22. April 2026 06:00

Systemkrise Unfreiheit, Ungleichheit, Schwesterlichkeit!

Wie zwei neufeudale Luxustransferempfangende auf Kosten Anderer leben

von Oliver Gorus drucken

Fürstenklasse: Kritik an Eliten und Verschwendung
Bildquelle: e-Redaktion Fürstenklasse: Kritik an Eliten und Verschwendung

Zwei Frauen, zwei Kommunikationsdesaster, zwei Belege für die elfenbeinturmhohe Abgehobenheit der neofeudalen Fürstenklasse der systemkriselnden Bundesrepublik.

Nummer eins kommt aus Niedersachsen: Die Landesjustizministerin Kathrin Wahlmann von der waidwunden Kleinpartei SPD hat 2025 bis 2026 innerhalb von zwölf Monaten fünf dienstliche Auslandsreisen unternommen.

Für ihre siebentägige Singapur-Reise verursachte sie Reisekosten in Höhe von 42.000 Euro. Davon entfielen auf Flugtickets 25.000 Euro, auf ihre sieben Übernachtungen 7.700 Euro und für Dolmetscher, Fahrtkosten, Mobilfunk und weitere Spesen annähernd 10.000 Euro.

Ihre viertägige Reise nach Paris war billiger und kostete nicht 6.000 Euro pro Reisetag, sondern nur 5.500 Euro pro Reisetag, weil die Flüge nur rund 4.000 Euro kosteten. Dafür schlugen die Fahrtkosten vor Ort mit über 6.000 Euro zu Buche, die beiden Dolmetscher kosteten über 5.000 Euro, und die vier Übernachtungen zu je 1.500 Euro waren auch kein Schnäppchen. Insgesamt hat sie auf dieser Reise 22.000 Euro verbraten.

Dann reiste sie noch ins Baltikum nach Estland und Lettland, nach Belgien und nach Österreich. Das kostete den Steuerzahler nochmal zusammen etwa 24.000 Euro.

88.000 Euro Reisekosten insgesamt innerhalb eines Jahres. Ja, Landesjustizminister sind so eine Art heimliche Außenminister, das Reisen liegt ihnen sozusagen im Blut. (Herzlichen Dank übrigens an den X-Account Satire-Sabine-Mueller für Recherche und Addition der niedersächsischen Reisekostenabrechnungen!)

Auch im Inland geht die Post ab: Im Internet kursiert ein Foto der weitgereisten Blondine, wie sie stolz vor ihrem schicken schwarzen Dienst-Audi mit reichlich PS, schmucken Alufelgen und getönten Scheiben posiert. Die Endvierzigerin hat’s wirklich geschafft und lässt es, so lange man sie lässt, so richtig krachen. Auf Kosten der Werktätigen.

Als Juristin weiß sie eben einfach sehr genau, welche Ansprüche sie gegen den Steuerzahler hat: Sie promovierte mit der Arbeit „Mutterschutz und Elternzeit für Abgeordnete“ – Ich würde sagen, da stimmt schon mal die Perspektive für eine Karriere der zweifachen Mutter in der Transferempfänger-Partei SPD. Und natürlich ist sie als Gegenspielerin des Privatsektors und Teil des hypertrophen öffentlichen Dienstes Ver.di-Mitglied. Alles in allem: Diese Fürstin hat das Leben auf Kosten anderer perfektioniert.

Fast so perfekt wie die angekündigte Transferadelige Nummer zwei, die Staatsratsvorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die sogenannte Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. Sie begutachtete im ÖRR zur Talkshow-Zeit die hohen Spritpreise wie folgt:

„Das betrifft ganz wenige. Denn wer Auto fährt, kann sich schon mal ein Auto leisten. Das heißt, wir reden hier nicht über die Allerärmsten. Und natürlich sind jetzt alle die, die Auto fahren, von den gestiegenen Spritpreisen betroffen. Aber die Allermeisten werden das ganz gut wegstecken. Jetzt reden wir mal über einen, der vielleicht 1.000 Kilometer im Monat fährt. Beruflich. Dann muss er jetzt für diese 1.000 Kilometer, sagen wir mal 6 Liter pro 100 Kilometer, 60 Liter tanken. Jetzt gucken wir mal, was der Preisanstieg war, für Benzin vielleicht 50 Cent, für Diesel vielleicht 75 Cent. Da reden wir über 30 Euro im Monat, bei Diesel vielleicht 50 Euro. Im Monat! Selbst wenn das sechs Monate dauert, sind das nur 180 Euro mehr. Und selbst, wenn es 50 Euro sind, dann sind es 300 Euro mehr. Das werden die Allermeisten tragen können. Vielleicht fahren sie dann zwei Tage weniger in Urlaub. Vielleicht kaufen sie sich den einen oder anderen Pullover weniger. Aber das wird keinen so schnell ans Existenzminimum bringen. Und die wenigen, die das betrifft, denen sollte man helfen. Aber wirklich nur denen. Man muss doch den Menschen mal ganz offen sagen: Das ist ein Konflikt, den haben wir uns nicht ausgesucht, wir zahlen jetzt sehr viel Geld an die ausländischen Ölmultis. Das macht uns ärmer, ja, aber die Allermeisten von uns können es tragen, mit ein bisschen Einschränkungen vielleicht.“

Was diese Frau, die während der Sendung Hogan H-Stripes Sneaker für 430 Euro das Paar trug, hier im Kern eigentlich sagt: Ja, die Leute werden ärmer, aber das ist mir schnurzpiepegal, denn so lange sie nicht unters Existenzminimum rutschen, können sie es ja tragen. Sollen sie halt Kuchen fressen.

Sie selbst lebt parasitär (Vorsicht, Fachausdruck!) von Steuergeldern. Für ihre Professur herhält sie zwischen 7.000 und 10.000 Euro brutto monatlich, dazu Forschungs- und Projektmittel und später eine fette Pension. Für ihre Tätigkeit im Sachverständigenrat gibt es zusätzlich mehrere tausend Euro pro Monat. Außerdem berät sie entgeltlich das Wirtschaftsministerium und die Europäische Union.

Grok schätzt ihr Einkommen, das komplett von wertschöpfend Arbeitenden erwirtschaftet und aus öffentlichen Haushalten (hauptsächlich Bayern und Bund) an sie transferiert werden muss, auf ca. 160.000 bis 190.000 Euro inklusive Sneaker.

Damit gehört ihres zu den obersten drei bis fünf Prozent der Einkommen in Deutschland. Jetzt ist es so: Ich gönne jedem von Herzen gerne ein großes, ja gerne noch viel, viel größeres Einkommen, der dieses am freien Markt in der Privatwirtschaft erzielt. Und ich gönne jedem, der es sich aus eigener Kraft leisten kann, einen ganzen Stall voll teurer Schuhe. Aber diese Nettoluxustransferempfängerin hat nie jemals irgendetwas privatwirtschaftlich zum Wohlstand für alle beigetragen.

Aus dieser Position heraus solche Aussagen zu treffen, und das im Wissen, dass ca. 60 Prozent des Spritpreises Steuern und Abgaben sind, also genau ihre eigene Geldquelle, ist an Arroganz kaum zu überbieten.

Davon abgesehen unterschlägt sie dabei, dass der politisch verteuerte Diesel auf jedem Logistikkilometer bezahlt werden muss und der deshalb in jedem einzelnen Produkt drinsteckt, die monatliche Belastung durch höhere Spritpreise also nicht nur an der Zapfsäule, sondern auch im Supermarkt bezahlt werden muss, wo es für viele bis hinein in den Mittelstand am Monatsende bereits eng wird, weil das Fürstenreich sich eine Staatsquote von über 50 Prozent und die höchsten Abgaben aller Zeiten gönnt, um von dem vielen Geld in den letzten 20 Jahren einen Wasserkopf von über 800.000 neuen Arbeitsplätzen im Staatssektor zu schaffen, der von der privaten Industrie zu finanzieren ist, die in den letzten drei Jahren 250.000 Arbeitsplätze verloren hat.

Genau solche Wandlitzbewohner wie diese arrogante Marie Antoinette Schnitzer gehören mit ihren Kumpanen in den Parlamenten und Regierungen zur neuen Fürstenklasse, die die rechtschaffen Arbeitenden in Deutschland zu ihrem eigenen Luxus ausbeuten.

Noch haben viele nicht gemerkt, was gespielt wird, vor allem die tagesschauabhängigen Altwähler werden es wohl nie merken. Aber die Wut, die Frustration und der Vertrauensverlust in der arbeitenden Mitte der spätherbstlichen Bundesrepublik ist mittlerweile so angewachsen, dass die Fürsten es beim nächsten Mal, wenn sie autoritäre Fahrverbote, fantasievolle Enteignungsmaßnahmen, Reisefreiheitseinschränkungen oder andere Coronamaßnahmenäquivalente verhängen, keine ungeimpftenähnliche Sündenböcke mehr installieren werden können. Jeder wird wissen, wer schuld ist, an der ganzen Misere, wenn irgendwann 14. Juli ist …


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