Geldpolitik: Scheinproteste und echte Plünderung – Folgen der institutionalisierten Geldfälschung
Plädoyer für eine Währung mit realem Anker
Der Probeaufstand samt Raub- und Plünderungszug des herangezüchteten migrantischen Prekariats Europas wird von Medien, die das Narrativ der herrschenden Klasse verbreiten, verharmlosend bis versteckt-hämisch „Schülerproteste“ genannt. Allerdings haben Schüler mehr als genug Gründe zum Protest; insofern hat die Bezeichnung eine gewisse Legitimität. Der Staat hat das Bildungssystem materiell und inhaltlich gründlich ruiniert. Die Lebenshaltungskosten steigen. Und dann ist da noch die Frechheit, ihnen den Wehrdienst für diesen moralisch und finanziell bankrotten Staat anzudrohen.
Dass Schüler, die sich dem Protest anschließen, Angriffe auf eben jene Mittelschicht und deren Eigentum decken, die den Laden überhaupt noch am Laufen hält, beweist, dass an den Schulen inhaltlich nicht mehr viel Nützliches vermittelt wird. Das zeigt etwa ein Kurzinterview in einem „Deutschlandkurier“-Video mit einem Demonstrationsteilnehmer, der frei von der Leber weg erklärt, Angriffe auf Einzelhandelsgeschäfte würden niemandem schaden, da die Versicherung zahlen werde. Dass deswegen die Prämien und damit die Preise steigen, der Lebensstandard also noch weiter sinkt, kommt dem gepflegt wirkenden und sorgfältig frisierten jungen Mann trotz seiner intelligenten Wortwahl nicht im Entferntesten in den Sinn. Note sechs, setzen.
Dennoch wäre es etwas zu kurz gegriffen, hier nur das drittweltliche Chaos zu sehen, vor dem uns viele schon lange vor der Flutung des Landes vor zehn Jahren auf Geheiß der damaligen Bundeskanzlerin warnten. Der Titel des LewRockwell.com-Artikels von Charles Hugh Smith aus der vorvergangenen Woche kommt der Wahrheit schon näher: „Die heimliche Ausbeutung durch die Reichen führt zur physischen Ausbeutung durch diejenigen, die ausgebeutet wurden“.
Nun könnte man einwenden, dass der Begriff „ausgebeutet“ für die Plünderer, die migrantischen wie die bioeuropäischen, etwas übertrieben sei. Sicher, selbst unter schwierigen Umständen muss man nicht kriminell werden. Und so schwierig sind die Umstände gar nicht: In Deutschland und Europa muss keiner verhungern. Ganz im Gegenteil. Das Problem ist eher ein Überangebot an staatlicher Unterstützung, das eine Abgreifmentalität fördert.
Dennoch trifft Smith einen Punkt, wenn er schreibt: „Die legale Ausbeutung durch die Reichen – die sowohl die moralischen Grundlagen der Gesellschaft als auch die Rechtsmittel als Hindernisse für die unaufhörliche Ausweitung ihres Reichtums und ihrer Macht beseitigt haben – führt zu einer unkontrollierbaren Ausbeutung durch diejenigen, die ausgebeutet wurden“. Das sei eine Form von „Vergeltung“.
Sicher keine bewusste Vergeltung, wie der oben geschilderte Fall des interviewten jungen Mannes zeigt, der, ökonomisch gesprochen, kaum eins und eins zusammenzählen kann. Die vielen Leute auf der Linken, die eine „eat the rich“-Mentalität mit sich herumtragen, sehen zwar viele Ungerechtigkeiten, manche davon sogar reale, aber sie erkennen deren Hauptursache nicht. Sonst hätten sie sich längst deren Abschaffung auf die Fahnen geschrieben. Die Rede ist von der Geldpolitik und der Monopolstellung des Zentralbankensystems in der Geldschöpfung.
Ich erinnere mich noch gut an meine Reaktion, als ich erstmals erkannte, was wirklich mit unserem Geld passiert. Ich las Murray Rothbards leicht verständliches Büchlein „Das Schein-Geld-System“. Das war im Jahr 1999. EinigeJahre zuvor hatte ich mein Ökonomiestudium absolviert. Und nun las ich etwas über unser Geldsystem, das ich im Studium nie gelernt hatte, das aber zweifellos wahr war und für ein grundsolides Verständnis der Vorgänge in der nationalen und internationalen Wirtschaft unverzichtbar ist. Und somit auch für das Verständnis der politischen Ereignisse. Ich war erschrocken. Und das gleich doppelt. Zum einen, weil ich all das, wie gesagt, nicht im Studium gelernt hatte. Zum anderen, weil all die anderen Absolventen es auch nicht gelernt hatten. Jahr für Jahr verlassen bis heute Tausende frischgebackene Ökonomen weltweit ihre Universitäten. Die wenigsten haben den leisesten Schimmer davon, was Geld wirklich ist und welche katastrophalen Folgen unvermeidbar sind, wenn, wie heutzutage üblich, Geld aus dem Nichts gezaubert wird und das Geldsystem keinen Anker in der Wirklichkeit hat.
Ohne diesen Anker kann das Geldsystem zwar schnell vieles bewirken, das gut gemeint sein mag, aber auch mindestens ebenso viel Böses. Letzteres insbesondere deshalb, weil diejenigen, die die magische Geldmengenerhöhung auslösen, nach jeder solchen Erhöhung regelmäßig direkte positive Folgen erwarten dürfen – monetärer oder politischer Art, für sich und ihre Klasse, die herrschende. Direkte negative Folgen haben sie dagegen kaum zu befürchten. Eine klassische Ausgangslage für den sogenannten „Moral Hazard“ – die von der Versicherungsindustrie gefürchtete Anreizstruktur, bei der jemand einen Vorteil darin sieht, riskanter zu handeln, als er es sonst täte.
Nun also erkannte ich, dass Tausende Volkswirtschaftler und Betriebswirtschaftler in den Ministerien, den Banken, den Konzernen, den Medien und so weiter saßen und nicht sahen, was ich sah. Oder, wenn sie es sahen, zugleich erkannten, dass es ihrer Karriere und dem Schutz ihres Einkommens diente, nicht so genau hinzusehen oder gar darüber zu sprechen. „Houston“, dachte ich, „wir haben ein Problem“ – und begriff gleichzeitig mit Schaudern, warum das geldpolitische „Houston“, anders als im Fall der Apollo-13-Astronauten, nicht zuhören würde oder überhaupt wollte.
Mit anderen Worten: Ich war ein Anhänger der Österreichischen Schule der Ökonomie geworden, jener Denkschule, die sämtliche wesentlichen wirtschaftlichen Zusammenbrüche der vergangenen 150 Jahre – seit ihrem Bestehen – warnend voraussah. Ich bekam live mit, wie diese Schule vor dem Platzen der Tech-Blase 2001, der Finanzkrise 2008 und dem Wirtschaftseinbruch 2020 warnte. Vor Letzterem noch bevor das Coronavirus ein Glitzern in den Augen Anthony Faucis und Christian Drostens verursacht hatte. Ich bekomme dieser Tage mit, wie diese Schule vor dem nächsten Zusammenbruch warnt und erklärt, warum eine Ausweitung der Kriege oder eine ausgewachsene Migrationskrise eine, sarkastisch gesprochen, „ausgezeichnete“ Tarnung für diesen Zusammenbruch wäre.
Aber der Zusammenhang zwischen institutionalisierter Geldfälschung – nichts anderes ist die von der Realität abgekoppelte Geldschöpfung im Grunde – und der Migration geht noch tiefer. Die Geldschöpfung bietet vor allem den Erstempfängern des neuen Geldes eine Bereicherungsmöglichkeit. Sie können sich Dinge leisten, bevor das neue Geld seine schleichende – und manchmal nicht so schleichende – inflationäre Wirkung auf die Preise entfaltet. Alle anderen haben das Nachsehen.
Diese Grundungerechtigkeit ist nicht nur innerhalb der Nationalstaaten spürbar, sondern weltweit. Ein System, das den US-Dollar und damit den ganzen Westen bevorzugt, hat dazu beigetragen, einige andere Regionen der Welt arm zu halten. Es war nicht das Geldsystem allein, das ist klar. Kulturelle Unterschiede spielen auch hier eine Rolle, sonst gäbe es heute kein boomendes Ost- und Südostasien. Aber unschuldig ist das Geldsystem auch hier nicht. Es trug zu einer staatlichen „Entwicklungshilfe“ bei, die Geld in unbrauchbare oder schädliche Projekte steckte, wenn sie nicht lediglich das Geld armer Leute in reichen Ländern an reiche Leute in armen Ländern umverteilte.
Die Folge: riesiger Migrationsdruck in Richtung der vermeintlich reicheren Länder. Geopolitische Ereignisse waren nur die Auslöser. Zu den Ursachen gehört die Geldpolitik. Sicher, auch jene kulturellen Unterschiede, die ein vertrauensvolles Zusammenleben auf engerem Raum nahezu unmöglich machen, tragen dazu bei, dass Migration von der Mehrheit der Menschen in den Einwanderungsländern inzwischen nicht mehr als „Bereicherung“ wahrgenommen wird. Hinzu kommt die große, nicht zu bewältigende Zahl an Menschen, die zumindest auch vom Sozialsystem angelockt werden. Und das wiederum kann nur so großzügig sein, wie es ist, weil im Zweifel Geld aus dem Nichts gezaubert und dem Staat als Kredit zur Verfügung gestellt wird. Die Mittelschicht muss dann nicht nur wegen der Inflation höhere Preise blechen, sondern auch Steuern für das Sozialsystem und, als Kirsche obenauf, für die Zinsen auf die höheren Staatsschulden. Und nun muss sie auch noch zusehen, wie ihre Läden und bald wohl auch ihre Wohnungen geplündert werden.
Ein geordneter Rückbau des Geldsystems und die Wiederherstellung einer in der Realität verankerten Währung, deren Menge nicht nach Belieben der herrschenden Klasse vermehrt werden kann, sind nicht in Sicht. Daher steht uns ein ungeordneter Großkollaps bevor. Dazu werden Szenen wie die vom vergangenen Wochenende gehören. Sie werden allerdings noch bunter sein als bisher.
P.S.: Schauen Sie sich das am 17. Oktober veröffentlichte, mehr als dreistündige Interview von Ben {ungeskriptet} Berndt mit dem Unternehmensberater und Ökonom der Österreichischen Schule Dr. Markus Krall an. Es lohnt sich.
Quellen:
„Antifa vs. Patrioten: Mega-Konfrontation in Dresden!“ - „Deutschlandkurier“; YouTube
Interview von Ben {ungeskriptet} Berndt mit Dr. Markus Krall; YouTube
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