Mord an Henry Nowak: Kommunismus tötet noch immer
„Jedem nach seinen Bedürfnissen“ – Marx’ übler Spruch war Blaupause für Polizeirichtlinie
Ein Detail des entsetzlichen Vorgangs um den vielfach berichteten und diskutierten Mord im südenglischen Southampton verdeutlicht, dass der Kommunismus weiterhin nicht nur sehr aktiv ist, sondern auch noch immer tötet. Er, beziehungsweise der Glaube an ihn, ist verantwortlich dafür, dass der niedergestochene Henry Nowak in Polizeigewahrsam sterben musste.
England erlebt derzeit einen spiegelverkehrten George-Floyd-Moment. Ein Opfer einer blutigen Gewalttat, ein weißer Mann, sagt, er kann nicht atmen. Dass er niedergestochen wurde. Die Polizei nimmt davon kaum Notiz, legt dem jungen Mann, der sie um Hilfe bettelt, Handschellen an. Der Grund: Jemand beschuldigt ihn, sich ihm gegenüber rassistisch geäußert zu haben. Bald stellt sich heraus, dieser Jemand hat den Weißen mehrfach ein Messer in den Körper gerammt. Bis die Polizisten merken, was Sache ist, ist der zuerst Festgenommene, ein 18-jähriger Universitätsstudent, tot.
Diese Zweiklassen-Polizeiarbeit ist, ebenso wie ihr heuchlerisches Leugnen, hinlänglich diskutiert und verurteilt worden. Ebenso das verlogene Entsetzen über die anschließenden, teilweise gewaltsamen Proteste, als ob es nach dem Fall Floyd 2020 keine schlimmeren und länger anhaltenden „weitgehend friedlichen“ („CNN“) Demonstrationen gegeben hätte, welche das Establishment und seine Medien zu verurteilen damals irgendwie vermieden, obwohl die „Demonstranten“ auch noch etliche Corona-Maßnahmen straflos missachteten.
Die Nervosität im Establishment über die Reaktionen auf die jüngsten Beispiele rapide zunehmender Gewaltkriminalität von Migranten oder ihren Nachkommen in Großbritannien ist mit den Händen zu greifen. Ausgerechnet Sinn Fein, der sehr linkslastige politische Arm der IRA-Terrororganisation und jetzt in Nordirland in regionaler Regierungsverantwortung, beschwert sich über die gewalttätigen Proteste in Reaktion auf den „Köpfungsversuch“ durch einen sudanesischen „Asylsuchenden“. Andere Establishment-Vertreter können nicht oft genug betonen, wie schlimm es sei, dass Filmmaterial über die Festnahme Nowaks und den bestialischen Mordversuch in Belfast sich so schnell über die sozialen Medien verbreiten konnte.
Hilary Benn, der Minister für Nordirland im Kabinett der britischen Regierung, verwahrte sich vergangene Woche im Parlament gegen den Begriff „fremde Kulturen“, verweigerte jedoch eine Antwort auf die Frage, ob „Köpfen“ Teil einer „fremden Kultur“ sei. Das einzige, was er nach der vierten, gleichlautenden Frage eines Journalisten zu sagen sich durchringen konnte, war, dass das „jedem rechtdenkenden Menschen fremd“ sei. Wie viele andere, die sich eine humanistische Weltregierung erträumen, gibt der damalige Anti-Brexit-Aktivist vor zu glauben, dass alle Kulturen gleichwertig sind. Multikulturalismus darf nicht in Frage gestellt werden. Er ist Teil der neuen großen Gleichmacherei.
Ein weiterer Teil dieses neuen Kommunismus ist die systematische, institutionelle Benachteiligung der einheimischen, weißen Bevölkerung. „Für eine Benachteiligung weißer Briten durch Behörden etwa gebe es ‚keine Belege‘“, sagt ARD-Reporterin Valerie Krall laut einem Bericht der „Jungen Freiheit“. In den Arbeitsrichtlinien der britischen Polizei wäre diese Dame, hätte sie schauen wollen oder dürfen, fündig geworden. Dort heißt es:
„Unser Engagement für ethnische Gerechtigkeit bedeutet Gleichheit bei den Ergebnissen der Polizeiarbeit für Menschen verschiedener ethnischer Gruppen zu schaffen, indem wir auf Einzelpersonen und Gemeinschaften entsprechend ihren spezifischen Bedürfnissen, Lebensumständen und Erfahrungen eingehen, im Bewusstsein, dass diese durch ethnische Zugehörigkeit geprägt sind, und mit dem Ziel, Schaden zu vermeiden.“ Es folgt der Satz: „Es bedeutet nicht, alle ‚gleich‘ zu behandeln oder ‚farbenblind‘ zu sein (ethnische Gleichheit).“
Man beachte, dass diese Richtlinie noch unter der Regierung der sogenannten Konservativen eingeführt wurde. Diese lassen sich von den linken Systembeherrschern für ein paar Pöstchen und ein wenig Anerkennung in den einflussreichen Kreisen genauso auf der Nase herumtanzen wie in Deutschland die führenden Mitglieder der CDU/CSU.
Der Punkt ist hier, dass so etwas in den Polizeirichtlinien steht, und es kaum einer gemerkt hat. Beziehungsweise diejenigen, die es merkten, hielten aus Angst vor Jobverlust den Mund. Andere, deren Job nicht vom Bemerken dessen abhing und sich äußerten, wurden als Verschwörungstheoretiker abgetan. Nun, da der Absatz aufgrund der Umstände des Mordes in Southampton allgemein bekannt ist, kann jeder sehen, was hier gespielt wird. Das Ziel „Ergebnisgleichheit“ ist klassischer Kommunismus. Der ganze zitierte Abschnitt ist ein einziges Echo des berühmten Spruchs von Karl Marx: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.“
Das Bedürfnis der Sikhs zum Beispiel, aus religiösen Gründen einen Dolch mit sich führen zu dürfen, übertrumpft im Vereinigten Königreich ganz legal das Messertrageverbot. Auch das ist jetzt allgemein bekannt. Im Kontext des Mordes an Nowak — der Messerstecher war ein Sikh und Sohn von Einwanderern aus Indien — muss jeder in dieser legalen Widersprüchlichkeit ein Problem sehen. Ebenso in der oben zitierten Richtlinie, die den Polizisten einen starken Anreiz gab, dem Mann mit offensichtlichem Migrationshintergrund mit seinem Rassismusvorwurf sofort weitaus mehr Glauben zu schenken als dem röchelnden, am Boden liegenden wahren Opfer.
Für normale Menschen ist das Problem offensichtlich: Ergebnisgleichheit führt zu Ungerechtigkeiten, Körperverletzungen und Tod. Für Kommunisten und Mitglieder der Herrscherklasse – oder wiederhole ich mich? – ist das Problem ein ganz anderes. Nämlich die Frage, wie sie ungeschoren aus dieser Geschichte herauskommen, da sie nun von einer großen und wachsenden Zahl als institutionell ursächlich für die jüngsten Gräueltaten verantwortlich angesehen werden. Weshalb sie lautstark mit ihren Fingern auf die lästigen sozialen Medien zeigen, die unbequeme Wahrheiten, von ihnen „Desinformationen“ genannt, verbreiten. Zwei Schritte vor, eines zurück, ist die lang etablierte Vorgehensweise der Kommunisten. Aber die sozialen Medien könnten ihnen diesmal einen Strich durch die taktische Rechnung machen.
Ergebnisgleichheit und Gerechtigkeit, also Gleichheit vor dem Gesetz, also auch Gleichbehandlung durch die Polizei,schließen sich aus. Ersteres ist kommunistisches Ziel und letztendlich nur durch Tyrannei durchzusetzen. Letzteres ist eine zivilisatorische Errungenschaft des Westens, in vielen Jahrhunderten den Tyrannen und ihren Rechtfertigungsreligionen abgerungen. Tyrannei entsteht, wenn Leute an oder nahe der Spitze natürlich entstandener Hierarchien sich einer Herausforderung durch Rivalen nicht in offener und ehrlicher Auseinandersetzung stellen, sondern mittels Tricks, Betrügereien und hinterhältiger, später auch offener Gewalt. Die Geschichte von Kain und Abel ist hier archetypisch. Tyrannei wird zurückgedrängt, wenn hinreichend viele Menschen die Tricksereien der Möchtegerntyrannen durchschauen und sich von ihren Gewaltandrohungen nicht beeindrucken lassen. Die Kommunisten unserer Tage befürchten, dass wir nahe an einem solchen Punkt sind, dass „ein Schritt zurück“ nicht ausreichen wird, um ihre Position zu halten und ihre – zumindest politische – Haut zu retten. Deshalb sind sie so nervös.
Henry Nowak ist im übertragenen Sinn ein Todesopfer des Kommunismus. Einer von vielen Millionen. Durch die sozialen Medien verbreitet sich diese Erkenntnis, wenn auch meist nicht genau so formuliert. Jedoch so stark, dass unseren Möchtegerntyrannen Angst und Bange wird.
Quellen:
Is beheading an alien culture? Interviewausschnitt mit Hilary Benn; Youtube.com
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