01. Juni 2026 11:00

Gestahlfedert: Stahlis Wochenshow 6 Die Dummvolkungsministerin

Von wahren Verschwörungstheorien und neuen Zensurvorhaben

von Michael Werner drucken

Es ist wie immer alles in bester Ordnung! Niemand hat die Absicht, eine Umvolkung vorzunehmen! Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!
Bildquelle: Eigenes Bild Es ist wie immer alles in bester Ordnung! Niemand hat die Absicht, eine Umvolkung vorzunehmen! Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!

Die hinter uns liegende Woche wartete mit derart mannigfaltigen Highlights auf, dass ich sie nicht auslassen konnte, weshalb es mal wieder keine monothematische Kolumne gibt, sondern ein Best-Of der Idiotie unserer Idiokratie.

Bärbel Bas, ihres Zeichens Vorsitzende der SPD und Bundesministerin für Arbeit und Soziales, bekleidete unter der Ampel als Bundestagspräsidentin sogar das zweithöchste Staatsamt und ist auch ansonsten eine bemerkenswerte Frau: Schon als Kind begleitete sie ihre Mutter gerne mal zum Sozialamt, Stütze abholen. So lernte sie schon früh, Steuerzahlern (also Leistungsträgern) auf der Tasche zu liegen. Bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) wurde sie mit 18 zur Jugend- und Auszubildendenvertreterin und mit 20 dann für zehn Jahre zum Mitglied des Betriebsrates sowie zur Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat. So lernte sie schon früh, Arbeitgebern (also Leistungsträgern) auf den Sack zu gehen. Himmel, Arsch und Zwirn – wenn das nicht nach den optimalen Voraussetzungen für eine steile Karriere bei der SPD klingt, dann hol mich doch der Teufel!

Nun will ich fair bleiben: Sie unternahm wenigstens mal einen Versuch, mit richtiger Arbeit ins Berufsleben einzusteigen, der jedoch laut eigenen Angaben am bösen Patriarchat scheiterte: „Eigentlich wollte ich technische Zeichnerin werden. Aber das erwies sich als unmöglich, weil ich eine Frau war. 80 Bewerbungen hab ich damals geschrieben, niemand hat mich genommen. Es hieß in den Absagen, es gebe keine Toiletten für Frauen.“

Kaum waren meine bitteren Tränen ob dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit getrocknet, ereilte mich der Hinweis eines Freundes, seine Mutter habe bereits in den 1970ern als technische Zeichnerin gearbeitet, ohne dabei Windeln tragen zu müssen. Eine kurze Recherche im Archiv der Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“ ergab dann, dass die Frau Mama meines Freundes da mitnichten allein auf weiter Flur war, denn neben ihr gab es in der BRD der 1970er Jahre zwischen 40.000 und 50.000 weitere aktiv erwerbstätige technische Zeichnerinnen. Der Frauenanteil in diesem Beruf lag bereits im Jahre 1970 bei mehr als 40 Prozent.

Wie passt das nun zu der zitierten Behauptung von Bärbel Bas? Nun, es gibt mehrere Erklärungsansätze: Vielleicht sind die stabilen Ladys damals alle einfach aufs Herrenklo gegangen und erfanden damit die Urform des „Unisex“. Oder man hat aus unerfindlichen Gründen kurz vor 1984 sämtliche Damentoiletten aus allen bundesdeutschen Architektur-, Ingenieurs- und Planungsbüros gerupft, extra um die arme Bärbel zu zanken. Möglicherweise handelte es sich auch nur um eine nette Form der Absage, weil kein Arbeitgeber mit so einer kaltschnäuzigen, menschenverachtenden Begründung wie „unqualifiziert“ des Bärbelchens junges Herz brechen wollte. Böse rrräächte Hetzer könnten gar vermuten, Frau Bas habe bei dieser Story ihre volle Kreativität walten lassen, um sie maximal flexibel dem von ihr vertretenen ideologischen Narrativ anzunähern – was selbstverständlich völlig ausgeschlossen ist, da Linke so etwas bekanntlich niemals täten.

Vor allem Bärbel Bas nicht – egal ob sie von Arbeitgebern in Maßanzügen auf teuren Sesseln berichtet, die sie ausgelacht haben, weil sie behauptet hatte, dass Mehrausgaben keine Mehrkosten verursachten, oder ob sie uns wissen lässt, es gebe keine Migration in unsere Sozialsysteme: Niemand sonst – noch nicht einmal unser allseits geschätzter Bundeskanzler – segelt stets so hart an der Wahrheit wie Bas.

So verkündete sie jüngst im „Europäischen Haus Berlin“: „Wir wollen Farbe bekennen und wehren uns gegen dieses sogenannte Einheitsgrau – oder, manche würden sogar sagen, Einheitsbraun. Auch wenn sich vielleicht manche danach sehnen: So ist es heute nicht mehr. Und das ist auch gut so, meine Damen und Herren. Es kann nur gelingen, wenn Vielfalt im Alltag auch gelebt wird. [...] Natürlich ist das auch ein wirtschaftlicher Aspekt, weil in vielen Branchen Fachkräfte fehlen. Aber darauf darf man es nicht reduzieren.“

Damit hat sie de facto offen zugegeben, was bisher als verfassungsschutzrelevante „rechte Verschwörungstheorie“ galt, nämlich dass das Ziel oder zumindest eins der Ziele der Migrationspolitik die grundlegende Veränderung oder sogar das Aufbrechen der bisherigen Bevölkerungsstruktur ist. Dabei schreckt sie noch nicht einmal davor zurück, das deutsche Volk – oder was davon überhaupt noch übrig ist – zuerst als „Einheitsgrau“ zu schmähen und dann mit „Einheitsbraun“ sogar unter kollektiven Nazi-Generalverdacht zu stellen. Fun Fact: Jenes Volk, dem sie selbst angehört!

Es gilt als verfassungsrechtlich gefährlich bis verfassungswidrig, wenn die Regierung Migration und Einbürgerung gezielt betreibt, um die bisherige deutsche Staatsbürgerschaftsgemeinschaft politisch zu marginalisieren, ihre demokratische Entscheidungsfähigkeit zu entwerten oder eine neue, regierungsloyale Mehrheitsbevölkerung herzustellen. Definitiv verfassungswidrig handelt eine Regierung, wenn sie die Zusammensetzung des Staatsvolks nicht als Folge legitimer Gesetzgebung verändert, sondern das Staatsvolk selbst als Gegner behandelt und seine demokratische Subjektstellung aus Art. 20 Abs. 2 GG zielgerichtet aushöhlt.

Aber hey, warum muss ich Regierungshandeln gleich auf seine Verfassungsmäßigkeit abklopfen? Man kann es auch übertreiben mit diesem Rechtsstaat-Dingsda!

Lassen wir es doch lieber menscheln: Ist das dieser typisch linke pathologische Selbsthass? Die Vermutung liegt durchaus nahe. Bei Bärbel Bas kommen jedoch noch einige Aspekte hinzu: Sie ist die typisch Zukurzgekommene, die sich aber mit einem Platz am Katzentisch des Lebens nie abfinden wollte. Was an sich nicht schlimm ist, sondern sogar gut – das nennt sich Ehrgeiz, Motivation, das Streben nach Erfolg und einem besseren Leben. Ein Aufstieg durch ehrliche, produktive Arbeit wäre das denkbar Edelste gewesen, scheiterte jedoch – vielleicht mangels erkennbarer Befähigungen. Oder doch am bösen Patriarchat, das ihr den geschlechtergerechten Donnerbalken vorenthielt.

Zum Glück gab es ja noch die Politik, jenes Karriere-Ersatz-Biotop, wo selbst Gestalten, die man in der Privatwirtschaft noch nicht mal mit dem Ausfegen der Zufahrt eines McDrive betrauen würde, in höchste Ämter gelangen können. Selbstverständlich können auch diese Menschen im herkömmlichen Sinne nicht wirklich dumm sein, sondern müssen wenigstens über zwei grundlegende Fähigkeiten verfügen: halbwegs unfallfrei geradeaus sprechen können und vor allem verstehen, wie der Laden läuft. Also wo man sein muss, wen man kennen muss, was man tun und was man sagen muss, um Stufe für Stufe die Karriereleiter heraufzufallen. Und natürlich auch, welche Eseleien man tunlichst auslassen sollte, um eine schnelle, brutale Bruchlandung in der ungeliebten Wirklichkeit zu vermeiden.

Tief in ihrem Inneren dürfte eine Bärbel Bas sehr wohl wissen, dass sie – ginge es in der Politik mit rechten Dingen zu – weder auf dem Stuhl des Bundestagspräsidenten noch auf dem eines Bundesministers irgendwas zu suchen hätte. An der Stelle entpuppen sich vornehmlich zwei Sorten Charaktere: Die einen sind froh und dankbar, es trotz ihrer limitierten Möglichkeiten in solch schwindelerregende Höhen geschafft zu haben, und halten den Ball möglichst flach, um nicht unangenehm aufzufallen, sondern genießen einfach nur den geilen Trip. Das war der alte Stil. Doch seit geraumer Zeit setzt sich zunehmend ein neuer Stil durch, was wohl auch dem gehäuften Auftreten von Vollversagern in hohen Positionen geschuldet ist: Die unverdienten Emporkömmlinge verlieren jedwede Bodenhaftung, reden sich ein, ihre ergaunerte Position stehe ihnen zu, und werden größenwahnsinnig. Der Politikbetrieb mit seinem angeschlossenen Medienkomplex befördert diese Verhaltensweise auch noch, weil er solche Kandidaten von den Konsequenzen ihrer Deppenfehler weitgehend abschirmen kann.

Hin und wieder kommt es jedoch versehentlich zu einem Glitch in der Matrix in Form einer Begegnung der Dritten Art mit der Realität: Da steht eine Arbeitsministerin, die nie richtig gearbeitet hat und vor allem noch nicht mal über simpelstes ökonomisches Basiswissen verfügt, vor einem Saal voller Leistungsträger, die seit Jahren, wenn nicht sogar seit Generationen, erfolgreich ein Unternehmen führen und folglich über die entsprechenden Fachkenntnisse und nötige Expertise verfügen, und wird von diesen – sogar noch halbwegs zurückhaltend – ausgelacht, weil sie hanebüchenen Unfug verzapft hat. Das löst eine kognitive Dissonanz aus, und da man sich selbst ex officio für unfehlbar auf mindestens päpstlichem Niveau hält, müssen zwangsweise die anderen die Bösen sein. Zum Glück ist man in der SPD, womit eh klar ist, dass die Arbeitgeber, diese Blutsauger und Ausbeuter, nur die Bösen sein können – double confirmation bias, here we go!

Eine solche Demütigung löst dann eine Art narzisstische Kränkung aus, die sich in purem Hass entlädt, indem man diese Leistungsträger, die zu Recht gelacht haben, zu „Feinden“ erklärt, die es zu „bekämpfen“ gilt. Vielleicht schwingt dabei auch noch eine späte Revanche mit für die damaligen 80 fruchtlosen Bewerbungen. Der Rachefeldzug gestaltet sich dann als Missbrauch der eigenen ministerialen Macht, um dem Feindbild des erfolgreichen Unternehmers den Erfolg immer unmöglicher und das Leben zur Hölle zu machen. Die Kollateralschäden für die gesamte Volkswirtschaft werden dabei – insofern man zu deren Erfassung kognitiv überhaupt in der Lage ist – zumindest achselzuckend in Kauf genommen. In diesem Fall vermutlich sogar genüsslich, Stichwort Hass aufs deutsche Volk, der ein verkappter Selbsthass ist.

Genug der Wernerschen Hausfrauenpsychologie – es bleibt festzuhalten, dass solche Persönlichkeiten brandgefährlich sind, wenn sie in Machtpositionen gelangen.

Bärbel Bas’ Äußerung ist jedoch nicht mal das Schlimmste in dieser Causa – der wahre Skandal ist das brüllend laute Schweigen des Bundeskanzlers hierzu. Selbiges gilt für die SPD. Allerdings meldete sich überraschend ein längst totgesagtes ehemaliges „Sturmgeschütz der Demokratie“ zu Wort und gab eine Salve ab, die man unter diesen Umständen tatsächlich als mediale Hinrichtung betrachten kann – der „Spiegel“ schrieb: „Die SPD-Vorsitzende und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, von der es im Ministerium heißt, sie komme spät, gehe früh und lese statt Akten lieber Zusammenfassungen in Schriftgröße 16 auf maximal zwei Blatt...“ Game over!

Fast so, als wollte sie Bärbel Bas’ Verifizierung einer bisherigen Verschwörungstheorie erneut verifizieren, bezeichnete die Tagesschau in einem Bericht zur Feier des 77. Jahrestages des Grundgesetzes indigene Deutsche als „Nicht-Migranten“. Der Beitrag begleitet eine der alten Krawallschachteln aus dem steuergeldfinanzierten Gruselhexen-Kollektiv „Omas gegen Rechts“ beim „Mitmachtag“ in Potsdam, und – getreu dem Motto „ein Unglück kommt selten allein“ oder „der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“ – meldet sich auch unser geschätzter Bundesgrüßaugust zu Wort. Das ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung, liebe Nicht-Migranten – alles in bester Ordnung! Merke: Die Flucht sollte man spätestens dann angetreten haben, wenn sie anfangen, uns „Dhimmis“ zu nennen!

Falls es dann nicht bereits zu spät ist, denn die alte DDR-Grenze steht bereits in Teilen wieder. Nur ohne Mauer, Stacheldraht und Selbstschussanlagen. Stattdessen kommt sie jetzt in Gestalt des Rechtsstaats daher und nennt sich „Ausreiseverbot“. Die „Junge Freiheit“ berichtete am Freitag: „Die Bundespolizei hat dem Bundessprecher der Identitären Bewegung Deutschland, Maximilian Märkl, am Münchner Flughafen die Ausreise nach Portugal verweigert. Strafrechtlich zuschulden kommen lassen hatte er sich zuvor nichts. Märkl wollte nach Porto reisen, wo am Sonnabend ein Remigrationsgipfel stattfinden soll. Die Maßnahme sei von der Bundespolizeiinspektion ausgesprochen worden, nicht von einem Gericht. Als Begründung für das Ausreise-Verbot werde angeführt, so Märkl, seine Reise nach Portugal könne dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland schaden.“

Halten wir fest: Jeder illegal hier eingefallene Kuffnucke kann sich in der Praxis oft erstaunlich frei durch Europa bewegen, aber einem unbescholtenen, gesetzestreuen Deutschen, dem zu viele Kuffnucken illegal hier eingefallen sind, wird das mal eben verweigert, und das auch noch ohne richterlichen Beschluss, willkürlich angeordnet von der Bundespolizei. Merke: Falsche Meinung, keine Ausreise. DDR halt, denn dort gab es für die zuverlässigsten Systemtreuen durchaus Reisefreiheit.

Ein Ausreiseverbot dergestalt zu begründen, der Betroffene könne dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland schaden, setzt alldem jedoch die Krone auf: Hier handelt es sich um eine Präventivmaßnahme, um etwas zu verhindern, das vielleicht eintreten könnte. Aber es kommt noch besser: Das, was hier verhindert werden soll, ist noch nicht einmal eine Straftat, sondern fällt vielmehr unter den Schutz von Art. 5 GG, also das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dazu gehört laut Bundesverfassungsgericht sogar, dass man die Bundesrepublik Deutschland samt ihrer Staatsordnung kacke finden und sogar ablehnen darf. Hier werden also gleich zwei elementare Grundrechte kassiert: die Ausreisefreiheit als Teil der allgemeinen Handlungsfreiheit aus Art. 2 Abs. 1 GG und die Meinungsfreiheit aus Art. 5 GG. Und das alles wegen einer Fiktion, wegen eines maximal dehnbaren Gummitatbestands, der über § 10 Abs. 1 PassG i.V.m. § 7 Abs. 1 Nr. 1 PassG herangezogen wird.

Die Begründung, sie könnten dem Ansehen ihres Heimatlandes schaden, wäre vielleicht einigermaßen verständlich, würde man damit eimersaufenden, kotzenden und grölenden Vollproleten den Flug zum Ballermann verwehren. Vollumfänglich nachvollziehbar wäre dieser Grund jedoch bei der Mehrzahl der Mitglieder der Bundesregierungen der letzten zwanzig Jahre.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Ein solches Ausreiseverbot ist rechtlich betrachtet nur ein Verwaltungsakt der zuständigen Grenzbehörde. Und da wir immer noch in einem Rechtsstaat leben, kann man als Betroffener juristisch dagegen vorgehen, indem man sich vertrauensvoll ans Verwaltungsgericht wendet. Sollte die Bundespolizei – vielleicht sogar durch einen gewissen Anreiz von ganz oben – mit dem Ausreiseverbot ein wenig übers Ziel hinausgeschossen sein, wird das Verwaltungsgericht diese Maßnahme für rechtswidrig erklären. Die Genugtuung des juristischen Obsiegens trübt jedoch ein kleiner Wermutstropfen: Der Flieger ist dann leider schon weg. Und zwar bereits seit ein paar Wochen. Aber hey, man kann schließlich nicht alles haben! Your Rechtsstaat comes at a price!

Seien Sie lieber froh, dass Sie nicht in Belgien leben! Belgien – Sie wissen schon, dieses Reservat im gefühlten Herzen Europas, wo die Franzosen und die Niederländer vor Urzeiten mal all die Leute, die sie nicht leiden konnten, von beiden Seiten reingeschubst haben. Dummerweise konnten diese sich dann auch nicht leiden – die beste Voraussetzung für einen gemeinsamen Staat! Traditionen soll man pflegen, weshalb heute der Maghreb ganze Bevölkerungsteile, die man dort nicht leiden kann, und fast alle Europäer ihre Politiker, die sie nicht leiden können, in Belgien entsorgen.

Wo nicht zueinander passende Menschengruppen dauerhaft in denselben Staat gepresst werden, steht man früher oder später vor dem Dilemma, entweder die inkompatiblen Menschengruppen voneinander zu trennen oder aber den offenen Diskurs über diese Probleme und ihre Ursachen zu unterbinden.

Überraschung: Ähnlich wie Deutschland hat auch Belgien sich für die zweite Variante entschieden, nur dass man dort längst einen Schritt weiter ist: Während hierzulande nur unerwünschte Meinungsäußerungen strafrechtlich verfolgt werden, wird man in Belgien bereits für nachweislich wahre Tatsachenbehauptungen vor den Kadi gezerrt, wenn diese der herrschenden Ideologie nicht genehm sind – oder wie man das dann juristisch ausdrückt: die geeignet sind, „Hass“ auszulösen.

Der populäre Anti-Migrations-Aktivist Dries Van Langenhove hielt im Jahre 2024 an der katholischen Universität Leuven einen Vortrag über den Zusammenhang zwischen Massenmigration, Kriminalität und dem Verlust an Lebensqualität. Das alles auf Basis wissenschaftlicher Evidenz, Zahlen und Fakten, was das Gericht jedoch nicht beeindruckt hat. Im Urteil hieß es laut Berichten: „Selbst wenn alle von Van Langenhove gemachten Aussagen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Statistiken beruhen, ändert dies nichts am kriminellen Vorsatz. Van Langenhove wird nicht beschuldigt, Falschinformationen verbreitet zu haben. Ihm wird vorgeworfen, Tatsachen in einer Weise dargestellt zu haben, die zum Hass gegen Personen aufgrund eines oder mehrerer der geschützten Kriterien des Anti-Rassismus-Gesetzes aufstachelt.“

Das geübte Auge erkennt die Willkürjustiz an der Formulierung des letzten Satzes. Zur Veranschaulichung zwei einfache Beispiele im Direktvergleich:

Beispiel 1: In einer bisher friedlichen, homogenen Gemeinde mit einer Kriminalitätsrate im homöopathischen Bereich werden mehrere hundert junge muslimische Männer aus der Levante angesiedelt. Zeitgleich folgt ein massives Aufkommen schwerster Gewaltkriminalität: Jeden Monat im Schnitt zwei Morde, zehn Raubüberfälle, acht schwere Körperverletzungen, 50 Vergewaltigungen und 20 Gruppenvergewaltigungen. In sämtlichen Fällen gehören die ermittelten Täter zur Gruppe der Migranten. Man muss mit völliger Blindheit oder maximaler Ignoranz geschlagen sein, um hier keinen direkten – und zwar eindeutig kausalen – Zusammenhang sehen zu können oder zu wollen. Wenn man nun in Belgien anhand dieses Falls die einzig in Frage kommende wissenschaftlich korrekte Aussage über den kausalen Zusammenhang zwischen Migration und Gewaltkriminalität tätigt, wird man dafür verurteilt, weil man diese Tatsachen auf eine Weise dargestellt hat, die zum Hass gegen bestimmte privilegierte – nämlich gegen jedwede Form von Kritik immunisierte – Einwanderergruppen (denn nichts anderes verbirgt sich hinter der Floskel „geschützte Kriterien des Anti-Rassismus-Gesetzes“) aufstachelt.

Beispiel 2: Fünf junge Männer im Alter von 35 Jahren, die in ihrem bisherigen Leben stets kerngesund und topfit waren, fangen zeitgleich an, täglich stattliche Mengen Crystal Meth zu konsumieren. Nach drei Jahren sehen sie alle aus wie Zombies, und nach fünf Jahren sind sie tot. Man muss mit völliger Blindheit oder maximaler Ignoranz geschlagen sein, um hier keinen direkten – und zwar eindeutig kausalen – Zusammenhang sehen zu können oder zu wollen. Wenn man nun in Belgien anhand dieses Falls die einzig in Frage kommende wissenschaftlich korrekte Aussage über den kausalen Zusammenhang zwischen massivem täglichem Methamphetamin-Missbrauch und dem körperlichen Zerfall bis zum Exitus tätigt, käme niemand auf die geisteskranke Idee, einem vorzuwerfen, zum Hass gegen eine chemische Substanz aufzustacheln.

Es ist reine Willkür, und Willkür ist das Einfallstor der Tyrannei. Belgien ist aufgrund solcher Rechtsprechung dort angelangt. Machen wir uns nichts vor: Deutschland wird bald folgen!

Bis dahin lässt man sich bei uns aber erst mal was besonders Feines einfallen, um nicht nur Moral-, sondern endlich auch Zensur-Weltmeister zu werden. Falls mir irgendwelche Wortklauber nun vorwerfen wollen, begrifflich nicht korrekt zu arbeiten, da mit Zensur grundsätzlich eine sogenannte Vorabzensur gemeint ist: So langsam nähern wir uns einer solchen Stück für Stück. Die großartige Truppe von „Apollo News“ hat einen gar perfiden Plan aufgedeckt, ich zitiere: „Schon bald könnte es eine gesetzliche Pflicht für soziale Netzwerke geben, Inhalte bestimmter staatlich ausgewählter Medien auf diesen Plattformen bevorzugt anzuzeigen. Es wäre ein direkter staatlicher Eingriff in die Algorithmen sozialer Medien. Genau das könnte schon in wenigen Monaten beschlossen werden. Apollo News liegen Pläne vor, die zeigen, wie tief die Aufsichtsbehörden in die Reihenfolge der Inhalte eingreifen wollen. Konkret läuft der Algorithmen-Eingriff unter dem Stichwort ‚Public-Value-Medien‘, also Medienangebote, die einen ‚öffentlichen Mehrwert‘ liefern – die Entscheidung, wer das ist, treffen die Landesmedienanstalten, die trotz des Etiketts ‚staatsfern‘ nichts anderes als staatliche Aufsichtsbehörden sind. Bisher waren auch genau deshalb ihre Kompetenzen sehr beschränkt, wurden aber in den vergangenen Jahren Stück für Stück ausgebaut.“

Zu den Landesmedienanstalten habe ich bereits mehrfach etwas geschrieben. Zur Vermeidung von Redundanzen nur kurz: Das sind Quasi-Behörden, die stets als „staatsfern“ bezeichnet werden, was der blanke Hohn ist, denn sie werden von den Landesparlamenten mit den „richtigen“ Leuten besetzt und aus dem Rundfunkbeitragstopf finanziert. Mehr Staat geht kaum. Sie wurden dereinst geschaffen, um den seinerzeit neu gegründeten privaten Rundfunk zu regulieren, was tatsächlich notwendig war, weil Sendefrequenzen beim alten Analog-Funk eine äußerst knappe Ressource waren. Die Digitalisierung hat dieses Problem längst überwunden, eigentlich könnte man diese Kasperbuden längst dichtmachen. Allerdings gilt die Regel, dass der Staat ein Machtinstrument, dessen er einmal habhaft wurde, niemals mehr freiwillig aus der Hand gibt oder auch nur in der Wirkung einschränkt, sondern stets bemüht ist, es zu verstärken und zu vergrößern. So auch hier: Die Kompetenz der Landesmedienanstalten wurde um die Beaufsichtigung von Telemedienangeboten erweitert, daher gehen diese sesselfurzenden Gebührenritter jetzt liebend gern kleinen YouTubern auf den Sack. Und noch lieber großen, reichweitenstarken YouTubern – zumindest jenen, die nicht auf Linie sind, oder gar tatsächlich so richtig staatsfern.

Sollten sie nun jedoch konkret planen, in die Algorithmen von sozialen Netzwerken einzugreifen und diese zu zwingen, dem User nicht mehr – wie bisher – Inhalte anzuzeigen, die seinen Interessen entsprechen (was sinnvoll ist), sondern Inhalte, die die Landesmedienanstalten für gut und wertvoll erachten, dann ist das verdammt nah an der Zensur, denn für jeden Schrott, der mir deretwegen angezeigt werden muss, wird mir etwas nicht angezeigt und damit faktisch vorenthalten, das ich sehen will. Was sich hinter dem Euphemismus „Public-Value-Medien“ verbirgt, ahnen Sie sicher schon: Der zwangsgebührenfinanzierte Staatspropaganda-Lügenschundfunk mit einer mundgeklöppelten Melange des geistigen Dünnpfiffs der hoffnungsvollsten Nachwuchs-Relotiusse im Schlepptau, unter besonderem Augenmerk auf der Vielfalt, weshalb das gesamte Meinungsspektrum vom linken äußeren Rand bis linksaußen vollständig abgebildet wird. Das heißt für Sie als Konsument, dass Sie erstmal den ganzen Scheiß wegklicken müssen, der Ihnen in den Feed gespült wird wie das gleichnamige Erzeugnis Ihrer Nachbarschaft bei Verstopfung des Hauptabflussrohrs in Ihr Klosett, um dann mühsam auf die aktive Suche nach den Beiträgen zu gehen, die Sie tatsächlich schauen wollen und deshalb sogar ursprünglich abonniert hatten.

Wenn Sie nun denken, das ist zwar lästig, aber irgendwie machbar, dann verkennen Sie einen entscheidenden Punkt: Sie werden zwar mit einigem lästigen Aufwand weiterhin Ihre vertrauten Lieblingsformate finden, aber auf neue Angebote oder Anbieter werden Sie dabei kaum mehr stoßen. Ein sicher nicht unerwünschter Nebeneffekt dieser Vorgehensweise ist nämlich, bereits im Vorfeld effektiv zu verhindern, dass jemals wieder ein YouTube-Kanal wie „{ungeskriptet} by Ben“ entstehen und zu vergleichbarem Erfolg geführt werden kann. Das Trauma der sechs Millionen Höcke-ununterbrochen-Enjoyer sitzt nämlich tief – hat es den Gatekeepern des politmedialen Komplexes doch gleichermaßen unerwartet wie brutal ihre schwindende Bedeutung und damit ihre schwindende Macht vor Augen geführt.

Es bleibt zu hoffen, dass dieses dystopische Vorhaben am öffentlichen Gegenwind seitens der neuen Medien scheitert – ein ähnlicher Erfolg ist unlängst gelungen, als man nun ganz verschämt doch darauf verzichtet hat, Gemeinden ein gesetzliches Vorkaufsrecht auf Immobilien einzuräumen, wenn eine „feindliche Landnahme“ durch Andersdenkende zu befürchten ist. Sollte das nicht gelingen, kann man nur noch hoffen, dass Rechtsanwalt Steinhöfel, der schon mehrfach angedeutet hatte, dass für die Installation solcher Landesmedienanstalten gar keine Ermächtigungsgrundlage existiert, sich zur Klärung dieser Frage mit den besten kritischen Staatsrechtlern des Landes zusammentut, um gemeinsam eine juristische Lösung herbeizuführen.

Zum Abschluss ein bisschen Boulevard: Franziska Brantner, Bundesvorsitzende der Grünen, sinnierte in einem Interview mit dem „Stern“, sie hadere mit ihrem Image, weil dieses so dröge sei, dass man eigentlich den dazu passenden Namen ihrer Parteigenossin, der Bundestagsfraktionsvorsitzenden, sozial gerecht umverteilen müsste. Und das alles nur, weil niemand ihre witzige Seite zur Kenntnis nehme.

Das kann durchaus sein – ihr einziger mir bekannter dahingehender Versuch war ein Video, in dem sie auf Donald Trump geschimpft und dabei einen Kürbis zerschnitten hat. Ist halt blöd, wenn die einzig erkennbare Komik ausgerechnet die unfreiwillige ist und dann auch noch mit Aszendent Fremdscham daherkommt.

Gleichermaßen fühlt sie sich auch in ihrer Intellektualität nicht angemessen wertgeschätzt. Immerhin hat sie drei Studienabschlüsse, immerhin aus Paris und New York, und obendrein einen deutschen Doktortitel aus Mannheim, den sie aber regelmäßig verschweigt, um blöde Sprüche zu vermeiden.

Kaum waren meine bitteren Tränen ob dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit getrocknet, ereilte mich ein Blitzgedanke mit der hier alles entscheidenden Fragestellung: Welche Meise muss man unterm Problempony haben, um mit drei Studienabschlüssen und einer Promotion in der Tasche so tief zu sinken, seine Fertigkeiten in den Dienst einer vornehmlich von arbeitsscheuen Lebensversagern gekaperten ökobolschewistischen Endzeit-Sekte zu stellen, deren Weltbild ein Level an Naivität und Infantilität aufweist, das in jedem Kindergarten eine sofortige Rückstufung in die Krabbelgruppe zur Folge hätte, und deren Parteiprogramm man nur dann ohne körperliche Schmerzen lesen kann, wenn man sich zuvor erfolgreich einer Lobotomie unterzogen hat?

Fairerweise muss erwähnt werden, dass auch umgekehrt ein Schuh draus werden könnte: Kann es sein, dass die Schaffung mannigfaltiger Studiengänge in unproduktiven, von durchgeknallten Psychopathen frei erfundenen Geschwätzwissenschaften zwecks Heranzucht eines pseudo-akademischen Lumpenproletariats zur scheinintellektuellen Befeuerung linksgrünen Ideologiemülls auf Steuerzahlerkosten mittlerweile längst nicht mehr nur in Deutschland, sondern auch international bereits pandemische Ausmaße angenommen hat?

Unter diesem Aspekt sitzt Frau Doktor Brantner auf exakt dem Posten, für den sie jahrelang „ausgebildet“ wurde. Mit dieser Einsicht ist meine Welt nun wieder im Lot und das Karma-Konto ausgeglichen. Jetzt muss nur noch die lustige, coole, schlaue Franzi mit sich selbst klarkommen, um zurück auf die helle Seite zu gelangen, damit auch der Rest der Welt endlich Frieden findet.

Möge die Macht mit ihr sein!


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