ sind allerdings schon Wirklichkeit: Die EU bzw. Eurasien und auch China (Asianien) sinnieren bereits darüber, wie dem vom ozeanischen Poltergeist angerichteten Kuddelmuddel, genauer: „seinen“ „neuen“ Strafzöllen zur Forcierung einer alten technokratischen Vorstellung über fortgeschrittene Wirtschaftskybernetik zu begegnen sei. Denn diesem Zweck dienen die „Strafzölle“ ja: Verteuerung von Preisen und Regulierung von Wirtschaftstätigkeit nach technokratischem Vorbild. Dasselbe gilt für die von Eurasien erhobenen Zölle auf asianische E-Autos. Auch dabei schwingen planwirtschaftliche Anwandlungen das Tanzbein: „Mindestpreise“ – Stichwort Mindest, sprich politisch regulierte – „statt Zusatzzölle: Wie China und die EU den E-Auto-Streit entschärfen wollen. Peking verkündet eine Rahmeneinigung mit der EU zu Zöllen auf chinesische Elektroautos. Was wie ein Durchbruch klingt, ist von einer konkreten Lösung aber noch weit entfernt.“ (Süddeutsche, 12. Januar 2026). Natürlich gibt es noch keinen Durchbruch. Warum endgültige Klärung, wenn man die Gelegenheit zur – permanenten – ökonomischen Nach- und Feinjustierung nutzen kann?
Wenn also die holde Trilateralität (USA, EU, China und/oder BRICS) mittels solcher Maßnahmen Preise steigen lassen wird, weckt auch das wieder Erinnerungen an ältere Vorschläge, nämlich der dreifaltigen Kommission, die ja schon 1978 empfahl, die „trilateralen Regierungen“ sollten über „Mechanismen zur Erhöhung der Preise“ nachdenken und „spezifische Energiesteuern einführen“, da in Zukunft „für die internationalen Ziele immer mehr Geld benötigt werden wird“.
Für diejenigen, die von den ursprünglichen Planungen der technokratischen Bewegung diesbezüglich, also vom „wissenschaftlichen Management“ des Preissystems, noch nie gehört haben:
„Die Technokratie ist der Ansicht, dass die Produktion und Verteilung eines Überflusses an materiellem Reichtum in kontinentalem Maßstab zur Nutzung durch alle Bürger des Kontinents nur durch eine kontinentale technologische Kontrolle, eine Governance der Funktionen, ein Technat, erreicht werden kann. [...] Das Einkommen wird der Öffentlichkeit in Form von Energieausweisen gewährt. […] Sie werden individuell an jeden Erwachsenen der Gesamtbevölkerung ausgegeben. […] Die Aufzeichnung des Einkommens und der Ausgaben erfolgt über die Verteilungsreihenfolge [das vorgesehene Transaktionsbuch, heute „Ledger“ bzw. globale Blockchain, meine Anmerkung] […], so dass es für die Vertriebskette jederzeit ein Leichtes ist, den Kontostand eines unbekannten Kunden zu ermitteln. […] Die Energieausweise enthalten außerdem die folgenden zusätzlichen Informationen über die Person, für die sie ausgestellt wurden: ob sie ihren Dienst noch nicht angetreten hat, ob sie gerade Dienst tut oder ob sie im Ruhestand ist [wenn der Dienst für das Technat mit Energieausweisen belohnt wird] […] Geschlecht, […] das geografische Gebiet, in dem sie wohnt, und […] den Arbeitsplatz, an dem sie arbeitet.“ („Studiengang Technokratie. Ein Überblick über die Elemente von Wissenschaft und Technik, die für das Verständnis unseres sozialen Mechanismus wesentlich sind. Eine Analyse des Preissystems – die soziale Synthese der Technokratie“, Technocracy Inc., 1934–36, S. 5, S. 230–31)
Das kapitalistische Preissystem wurde als ineffizient, verschwenderisch und ungerecht angesehen. Stattdessen – siehe obiger Auszug – sollten die Preise an den Energieverbrauch der Produktion aller notwendigen Güter gekoppelt werden:
„Durch die Abschaffung des kapitalistischen »Preissystems« schlug die Technokratie vor, die Kosten für Waren und Dienstleistungen auf der Grundlage der Energiekosten für die Produktion zu bestimmen. Alle zwei Jahre würde eine entsprechende Anzahl von »Energiezertifikaten« erstellt werden – unter Aufsicht der Kontinentalen Kontrolle –, die dem geplanten Gesamtenergieverbrauch des Technats entsprechen.“ (Iain Davis, „Was ist Technokratie?“, 4. November 2024).
Davis kommentierte diese Bemühungen mit Worten, die vielleicht erklären, warum man derzeit das Gaspedal bis auf den Asphalt durchtritt:
„Natürlich sind alle Regierungen begeisterte Befürworter der Technokratie. Das weltweite Engagement für nachhaltige Entwicklung ist ein Plan zur Einführung der Technokratie. Leider ist die Technokratie das repressivste und diktatorischste System der sozialen Kontrolle, das je entwickelt wurde. Das erklärt zweifellos den eifrigen Wunsch der Regierungen, es zu übernehmen.“
Zölle, Gegenzölle, Druck, Gegendruck – wie gesagt: „Feinjustierung“. Es unterrascht, dass Wolfgang Ischinger, Absolvent des „Young Leader“-Programms des „American Council on Germany“ und heute Leiter der Münchner „Sicherheits“-Konferenz, bereits davon sprach, man müsse „Folterwerkzeuge“ auspacken:
„»Es ist notwendig, der amerikanischen Seite die Folterwerkzeuge zu zeigen«, fordert Ischinger“ (Die Welt, 19. Januar 2026). „Bei Caren Miosga zeichnen die Gäste ein düsteres Bild vom transatlantischen Verhältnis. Donald Trumps Haltung im Streit um Grönland lasse eine Absage an das Prinzip der Nato erkennen, warnt Diplomat Wolfgang Ischinger – und fordert deutliche Antworten von Europa.“ Was heißt hier „von Europa“? Er fordert also „deutliche Antworten“ von Eurasien. Pardon, der EU. Vor allem fragt sich: Wer genau würde denn dadurch gefoltert? Die Regierungen Ozeaniens und Eurasiens jedenfalls nicht. Sondern die wirtschaftlich tätigen „Schutzbefohlenen“.
Da hat das neue Jahr gerade mal begonnen, scheint aber noch „irrer“ zu werden als das letzte.
Übrigens: Sollte es mal ganz finster kommen, kann man sich ja außerirdische Hilfe holen – sozusagen. Schließlich kann man sich auch andere „gute Gründe“ ausdenken – es müssen nicht immer „Klima“ und „Nachhaltigkeit“ sein. Vielleicht hätte E.T. Lust, die totale Transformation zu beschleunigen? Lachen Sie nicht. Es könnte immerhin sein, dass die US-Regierung die Existenz von Aliens zugibt, was für schwerste Verwerfungen der Weltwirtschaft sorgen und das Banken- und Finanzsystem straucheln lassen könnte. Fragen Sie mich jetzt aber bitte nicht, warum Wesen von anderen Planeten eine auffällige Vorliebe für amerikanische Regierungen haben – das muss man wohl so akzeptieren … Wie dem auch sei, warnte eine führende Mitarbeiterin der Bank of England davor:
„Helen McCaw, die als leitende Analystin für Finanzsicherheit bei der britischen Zentralbank tätig war, hat laut der »Times« in einem Schreiben an Andrew Bailey, den Gouverneur der Bank of England, diesen aufgefordert, Notfallpläne für den Fall zu erstellen, dass das Weiße Haus jemals die Existenz außerirdischen Lebens bestätigen sollte. McCaw, die bis 2012 zehn Jahre lang für die Bank of England tätig war, sagte, Politiker und Banker könnten es sich nicht länger leisten, Gerüchte über außerirdisches Leben abzutun, und warnte, eine solche Erklärung könnte Bankenzusammenbrüche auslösen.“ (The Independent, „Bank of England must plan for a financial crisis triggered by aliens, says former policy expert“, 18. Januar 2026)
Na, dann feiern wir mal unseren „Disclosure Day“.
Bis nächste Woche.
Quellen:
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET
Aktuelle Nachrichten und Kommentare
https://www.american-council.de
WELT - Aktuelle Nachrichten, News, Hintergründe & Videos
News - The Independent | Today's headlines and latest breaking news | The Independent
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