Gestahlfedert: Stahlis Wochenshow 5: Sieben Tage, sieben Dummheiten
Der aktuelle Irrsinn im Paket – plus Bonus-Story
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in dieser Kolumne meinen lustigen Real-Life-Zusammenstoß mit einer durchgeknallten Feministin zu schildern, die sich allein durch meine toxische Männlichkeit zu einer Straftat hat hinreißen lassen – die selbstverständlich ungesühnt bleibt, wohingegen es im umgekehrten Fall sicherlich mein „männliches Privileg“ gewesen wäre, einen weiteren Auftritt vor dem Strafrichter spendiert zu kriegen. Doch dann prasselten jeden Tag der Woche neue Storys auf mich ein, die ich besser und/oder wichtiger fand, und die Qual der Wahl endete mit der Entscheidung, sie alle zu bringen, aber dafür nur in Kurzform. Will sagen: Nach den drei letzten Kolumnen, die sich nur zwei Themen widmeten, dafür aber in epischer Überlänge, gibt es heute zur Abwechslung mal das glatte Gegenteil.
Apropos letzte Kolumnen und Feminismus-Mumpitz: Fast hätte meine „Collien-Erfandes“-Shitstory einen dritten Teil bekommen, weil am Dienstag der absolute Knaller herauskam: Bereits im vergangenen Herbst hatte Christian Ulmen eine Fernsehserie mit dem Arbeitstitel „The Au Pair“ abgedreht, wobei er sich für Idee und Drehbuch verantwortlich zeichnete und auch noch Regie führte. In dieser Serie soll es um einen Typen gehen, der seiner Freundin unter Tränen gesteht, dass er erotische Bilder von ihr in Sex-Chatgruppen hochgeladen hat und sich an den Reaktionen der anderen Männer darauf aufgegeilt hat. Hierzu fällt mir leider nur eine äußerst abgedroschene Floskel ein: Das kannste dir nicht ausdenken! Der wahre Knaller daran war allerdings, dass diese Geschichte weitgehend unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung gehalten wurde, damit die Lüge von der „virtuellen Vergewaltigung“ und damit einhergehend die der „digitalen Gewalt“ ungestört weiter durch die Gehirne gepeitscht werden kann, um das nächste totalitäre Maulkorb-Gesetz zu installieren.
Bleiben wir einfach beim selben Themenkomplex, also Feminismus-Mumpitz und nicht-existente Formen von Gewalt: Ebenfalls am Dienstag durfte ich dank der zwangsgebührenfinanzierten kulturmarxistischen Propagandaschleuder „NDR“ eine weitere Arschgeburt dieser grassierenden Geisteskrankheit kennenlernen, nämlich die „finanzielle Gewalt“. Diese wird angeblich von Männern, die viel Geld oder überhaupt Geld haben, gegen Frauen ausgeübt, die weniger oder gar kein Geld haben. Ja, genau, natürlich nur so herum, auf keinen Fall umgekehrt! Doch selbst wenn man seine Existenz anerkennt und dann auch noch für problematisch hält, handelt es sich bei diesem Phänomen um was auch immer, aber definitiv nicht um „Gewalt“. Das möchte ich hier jedoch ungern zum x-ten Mal erklären müssen, daher verweise ich alle, die das noch nicht wissen, auf die entsprechende Stelle in meiner Kolumne vom 6. April.
Ein klassischer Fall von „finanzieller Gewalt“ dürfte wohl vorliegen, wenn eine Frau sich die siebenunddreißigste Handtasche kaufen will, aber ihr Mann, der das dafür notwendige Geld täglich erarbeiten muss, die gesichert femizide Ansicht vertritt, dass ein menschenwürdiges Leben auch mit der beschämend geringen Anzahl von nur sechsunddreißig Handtaschen durchaus möglich ist. Ziel dieser irren Psy-Op ist es zum einen, diese Sorte Mann durch die immer weitere, verwässernde Ausdehnung und damit Entkernung des Gewaltbegriffs auf eine Stufe zu stellen mit jenen Exemplaren, die ihrer Frau allein schon ob ihrer kecken Forderung eine repräsentative Bestenauslese ihrer sechsunddreißig Handtaschen mit liebevollem Nachdruck rechts und links um die Ohren klatschen würden. Zum anderen geht es darum, den Mann immer weiter zu entmännlichen und in letzter Konsequenz zu enteignen, indem man seinen natürlichen und vor allem berechtigten Wunsch, sich über die Verwendung seines Eigentums zumindest noch ein Vetorecht vorzubehalten, zur „Gewalt“ umlügt.
Verrückt, nicht wahr? Als ich das mit der „finanziellen Gewalt“ las, dachte ich zuerst an einen Mann, dem nach der Scheidung von seinem Einkommen gerade mal der Bürgergeld-Satz bleibt, dafür aber, um weiter malochen zu gehen, jede Menge an zusätzlicher Zeit, die er dadurch gewinnt, dass er seine Kinder nicht mehr sehen darf.
Aber wer bin ich schon? Selbstverständlich kann ich nicht mithalten mit den linken, äh, sorry, „unabhängigen Forschern“ des „Instituts für Finanzdienstleistungen e.V.“, dessen geschäftsführende Direktorin Sally Peters diesen absurden Geistesfurz in den NDR-Äther pupsen durfte. Wäre das heute mein einziges Thema, würde ich mich jetzt ausführlich dem Hintergrund, der Finanzierung und den Protagonisten dieses Vereins widmen, aber wer hier regelmäßig liest, dürfte inzwischen über eine ausreichend geschärfte Sinnerfassung verfügen, um allein durch einen kurzen Blick auf deren Website meinen weiteren Text vor seinem geistigen Auge vorbeiziehen zu lassen.
Allerdings könnte ich diesem „Institut“ glatt einen wertvollen Dienst erweisen, da ich die ultimative Lösung des „Problems“ kenne: Frauen, die ernsthafte Angst vor dieser herbeihalluzinierten Form von „Gewalt“ haben, können sich selbst ganz einfach davor schützen, indem sie sich nur noch mit Männern einlassen, die weniger Kohle haben als sie! Genial, nicht wahr? Tja, nur leider fragt mich nie jemand – dabei ist mein Lösungsansatz so simpel und gleichzeitig naheliegend, dass all die klugen Köpf:innnen in diesem „Institut“ auch glatt von allein hätten darauf kommen können!
Doch dem steht die bei solchen NGOs systemimmanente kollektive ideologische Blindheit im Wege: Es ist ungefährlicher, in der gegen echten Widerspruch hermetisch abgeriegelten Echokammer der Systemmedien gratismutig immer lauter nach noch mehr Enteierung und Einteignung von leistungsstarken Männern zu schreien, als offen eingestehen zu müssen, dass Frauen mehrheitlich gar kein Interesse an Männern haben, die in puncto Einkommen und Vermögen, aber auch echter Macht unter ihnen stehen, wohingegen der finanzielle Background einer Frau den meisten Männern völlig egal ist, abgesehen von ausgewiesenen Heiratsschwindlern. Jeder kennt die Klassiker: Die Sekretärin heiratet ihren Chef, die Krankenschwester den Oberarzt. Der umgekehrte Fall, dass eine erfolgreiche Geschäftsfrau ihren Assistenten heiratet oder die Chefärztin einen Krankenpfleger, findet sich dagegen eher in homöopathischer Dosis. Selbst unter Weglassung der Variante mit Eheschließung dürfte die Anzahl der bloßen Affären zwischen Chef und Sekretärin oder zwischen Oberarzt und Krankenschwester sogar in astronomische Höhen schnellen, wohingegen Affären zwischen erfolgreicher Geschäftsfrau und ihrem Assistenten oder zwischen Chefärztin und Krankenpfleger weiterhin Ausnahmetatbestände bleiben. Schon im Märchen ist der Traumprinz, dem eine arme, aber holde Bürgerliche zum Liebes- und Lebensglück genügt, der Normalfall, wohingegen die umgekehrte Konstellation nur mit der Lupe zu finden ist, und selbst dann dem armen Schlucker die erfolgreiche Landung bei einer höhergestellten Frau meist nur mit Tricks und Täuschungen oder Formen besonderer Magie gelingt. Dieses allen menschlichen Kulturen gemeinsame Phänomen heißt „Hypergamie“. Die meisten Menschen (außer thematisch sehr Interessierte) dürften diesen Begriff noch nie gehört haben, weil die erfolgreich durch die Institutionen marschierten Gesellschaftsklempner es geschickt zu verhindern wissen, dass Sie jene „Unworte“, die das regelmäßige krachende Scheitern ihres Ideologiemülls nur allzu treffend beschreiben, überhaupt erst kennenlernen. Der größte gemeinsame Feind sämtlicher linker Utopien ist und bleibt halt die verdammte Realität…
Am Montagmorgen drehte die komplette Fanbasis des kollektivistischen EU-Totalitarismus völlig am Rad und schwadronierte im Freudentaumel von einem „Sieg der Demokratie“. Nun sollte man annehmen, jede freie, unmanipulierte Wahl sei doch ein solcher „Sieg der Demokratie“, aber seitdem Linke erfolgreich das wirkmächtigste Instrument der Welt, nämlich die Sprache, gekapert haben (was sie nur tun konnten, weil alle anderen die Gefahr weder erkannt noch gebannt haben und bis heute auch nichts dagegen unternehmen, sondern sogar noch brav mitspielen), heißt ja nichts mehr das, was man ursprünglich mal darunter verstanden hat. Daher ist eine Wahl nur ein „Sieg der Demokratie“, wenn sie im Sinne der Linken ausgegangen ist. Wenn nicht, ist sie „ein schwarzer Tag“ oder sogar „eine Schande“ für die Demokratie.
Was war passiert? Am Sonntag gab es in Ungarn eine Parlamentswahl, bei der die oppositionelle TISZA-Partei mit ihrem Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Péter Magyar eine parlamentarische Zweidrittelmehrheit gewann und damit nach 16 Jahren die Regierung der Fidesz-Partei mit ihrem Ministerpräsidenten Viktor Orbán beendete. Und das war auch das Hauptziel: Im EU-Kosmos war der EU-kritische Orbán – nach Donald Trump oder sogar gleichauf mit ihm, und sogar noch vor Vladimir Putin oder ebenfalls gleichauf mit ihm – der meistgehasste Mann des Universums, also musste er endlich weg, egal wie, und sogar egal, was danach passiert.
Das war gelungen, sogar erdrutschartig, und muss noch nicht mal zwingend inhaltliche oder politische Gründe gehabt haben. Nach 16 Jahren tritt eine natürliche Ermüdung oder auch Übersättigung ein, man kann und will immer dieselbe Visage einfach nicht mehr sehen – wir Deutschen durften dieses Phänomen bereits zweimal erleben. Dazu macht sich das Gefühl breit, dass während einer so langen Amtszeit Strukturen geschaffen und verfestigt wurden, die dem Land nicht guttun, was sogar zutreffend sein dürfte, und die will man gleich mit abwählen, was natürlich Unsinn ist, da sie einfach nur der Nachfolgeregierung vererbt werden. Selbst wenn diese im Wahlkampf versprochen hatte, solche nachteilige Strukturen („den Sumpf“) umgehend und restlos zu beseitigen, wird sich der dahingehende Enthusiasmus reziprok zur Erkenntnis der Nützlichkeit dieser Strukturen für die eigenen Zwecke der Nulllinie nähern.
Der Jubel der gesamten EU-Schickeria über den Wahlausgang ist zudem kaum nachvollziehbar, da ihr einziger „Sieg“ in der Abwahl Orbáns bestand. Sein designierter Nachfolger Péter Magyar ist mitnichten ein linksgrünwoker „Heilsbringer“, sondern hat politisch und weltanschaulich mit seinem Vorgänger weitaus mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, wobei der größte in der Haltung gegenüber Putins Russland und etwas weniger Konfrontationskurs mit Brüssel liegen dürfte. Doch auch für ihn stehen die Interessen Ungarns an erster Stelle, und dann bedeutet sein Nachname übersetzt auch noch „Ungar“. Peter Ungar – das ist fast schon irgendwie cool! Würde bei uns ein eher maskuliner Typ namens „Peter Deutsch“, blond und blauäugig, mit Blitzkrieg-Frisur, politisch irgendwo zwischen Strauß-CSU und AfD anzusiedeln, zum Kanzler gewählt, würden die Linken ganz sicher nicht das Internet mit „Sieg für die Demokratie“-Jubelarien vollspammen, sondern die halbe Republik anzünden!
Die Zusammensetzung des neugewählten ungarischen Parlaments – bestehend aus 141 Sitzen für Magyars rechtskonservative TISZA-Partei, 52 Sitzen für Orbáns rechtsnationalkonservatives politisches Bündnis aus Fidesz und KDNP sowie 6 Sitzen für die als rechtsextrem geltende Heimat-Bewegung MHM – ist ebenfalls bemerkenswert: Es sind also nur drei Parteien im Parlament vertreten, die allesamt rechts der Mitte zu verorten sind, ohne auch nur einen einzigen Linken oder gar Grünen, was unter normalen Umständen im linken Lager definitiv keine allzu ausgelassene Stimmung erzeugt hätte. Wäre mit diesem Votum statt Viktor Orbán eine sozialdemokratische Regierung abgewählt worden, wäre der identische Wahlausgang mitnichten ein „Sieg für die Demokratie“, sondern zumindest „ein schwarzer Tag“, wenn nicht sogar „eine Schande“ für die Demokratie. Damit dürfte alles gesagt sein über die Beliebigkeit und Gehaltlosigkeit politischer Aussagen von EU-verliebten Kollektivisten.
Noch viel lustiger fand ich jedoch die zahlreichen „Sieg-für-die-Demokratie“-Jubel-Tweets auf „X“ mit den verschiedensten Varianten der immergleichen Kernaussage, der „Autokrat“ oder gar „Diktator“ Orbán sei „endlich abgewählt“ worden, nachdem dieser seine Niederlage öffentlich eingeräumt und dem Wahlsieger gratuliert hatte. Bei jedem derartigen Posting drängte mir mein Gehirn die innere Frage auf, ob diese Idioten allesamt nicht wissen, dass ein Autokrat oder gar Diktator eher so der Typ ist, den man gar nicht abwählen kann, weil’s keine Wahlen gibt. Sollte es doch Wahlen geben, dann meistens nur zum Schein, und er ist der Typ, der dafür sorgt, dass diese Wahlen so ausgehen wie gewünscht. Und sollte selbst das aus unerfindlichen Gründen nicht gelingen, dann ist er der Typ, der das Wahlergebnis einfach nicht anerkennt – im besten Fall mit einer fadenscheinigen Begründung, aber zur Not geht’s auch ohne, da man ja auch jeden, der das Wahlergebnis anzweifelt, unproblematisch verschwinden lassen kann. Doch während ich mich noch fragte, ob Linke wirklich geistig so behindert sind, diesen eklatanten Widerspruch innerhalb nur eines Satzes nicht zu erkennen, fiel mir wieder ein, dass sie ja die Sprache fast komplett umgedeutet hatten, weshalb „Autokrat“ längst nicht mehr das heißt, was bisher jeder darunter verstanden hat, sondern als Bezeichnung für jeden demokratisch gewählten dezidiert anti-linken und anti-woken Regierungschef dient, der exakt das tut, was er der nicht-linken Mehrheit, die ihn gewählt hat, versprochen hat, und zwar notfalls auch gegen den Willen der linken Minderheit, die ihn nicht gewählt hat. Also allen voran Trump und Orbán. Als der böse „Autokrat“ Trump jedoch in Venezuela den Massenmörder, Wahlbetrüger und Schwerstkriminellen Nicolás Maduro von der Bürde seines Amtes befreite, stieß man in der Berichterstattung der deutschen Systemmedien nur nach langer, akribischer Suche auf Begriffe wie „Autokrat“ oder gar „Diktator“. Für die „Tagesschau“, die sich sonst für keine weltanschaulich gefärbte „Einordnung“ zu schade ist, blieb der feine Herr Maduro auch als Häftling der US-Justiz der „Staatschef“ und „Präsident“ von Venezuela.
Kommen wir zu einer kleinen Sensation: Der „Focus“ berichtet von der Vorstellung des Landesverfassungsschutzberichtes von Nordrhein-Westfalen für das vergangene Jahr, und die Überschrift lautet „NRW: Anstieg linksextremer Straftaten um 103,7 Prozent“ – kannten wir doch bisher nur Überschriften, die in die andere Richtung gehen! Die Verfassungsschutzberichte werde ich demnächst etwas genauer unter die Lupe nehmen, weil meine „Statistik des Grauens“-Reihe nach einer Fortsetzung ruft, daher hier nur kurz zu diesem speziellen Artikel: Bitte nicht zu früh freuen, denn selbstverständlich sind auch die Zahlen der „rechten Straftaten“ astronomisch in die Höhe geschossen, allerdings gibt es da einen kleinen, jedoch entscheidenden Unterschied, den man aber nur erkennt, wenn man nicht nur genau hinsieht, sondern auch zwischen den Zeilen liest. Der – sicherlich aus Versehen – verräterischste Satz des gesamten Artikels ist ein Zitat des NRW-Innenministers Herbert Reul (CDU): „Hinter jeder dieser Zahlen steckt ein geschlagener Wahlkämpfer, eine verletzte Polizistin.“ Nun dürfte hinreichend bekannt sein, welche Klientel die größte Neigung zu politisch motivierter Gewalt gegen Wahlkämpfer und Polizisten aufweist – Herr Reul bezieht sich durchaus erkennbar auf linke Straftaten. Ich erlaube mir, ergänzend fortzufahren mit den „rechten Straftaten“, und zwar in Reuls Duktus bleibend: „Hinter jeder dieser Zahlen steckt ein Wortverbrechen und ein beleidigter Grüner.“ Damit dürfte zu diesem Thema alles Wesentliche in der erforderlichen Kürze gesagt sein.
Apropos Wortverbrechen: Die österreichische Bundesregierung hat eine Verschärfung des „Spionagerechts“ auf den Weg gebracht. Ein neuer Gesetzesentwurf sieht vor, dass künftig nicht nur klassische Agententätigkeit strafbar ist, sondern bereits „Handlungen, die geeignet sind“, dem Ansehen oder anderen Interessen sowohl der Republik Österreich als auch der Einrichtungen der Europäischen Union zu schaden. Das klingt maximal düster, nicht wahr? Wir kennen das mit den „Handlungen, die geeignet sind“ insbesondere aus dem deutschen Äußerungsrecht: Für blöde Sprüche auf „X“, die zwar nur fünf Leute gelesen und zwei geliked haben, die aber theoretisch geeignet sind, einen politischen Schwachkopf in seiner Handlungsunfähigkeit einzuschränken, tritt einem „unsere Demokratie“ gerne mal morgens um sechs Uhr die Türe ein und rupft einem die Bude auseinander. Und was genau versteht man unter „Ansehen“, und was genau beinhalten überhaupt „andere Interessen“? Und dann auch noch sowohl der Republik Österreichs als auch der Einrichtungen der EU – also wohl sämtlicher! Das kann theoretisch alles und nichts sein! Solche Gummi-Formulierungen sind stets das gewollte Einfallstor der Willkür, insbesondere der politischen!
Stellen wir uns einfach mal den Fall vor, dass ein kritischer Journalist aus den Reihen der „alternativen Medien“, in Österreich beispielsweise „AUF1“, von einem Whistleblower Hinweise auf einen politischen Skandal erhält, einen Fall von massiver Korruption, der sich vielleicht sogar nicht nur auf Wien beschränkt, sondern bis in die obersten Etagen in Brüssel erstreckt, und beginnt daraufhin zu recherchieren, wie sich das für einen echten Journalisten gehört. Das könnte bereits dem „Ansehen“ Österreichs und der EU schaden. Um das dann auch unters „Spionagerecht“ geschubst zu kriegen, bräuchte der Informant nur noch ein „ausländischer Akteur“ zu sein, oder man hatte auf Social Media Kontakt bloß mal mit irgendwem, bei dem die Behörden einen ausländischen Einfluss vermuten. Das wäre faktisch das Ende der freien Presse, und böse Zungen sprechen bereits von einem „Kickl-Verhinderungs-Gesetz“.
Und jetzt raten Sie mal, wenn dieses Gesetz in Österreich tatsächlich so eingeführt werden sollte, wer das innerhalb von zehn Sekunden kopieren und wahrscheinlich noch einen draufsetzen würde… Sie kommen sofort darauf, nicht wahr?
Wer glaubt, dystopischer wird’s heute nicht mehr, hat leider die Rechnung ohne die EU gemacht, denn die schafft das locker: Ursula von der Leyen, ihres Zeichens EU-Kommissionspräsidentin und damit die mächtigste Frau in der EU, ohne jemals eine demokratische Wahl gewonnen zu haben, stellte vor laufender Kamera stolz die neueste düstere Errungenschaft ihres satanischen Machtapparats vor: Eine App zur „Altersverifikation“, basierend auf der Corona-App, bei der man sich mit seinem Ausweis registrieren muss, und die man demnächst brauchen soll, um sich bei Social-Media-Plattformen anmelden zu können. Natürlich absolut anonym und hundertprozentig sicher, hat sie versprochen. Die Wahrnehmung des Grundrechts auf Meinungs- und Informationsfreiheit ist also künftig an die Identifizierung und Volljährigkeit gebunden. Das ist das endgültige Ende der Meinungsfreiheit, denn selbst wenn Zensursulas Worte wahr wären und gar nichts Schlimmes passieren sollte – allein die latente und durchaus berechtigte Angst, sie könne gelogen haben und es wird doch alles überwacht, zurückverfolgt und zu politischer Verfolgung oder anderen nachteiligen Konsequenzen führen, wird das eine so flächendeckende Einschüchterung zur Folge haben, dass sich nur noch völlig Wahnsinnige, denen alles egal ist, harte Systemkritik zu äußern trauen. Das ist Orwell auf Steroiden!
Natürlich kommt dieser totalitäre Scheiß wie immer mit einer vorgeschobenen Begründung, die so herzzerreißend ist, dass ihr niemand zu widersprechen wagt: Kinderschutz blablablabla, Pornos blablablabla… Das ist der ultimative Totschläger, denn wer hat schon die Eier, dem Vorwurf, er sei gegen Kinderschutz, konsequent und unbeugsam entgegenzuhalten, dass Kinderschutz erstens nicht die Aufgabe eines totalitären Apparatschik-Molochs sei, sondern die der eigenen Eltern, und dass ihm die Meinungsfreiheit trotzdem immer noch wichtiger sei?
Apropos „Kinderschutz“ und „Pornos“, und in dem Zusammenhang kommt die nächste und letzte Meldung über einen waschechten Skandal, der von der „Jungen Freiheit“ aufgedeckt wurde, erst so richtig krass: An einer Oberschule im sächsischen Schleife (Landkreis Görlitz) gab es eine Projektwoche. Zu dieser trug die mit Abermillionen an Steuergeldern unterstützte linksextreme „Amadeu Antonio Stiftung“ ein eigenes Projekt bei, mit dessen praktischer Durchführung sie wiederum die linksextreme Jugendorganisation „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ beauftragte. Im Rahmen dessen soll Schülern der neunten Klasse bei der Erstellung einer Collage zum Thema „Mut“ von den ausführenden zwei – von normalen Menschen als weiblich gelesenen – Referentinnen, die sich selbst jedoch als „queer und non-binär“ (also geisteskrank) ausgaben, Schwulenpornos gezeigt worden sein, unter anderem mit Nahaufnahmen männlicher Geschlechtsteile sowie Darstellungen von Oralsex unter Männern. Neben dem „rein zufällig“ zwischen die Arbeitsmaterialien geratenen Gaylord-Wichsheftchen fanden sich ebenso rein zufällig ein paar Flyer mit Aufschriften wie „Fuck AfD“ und „Höcke ist ein Nazi“. Jedoch begnügte man sich nicht damit, lediglich Björn Höcke zu nazifizieren: Die durchgeknallten Falken-Uschis forderten die Schüler auf, sich „non-binäre Pronomen“ zu geben und sich damit vorzustellen. Ein Mädel hatte – geschlechtsneutral gesprochen – echte Eier und weigerte sich, diesen perversen Dreck mitzumachen, indem sie einfach darum bat, bei ihrem richtigen Namen genannt zu werden. Daraufhin erklärten die zwei Buchstaben-Mensch:innen der Klasse, man habe in diesem „Nazi-Sachsen“ nichts anderes erwartet.
Tja, was soll man dazu noch sagen? Ach ja: Mit der tollen neuen EU-Identifikations-App wäre das garantiert nicht passiert! Denn nur Uschis Union des Grauen schützt Kinder und Jugendliche zuverlässig vor jedwedem Kontakt mit Pornographie! Außer wenn steuerfinanzierte NGOs oder ähnliche linksextremistische Zersetzungsbanden etwas anderes entscheiden…
Da ich meine geschätzte Leserschaft jedoch nicht mit der berechtigten Wut und dem Ekel, den diese Meldung in jedem normalen, geistig und psychisch gesunden Menschen auslösen dürfte, aus meiner Kolumne entlassen möchte, gibt es zum Abschluss eine kleine Anekdote aus meiner Jugend, an die ich mich selbst erst – inspiriert von der letzten Meldung – soeben wieder erinnert habe, nämlich eine Begegnung der dritten Art mit der „Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken“:
Ich dürfte so um die 15 gewesen sein, maximal 16, und hatte einen Schulfreund, der sich als Punker definierte, was er aber aufgrund elterlicher Restriktionen optisch leider nicht im von ihm gewünschten Umfang darstellen konnte, weshalb er sich weitgehend auf diskrete Andeutungen und feine Nuancen wie beispielsweise punkige T-Shirts und Buttons an der Jeansjacke beschränken musste. Ich hingegen war voll der Amerika-Freak, hatte bereits zwei Osterferien als Austauschschüler in den USA verbracht, hörte den ganzen Tag nur Elvis und Country Music, und hielt John Wayne und Ronald Reagan für die zwei coolsten Dudes des Universums. Anders als bei meinem Kumpel, bei dem Assets wie ein buntgefärbter Irokesenschnitt oder die Halskette mit des Nachbarn abgebrochenem Mercedes-Stern einem gutbürgerlichen Umfeld nur schwer vermittelbar waren, gestaltete sich die äußere Zurschaustellung meiner Leidenschaft deutlich unproblematischer. So durfte ich elterlicherseits mit einer für die damalige Zeit und deutsche Verhältnisse imposanten Country-Gürtelschnalle, John-Wayne-Hemden und Lederweste herumlaufen und musste lediglich auf meinen aus den USA mitgebrachten Cowboyhut verzichten, was der sicherlich nicht ganz unberechtigten Sorge meiner Mutter geschuldet war, ihr Sohnemann könnte sich mit diesem Riesentrümmer auf dem Kopf dem Gespött der Leute aussetzen.
Mein Punker-Freund und ich sahen unsere Unterschiedlichkeit keine Sekunde lang als Problem an, sondern als Bereicherung. Jeder schätzte den anderen! Wenn wir bei schlechtem Wetter drinnen abhängen mussten, hörten wir abwechselnd eine Platte von den Sex Pistols und eine von Johnny Cash, und bei schönem Wetter liefen wir durch die Stadt, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern.
Diese Vorgeschichte ermöglicht das Verständnis des Folgenden: Mein Kumpel entdeckte, dass es schräg gegenüber seiner elterlichen Wohnung in einem früheren Ladenlokal so eine Art Jugendtreff gab und berichtete mir davon, dass er dort den ganzen Nachmittag über Jungs und Mädels in unserem Alter rein- und rausgehen sah. Das klang spannend, vor allem der Teil mit den Mädels, also nix wie hin!
Was wir beide nicht wussten: Das war der Treffpunkt der „Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken“! Doch selbst wenn wir das gewusst hätten, wäre uns diese Information nicht sonderlich dienlich gewesen, denn es gab noch kein Internet, keine Google oder sonst was. Egal – jedenfalls sind wir völlig unbefangen einfach da reinmarschiert. Drinnen hockten alle Anwesenden auf ein paar Sitzgelegenheiten und den Boden verteilt in kleineren Grüppchen, tranken entweder Cola oder Flaschenbier, und einige rauchten irgendein abartig stinkendes Kraut. Der Raum war voller Rauch, nicht allzu hell und auch nicht allzu sauber, um den Begriff „versifft“ zu vermeiden. Es war auch nichts ästhetisch oder wenigstens versuchsweise verschönert worden, sondern alles karg, hässlich und verranzt. Das war absolut nicht meine Welt, daher fühlte ich mich dort auch nicht allzu wohl, aber aus Neugier und weil wir nichts Besseres zu tun hatten, gab ich der Sache eine Chance – vor allem in der Hoffnung, wenigstens unter den Mädels irgendwas auszumachen, wo man mal höflich vorstellig werden könnte. Ein Kennerblick quer durch den Raum, nachdem sich meine Augen an die düstere Umgebung gewöhnt hatten, ließ diese Hoffnung jedoch schneller sterben als die Gewehrsalve eines DDR-Grenzers einen Republikflüchtling, denn die jungen Damen waren – wenn überhaupt – eher nach dem Geschmack meines Kumpels. Zumindest leuchteten ihre teilrasierten Kurzhaarschnitte in all den Farben, die tragen zu dürfen ihm nicht vergönnt war, und ich bin mir sicher, auch der eine oder andere abgebrochene Mercedes-Stern dürfte sich unter den Accessoires befunden haben. Die Jungs waren weitgehend ähnlich gestylt, oder treffender ausgedrückt, irgendwie hatte man sich einander angeglichen, denn im selben Maße, wie sich die Mädels betont unweiblich gaben, wirkten die Jungs unmännlich.
Da stand ich nun, analog zu meinem Outfit als „Lonesome Cowboy“, mitten im Raum und fühlte mich wie ein Fremdkörper, was mir unangenehm war, weshalb ich mich zu einer der Gruppen gesellte, aus Höflichkeit, damit es nicht komisch wirkt, obwohl ich eigentlich am liebsten sofort wieder gegangen wäre. Die jungen Leute waren nicht ablehnend oder gar feindselig, sondern eher ähnlich verwundert darüber, was jemanden wie mich wohl in ihr Epizentrum verschlagen haben könnte, wie ich verwundert war darüber, wo ich da gelandet war. Ich weiß nicht mehr allzu viel, insbesondere keine Einzelheiten, sondern nur, dass irgendwann das Gespräch natürlich auf meine Klamotten kam, woraufhin ich dann munter drauflosplapperte, von meiner USA-Reise, wie cool ich die Amis und alles aus Amiland finde, und was Ronald Reagan für ein toller Typ ist, der die scheiß Commies bald plattmacht, damit die ganze Welt endlich in den Genuss des Kapitalismus kommt.
Wie gesagt, nach all den Jahren habe ich keinerlei präzise Erinnerungen mehr, lediglich an die herausragenden Eckpunkte dieses Events, und selbst das nur schemenhaft. Einer dieser Eckpunkte ist, dass mein gleichermaßen heimlicher wie sehnlicher Wunsch, diese Location so schnell wie möglich wieder verlassen zu können, dann doch recht zügig in Erfüllung ging. Und als ich endlich draußen stand, wusste ich dann auch, wo ich soeben gewesen war.
Es gibt die berühmte Redewendung, wer in seiner Jugend kein Sozialist war, hätte kein Herz gehabt, und wer als Erwachsener immer noch einer ist, hätte keinen Verstand. Mit dieser Geschichte musste ich mich nun leider als herzloser Mensch outen, denn tatsächlich habe ich keine Sekunde meines bewussten Lebens auch nur den Hauch einer Begeisterung für irgendeine sozialistische Idee oder auch nur eine linke Tendenz aufbringen können. Das linkeste, was ich jemals gemacht habe, war CDU wählen, und selbst das ist schon über zwanzig Jahre her. Solange ich denken kann, war das Wort „Sozialismus“ für mich negativ konnotiert, ebenso wie umgekehrt das Wort „Kapitalismus“ positiv besetzt war, und jeder, der mir etwas anderes erzählen wollte, hat damit nur die Trotzreaktion ausgelöst, diese Überzeugung noch fester zu zementieren. Ich konnte das damals zwar weder politisch noch ökonomisch verargumentieren, was aber gar nicht notwendig war, denn es gab doch anhand der überall sichtbaren Resultate ausreichend Anscheinsbeweise für die haushohe Überlegenheit des Kapitalismus, insbesondere dass man in direkter Nachbarschaft alle Menschen im Sozialismus einsperren musste, weil sonst fast alle rübergekommen wären, wohingegen hier jeder jederzeit hätte rübergehen können, was aber komischerweise so gut wie niemand gemacht hat. Noch nicht mal die ach-so-überzeugten jungsozialistischen Falken! Aber der Kurzbesuch in ihrem Treffpunkt gab mir einen lebensnahen, praktischen Eindruck von dem, was der reale Sozialismus zu bieten hat: Alles ist düster, muffig, stinkend, hässlich, karg, ärmlich, unästhetisch, widerlich, abstoßend, ranzig, ekelhaft. Sozialismus ist etwas für Schwächlinge und Verlierer, und all das wollte ich halt niemals sein.
Nun lese ich wieder von diesen „Falken“ und muss feststellen, dass es mittlerweile sogar noch schlimmer geworden ist: Die damaligen Jungsozialisten sahen zwar alle kacke aus, aber sie wussten wenigstens, ob sie Männlein oder Weiblein waren, da lagen keine Pornos rum, und niemand hat mich einen „Nazi“ genannt, sondern nur einen „Kapitalisten“, was für die ein Schimpfwort und für mich ein Kompliment war, so dass es für beide Seiten in Ordnung war.
Quellen:
DAS! Rote Sofa: Wie äußert sich finanzielle Gewalt in Beziehungen? - hier anschauen
Die Lüge von der „digitalen Gewalt“ - Teil 2
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