Gestahlfedert: ToxMan: Nur die Dummen kaufen Windmühlen!
Welcome To The Greatest Show On Earth!
So sehr ich als Libertärer den Etatismus verachte und ablehne, so sehr muss ich als jemand, der aus der Showbranche kommt, auch anerkennen, dass er – zumindest unter diesem Aspekt – durchaus seine Sternstunden hatte und hat. Mehr hatte als hat, denn der Entertainment-Faktor hat durch die langweiligen, blutleeren Demokratien, die nach und nach die pompösen Monarchien ablösten oder zu einem Nischendasein als reine Bildlieferanten für „Frau im Schritt“ degradierten, immens gelitten.
Man muss einräumen, dass es in letzter Zeit durchaus auch Show-Elemente gab: Wir erinnern uns dumpf an Vetternwirtschaftsminister Robert Habeck, der Binsen wie die Pendlerpauschale, die Insolvenz und die Inflation nicht erklären konnte, aber gerne mal die Kavallerie losschickte, wenn jemand ihn deshalb als „Schwachkopf“ bezeichnete. Oder das retardierte Plapperpüppchen, das Putin den Krieg erklärte, nur weil er besser Deutsch kann als sie. Zur Belohnung hat man sie dann nach einer gelungenen 360-Grad-Wende samt Trampolin-Einlage in ein hunderttausend Kilometer entferntes Land abgeschoben, wo sie nun als Präsidentin der Welt reüssiert.
Aber all das waren keine wirklich coolen Show-Elemente, sondern eher so Dschungelcamp-Momente, die berühmten „Unfälle, wo man nicht wegschauen kann“: Trauriges Zeugnis der Degeneration, der Folge der adversen Selektion (also der Schlechtestenauslese), zu der Demokratien nun einmal neigen. Oder um es mit den großen Worten von Christian Schneider auszudrücken: Schwul und behindert.
Ungeachtet des aktuellen Stands der hitzigen Diskussion, ob Javier Milei nun ein Verräter am Libertarismus ist oder nur ein libertärer Träumer, der eine unsanfte Landung auf dem harten Boden der politischen Realität und all ihrer Sachzwänge hingelegt hat, bin ich natürlich ein Riesenfan seiner Show: Die Frisur von Tom Jones in seinen besten Jahren, die Koteletten von Elvis, die Lederjacke, die Kettensäge, die perfekt choreographierten Rockstar-Auftritte, die cholerisch gebrüllten (und zweifelsohne berechtigten) Sozialisten-Beschimpfungen mit Ausdrücken, die selbst mich zum Erröten bringen – das ist ganz großes Kino!
Doch erfunden wurde das Showbusiness, so wie wir es heute kennen, definitiv in den USA. Es gibt einen Grund, warum Las Vegas in Nevada liegt und nicht in Mecklenburg-Vorpommern. Und daher stammt auch der momentane Gottkaiser der Polit-Show aus Amerika – und obwohl er erst in zweiter Generation Amerikaner ist, ist er so amerikanisch, wie man nur amerikanisch sein kann. Die Rede ist selbstverständlich von Donald Trump, dem wohl unterhaltsamsten US-Präsidenten aller Zeiten.
Das „World Economic Forum“ in Davos ist zugegebenermaßen auch deutlich uncooler geworden, seit sie Onkel Klaus wegen der einen oder anderen privaten Massage in den Ruhestand versetzt haben. Die letzten beiden Jahre dominierte Milei die Veranstaltung, quasi als Brachial-Bond und damit Gegenspieler von Ernst Stavro Blofeld-Schwab, doch dieses Jahr gab es dort nur einen, und es konnte auch nur einen geben, quasi den Highlander: The Donald.
Was er dort abgeliefert hat, war für mich die Rede des Jahrhunderts. Wenn Sie das anders sehen, dann mögen Sie ihn entweder nicht, was in Ordnung ist, oder Sie haben seine Rede nicht komplett gehört, und zwar im Original. Hören Sie sich auf keinen Fall irgendeine der übersetzten Versionen an, die auf YouTube kursieren – die mit bekannten sind allesamt schlecht, teilweise sogar falsch, der Wortwitz geht komplett verloren, der süffisante Subtext sowieso, und Trumps typischer Humor erst recht. Man braucht dafür auch keinen Studienabschluss als Anglist – ein solides Hauptschul-Englisch reicht vollends! Trump spricht nicht wie jemand, der inhaltlich nichts mitzuteilen hat und diesen Umstand mit pseudo-akademischer Worthülsen-Wichserei zu vertuschen versucht, so wie man das von deutschen Politikern gewohnt ist. Nein – Trump hat etwas mitzuteilen, eine ganze Menge sogar, und er will verstanden werden, und zwar von jedem!
Kleiner Einschub: Es ist schon maximal schizophren, wenn seit Jahrzehnten von allen Seiten gefordert wurde, Politiker sollten endlich aufhören mit ihrer Phrasendrescherei und dem Verstecken ihrer wahren Absichten hinter Fachchinesisch und Schachtelsätzen, sondern stattdessen Klartext sprechen, in einer Sprache, die jeder versteht, insbesondere das Volk, das sie wählt und bezahlt – und dann macht es tatsächlich mal einer und wird jetzt genau deswegen verteufelt als manierenbefreiter Rüpel, unkultivierter Vollprolet und großkotziger Dummschwätzer ohne jedwedes diplomatisches Gespür.
Na gut, vielleicht stört es sie ja auch gar nicht wirklich, wie er sagt, was er sagt, sondern nur, was er sagt, aber weil sie dem inhaltlich nichts entgegenzusetzen haben, regen sie sich ersatzweise darüber auf, wie er es sagt. Diese Taktik ist ja nicht unbekannt, davon kann auch ich ein Liedchen singen.
Nun will ich auf den Inhalt gar nicht mal allzu intensiv eingehen, das tun andere, insbesondere staatsfinanzierte „Faktenfinder“, die komischerweise stets im Tiefkoma sind, wenn Linke irgendwas behaupten, obwohl es doch da mehr als genug zu tun gäbe, sobald die nur den Mund aufmachen. Aber wenn Trump sagt, die Chinesen verdienen sich eine goldene Nase, indem sie den Dummen dieser Welt „Windmühlen“ (das hat er so gesagt – und nicht „Windräder“, wie es politisch korrekt stets falsch übersetzt wurde) verkaufen, sie selbst jedoch nicht benutzen, dann kommen sie gleich mit Schnappatmung um die Ecke: „Aber China hat dreizehn Prozent Windenergie!“ Ja, ihr Deppen, aber das heißt, dass China 87 Prozent seiner Energie aus Kern- und Kohlekraftwerken bezieht, und anderem Kram, der euch nicht passt! Dann darf man auch nicht vergessen, dass China geographisch etwas anders aussieht als Deutschland: Die Chinesen haben etwa das Neunfache an Küste, da geht was mit Offshore-Anlagen, und innerlands sind sie auch anders aufgestellt, da gibt es Gegenden, wo ständig der Wind weht, ohne dass diese hässlichen Stromspargel alles verschandeln. So wie Solarenergie ja auch sinnvoll sein kann – zum Beispiel, wenn man in Kalifornien lebt, aber nicht in Hamburg mit 135 Regentagen pro Jahr.
Sie alle verstehen nicht (oder wollen nicht verstehen), dass Trump seine Position mit markanten Ansagen unmissverständlich erklären will. Er ist nicht der Pressesprecher des Statistischen Bundesamts, auch nicht der stellvertretende Bürgermeister von Castrop-Rauxel, sondern the fucking President of the United States of America! Vor allem ist er kein Politiker und auch kein Diplomat, sondern ein Geschäftsmann mit soliden Fachkenntnissen im Showbusiness. Er macht Deals, und wenn man weiß, wie das geht, und zwar erfolgreich, dann tritt man auf wie Donald Trump und eben nicht wie Friedrich Merz.
Die woken Weichflöten hassen bekanntlich alles, was gut und richtig ist, also sämtliche Eigenschaften, die die Menschheit jemals nach vorne gebracht haben: Stärke, Selbstbewusstsein, Risikobereitschaft, Mut, Erfolg – you name it! Und weil das vornehmlich männliche Eigenschaften sind, schwadronieren sie was von „toxischer Männlichkeit“ und reden jungen Männern ein, es sei doch tausendmal cooler, ein Loser zu sein, der selbst bei den unattraktivsten Frauen stets in der Friend Zone landet, als ein echter Kerl – und das alles nur, weil sie selbst Loser sind und nicht ertragen können, dass andere keine Loser sein wollen.
Und dann kommt dieser Rüpel aus Amiland, stellt sich vor diese Vollversammlung der eierlosen Weichflöten, die allesamt auf Kosten und zu Lasten anderer auch endlich mal am ganz großen Rad drehen wollen, und zeigt ihnen und allem, wofür sie stehen, rund anderthalb Stunden lang durchgehend den ausgestreckten Mittelfinger: Anderthalb Stunden lang performt der Donald toxische Männlichkeit in Reinform. Anderthalb Stunden lang setzt er ihrem kranken Selbsthass sein zur Galaxie-Größe aufgeblasenes Ego entgegen. Anderthalb Stunden lang haut er ihnen mit der größten Selbstverständlichkeit der Welt seine einzige Kernbotschaft um die Ohren: „Ich bin der Coolste und der Geilste im ganzen Universum, ich habe den Größten, den Längsten, den Dicksten und den Härtesten, und ihr seid einfach nur lächerliche Witzfiguren – so lächerlich, dass ihr mir sogar noch fasziniert dabei zuhört, wie ich euch hier durchgehend auf die Fresse haue!“
Donald Trump steht für alles, was Linke, Woke, Grüne und sonstiges nutzloses, parasitäres Geschmeiß hassen – und allein dafür liebe ich ihn.
Trumps Rede in Davos war die beste Show, die ich seit langem gesehen habe, daher möchte ich an dieser Stelle dem amerikanischen Nettosteuerzahler ausdrücklich dafür danken, dass er mir diesen Hochgenuss unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat.
Mein Fazit aus dieser Rede ist der ultimative Erkenntnisgewinn: Wir brauchen wieder Eier! Mehr Eier! Viel mehr Eier! Und tonnenweise toxische Männlichkeit! Ansonsten sind wir am Arsch.
Quellen:
President Trump Delivers a Special Address to the World Economic Forum
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