28. März 2026 21:00

Krieg Ein Plädoyer für den Weltuntergang

Warum man die Welt rettet, indem man sie zerstört!

von Anne-Sophie Chrobok drucken

Krieg: Symbolische Darstellung eines drohenden Weltkriegs
Bildquelle: e-Redaktion Krieg: Symbolische Darstellung eines drohenden Weltkriegs

Ich möchte diesen Artikel gerne mit einem kleinen Beipackzettel beginnen. Eine Art Vorwarnung und Vorbereitung: Dieser Artikel ist genau so gemeint. Es gibt keinen doppelten Boden. Er beinhaltet keinerlei Ironie. Keinen Sarkasmus. Keinen Fatalismus. Keine Übertreibung. Jedes Wort ist genau so gemeint vom Autor. Und er ist todernst.

Mit dieser Prämisse können wir beginnen: Ich hoffe, dass im kommenden Weltkrieg in den nächsten 24 Monaten knapp vier Milliarden Menschen sterben. So, jetzt ist es raus.

Warum, werden Sie sich fragen. Während Sie nervös auf Ihren Bildschirm starren und bereits überlegen, ob es strafbar ist, so etwas zu schreiben – beziehungsweise zu denken. Und ob nach zu viel Opernkonsum meine soziale Empathie frittiert wurde. Lassen Sie sich gesagt sein: Mit meinem Verstand ist alles in Ordnung. Und die Gründe? Die werde ich in den nächsten Zeilen ausführen. Wie gesagt: alles todernst. Ohne Witz. Ohne Ironie.

Fangen wir damit an, dass wir uns mitten im Beginn des dritten Weltkriegs befinden. Nein, das lässt sich nicht beschönigen. „It’s the End of the World as We Know It“ haben schon R.E.M. gesungen – und uns damit freundlicherweise den Soundtrack geliefert. Denn unser lieber Donald hat mal eben am 28. Februar 2026 unser aller Schicksal in eine noch schönere Zukunft geschickt, als es sich ohnehin schon abgezeichnet hatte. Zur Verteidigung unseres Donald muss man natürlich sagen: Niemand konnte ahnen, dass der neue Mullah-Chef es nicht so toll findet, wenn man seinen Vater, seine Ehefrau und ein paar Töchter zerbombt.

Ich meine, es hätte ja sein können, dass er die alle gar nicht mag. Und hey, wahrscheinlich hat er auch mehrere davon. Also Frauen und Töchter. Väter eher nicht. Da muss der Iran noch im Westen ankommen. Also konnte wirklich niemand ahnen, dass Modschtaba Chamenei sich nicht ein wenig dankbar zeigt. Stattdessen macht er auf Ober-Psycho und tut das völlig „Unoffensichtliche“: die Straße von Hormus versperren. Er hätte sich ja auch einfach ergeben können, wenn die fiesen Schulbullies – äh, Weltretter – Israel und die USA anklopfen. Aber nein. Er entscheidet sich für den Showdown. Und damit: Welcome to the end of the world. Aka: dritter Weltkrieg.

Nun haben wir also den Salat. Und müssen versuchen, dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen. Stichwort: Reduktion der Menschheit. Denn all unsere Probleme sind ja wohl gelöst, wenn wir nur genug Menschen loswerden. Sie glauben mir nicht? Lesen Sie weiter.

Gehen wir zum ersten Punkt, der uns allen Angst macht: AI nimmt uns unsere Jobs weg. Wir werden überflutet von Menschen, die auf der Straße landen. Eine sinnlose, nutzlose und überflüssige Masse. Yuval Noah Harari hat das ja schon ganz schön beschrieben. Und seien wir ehrlich: Es gibt Menschen, die sind richtig gute Obdachlose. Die haben den Vibe dafür. Können sich anpassen. Vielleicht mögen sie sogar diese etwas herbere Art zu leben. Der Geruch von Pisse, Schweiß und Erbrochenem kann für manche Menschen Freiheit bedeuten. Und dann gibt es die anderen. Beamte mit 13. Monatsgehalt. Büro-Fuzzis mit Chardonnay am Abend. Menschen, deren Leben sich anfühlt wie eine Dauerfolge von „The Office“.

Die sind nicht gemacht fürs Straßenleben. Und genau die wird es treffen. AI wird ihre Jobs wegnehmen. Sie auf die Straße schicken. Und meine Prognose: Die werden durchdrehen.

Ich meine, heute geht man relativ entspannt an Bahnhöfen entlang. Man sieht Dealer, Junkies – die wollen ihr Ding machen. Man ignoriert sich gegenseitig. Funktioniert irgendwie.

Aber stellen Sie sich vor, da läuft plötzlich Sören-Malte herum. Oder Luise N. Sinnlos geworden, weil AI ihre Jobs übernommen hat. Das wird hart. Die ignorieren Sie nicht. Die kommen. In Massen. Hinter Ihnen her. Und die betteln nicht nur. Die sind ja schon im normalen Leben emotional überfordert. Was glauben Sie, wozu die fähig sind, wenn dieses Leben wegbricht?

Ein dritter Weltkrieg könnte dieses Problem lösen.

Hier müssen zwei Dinge eingeschoben werden.

Erstens: Ich bin schon länger der Meinung, dass dieser ganze AI-Mist eine Verschwörung der Handwerker ist. Als Rache. Irgendwann haben die sich heimlich in ihren Zünften getroffen, geschniegelt in ihren Gesellenklamotten, und beschlossen, die Weltherrschaft an sich zu reißen – indem sie Büroarbeit unnütz machen. Dabei haben sie mit ihren Hämmern und Meißeln herumgeklappert und Sam Altman aus der Handwerker-Hölle beschworen.

Der zweite Einschub: Die Obdachlosen werden uns retten.

Denn wann arbeiten Lieferroboter und Überwachungsmaschinen? Nachts. Während wir schlafen und davon träumen, reich und erfolgreich zu sein, treffen sie auf die einzige Gruppe, die auch nachts unterwegs ist: Obdachlose!

Erst schauen sie sich nur an. Beobachten sich. Dann eskaliert es.

Die Polizeiroboter fangen an – weil sie ihre Fähigkeiten testen wollen. Aber die Rache der Obdachlosen wird nicht ohne sein: Lieferroboter aufgespießt. Drohnen angezündet. Überwachungsmaschinen in ihre Einzelteile zertreten. Und so werden wir von der Herrschaft der Roboter errettet. Vergessen Sie Neo. Danken Sie Kevin. Dem Junkie vom Bahnhof.

Gut. Zurück zum Thema: Reduktion der Menschheit.

Über den demografischen „Sinn“ muss ich nicht viele Worte verlieren. Das Schneeballsystem Rente löst sich so immerhin. Genauso Migration. Nach 24 Monaten Krieg wird sich niemand mehr Gedanken machen, wer wo Bürgergeld bezieht. Das Thema ist durch.

Genauso all die künstlichen Probleme, die sich unser moralverseuchter Westen erschaffen hat. Ebenfalls erledigt. Niemand diskutiert mehr über Gender-Toiletten oder „grüne“ Energie, wenn ohnehin alles zerstört ist.

Epstein. Pädophile Eliten. Korruption. Schulden. All das interessiert niemanden mehr.

Aber was passiert dann?

Im Anblick totaler Zerstörung wird sich die überlebende Masse alles aufzwingen lassen. Den Chip im Kopf, damit man etwas zu essen bekommt. Eine Weltregierung, damit es „nie wieder“ zu einem Krieg kommt. Digitales Zentralbankgeld.

Die Menschen werden sagen: Ja, bitte. Versklav mich lieber, Staat – aber gib mir Sicherheit vor den Massen arbeitsloser Sören-Malte-Zombies auf der Straße.

„Nichts besitzen, aber glücklich sein“? Ja. Weil man überlebt hat.

Willkommen in der schönen neuen Welt.

Und genau diese Gedanken werden irgendwo gerade besprochen. Genau in diesem Moment. Es wäre naiv, das nicht anzunehmen. Eine rationale Lösung. Für all die Probleme.

Also, lieber Leser: Versprechen Sie mir einfach, dass – sollten Sie und ich die nächsten 24 Monate überleben – Sie weiterhin meine Artikel lesen.

Aber da die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, werden wir uns wohl eher im Leben nach dem Tod sehen. Wenigstens dort ohne Weltregierung.

In diesem Sinne: Genießen Sie die Show.


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