Medienkritik: Deutscher Reporter fragt Zelensky nach „mehr Russen töten“
Vucic reagiert entsetzt bei Pressekonferenz in Belgrad
von Tyler Durden drucken
Es war nie ein Geheimnis, dass ein großer Teil der „Journalisten- und Kommentatorenklasse“ in den westlichen Mainstream-Medien in Wirklichkeit aus Kriegstreibern, Interventionsbefürwortern aus dem Sessel und „chickenhawks“ besteht. Oder aus Aktivisten und Interessenvertretern, die unter dem Deckmantel „objektiver Berichterstattung“ agieren.
Ein deutscher Journalist zeigte sich am Samstag bei einer Pressekonferenz in Belgrad erstaunlich offen mit seiner Blutlust. Michael Martens, Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, stellte dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky eine überraschend unverblümte Frage, während der serbische Präsident Aleksandar Vucic am anderen Rednerpult zusah. Der Journalist wollte wissen, wie die Europäer konkret dabei helfen könnten, „mehr Russen zu töten“. Sehen Sie selbst: Link unten.
„Können Sie uns Europäern sagen, was wir konkret tun können, um Ihnen dabei zu helfen, mehr Russen zu töten?“, fragte Martens.
Er korrigierte sich rasch und fügte hinzu, er meine „natürlich mehr russische Soldaten“.
Präsident Vucic ist mit einem schockierten Gesichtsausdruck zu sehen, während die Frage gestellt wird. Offenbar ungläubig hebt er die Augenbrauen.
Zelensky antwortete auf die Frage mit den üblichen Forderungen nach mehr Geld und mehr Waffen sowie danach, Moskau mit westlichen Sanktionen härter zu treffen.
Vucics Antwort war sehr diplomatisch, zugleich aber auch eine gewisse Zurechtweisung wegen der Frage. Er äußerte seinen Wunsch, dass alles Töten ein Ende finden möge:
„Wir haben heute nicht über militärische Zusammenarbeit gesprochen“, sagte der serbische Präsident. „Was passiert, wenn der Krieg endet, ist eine andere Frage. Und was das Töten betrifft, hoffe ich, dass alles Töten enden wird.“
Der Ausschnitt hat sich in Europa rasant verbreitet und wurde in russischen und ukrainischen Medien aufgegriffen – in den westlichen Mainstream-Medien blieb er jedoch auffallend unerwähnt.
Der Gesichtsausdruck des serbischen Staatschefs sagt alles … „Sagen Sie uns Europäern, was wir konkret tun können, um Ihnen dabei zu helfen, mehr Russen zu töten?“
Inmitten der Kontroverse veröffentlichte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, für die Martens schreibt, eine Erklärung, in der sie ihr „Bedauern“ äußerte, den Wortwechsel zugleich aber offenbar weiterhin verteidigte. Sie erklärte lediglich, die Aussage ihres Reporters sei „missverständlich formuliert“ gewesen.
Leider ist nichts davon wirklich überraschend – und je länger sich der Ukraine-Krieg hinzieht, desto blutrünstiger dürften „Journalisten“, Kommentatoren und manche Politiker werden. Oder vielmehr: Die Masken sind gefallen, und solche Ansichten werden inzwischen sehr viel offener geäußert.
Quellen:
The Other Side Media: German journalist who asked Zelensk… - X
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