Technokratie Kontrolle: Die unsichtbare Maschine
Wie digitale Kontrolle Systeme umbaut
Maschine einsatzbereit: Betonung ihres „vorübergehenden“ Charakters daher nicht mehr nötig
Massenmedial verholztes Auge, sei wachsam!
Dass die „Klimapolitik“, vor allem ihr albernes Zehntelgrad-Ziel, stets nur eine „Möhre vor der Nase“ war, um die Akzeptanz ihrer destruktiven Folgen einem breiten Publikum besser verkaufen zu können, ist schon seit einigen Jahren sonnenklar. Ich selbst hatte dieses vermeintliche „Ziel“, von dem nie gedacht war, dass es überhaupt jemals erreicht würde – in einem Wort: Hinhaltetaktik – in einem Beitrag einmal mit der „vorübergehenden Diktatur des Proletariats“ verglichen. In „Was ist Technokratie?“, dem zweiten Band meiner Trilogie zur historischen Herleitung und „Programmübersicht“ des technokratischen Denkens, gibt es dazu auch eine Fülle geschichtlicher Belege (die Schleichwerbung ist leider nötig, denn vergessen Sie nicht: Ich bin Worstsellerautor!).
Die Parallelen sind wirklich nicht zu übersehen: So wie man den Menschen früher weismachen wollte, die Diktatur des „Proletariats“ – bei der es sich in Wahrheit natürlich um eine lupenreine Parteieliten-Herrschaft handelte, in der ein ideologietreuer Kader ohne jede Rücksicht auf die Belange der vorgeblich Befreiten und Beglückten stramm durchregierte – sei mit Erreichen des kommunistischen „Paradieses“ abgeschlossen und könne dann „rückgängig“ gemacht werden, versprach man den Menschen in auffallend analoger Weise, erst mit Erreichen des berüchtigten 1.5 Grad-Zieles habe man die Menschheit in das „Paradies“ (den kohlenstoff-„befreiten“, rundum „geretteten“ Netto-Null-Planeten) überführt.
Eigentlich ein ganz billiger psychologischer Trick, zu dessen akkurater Beschreibung ich als Fan der Filme Denis Villeneuves immer gerne auf einen der brillantesten Dialoge aus dem zweiten Teil seiner Dune-Verfilmung zurückgreife, wenn Chani ihrem Lover Paul Atreides auf seine Frage, ob sie denn nicht an die „Prophezeiung“ glaube, nüchtern-realistisch und historisch kenntnisreich antwortet: „Wenn du Menschen kontrollieren willst, erzählst du ihnen, einen Messias wird kommen. Dann warten sie – Jahrhunderte lang“. Bingo. Dass Religionen immer auch als Machtinstrumente zur Kontrolle der Bevölkerung eingesetzt wurden – geschenkt, das weiß jeder historisch auch nur halbwegs Bewanderte.
Und so trug und trägt natürlich auch der Klimakult seine quasireligiösen Merkmale, die seine fanatischsten Jünger auch schon mal dazu verleitete, irrationaler Weise zu glauben, man könne dadurch, sich mit Sekundenkleber an Straßenoberflächen festzubappen oder kostbare Kunstschätze mit Tütensuppen zu bewerfen, die Menschheit aus dem Fegefeuer der Kohlenstoffeitelkeiten erlösen. Ganz ohne Sarkasmus darf man zumindest vermuten, dass es sich hier sicher auch um eine Art Intelligenztest der Eliten handelte: Glauben die das wirklich? Sind die so bekloppt? Kann man manchen Menschen tatsächlich einreden, sich an Händen und Füßen auf Asphalt zu kleben und eine wie stark auch immer befahrene Straße für, sagen wir mal, ein paar Stunden zu blockieren, besänftige den Gott des Erdklimas, sodass dieser um ein oder zwei Zehntelgrade weniger mit der Spezies schimpft?
So wie jeder andere kollektivistische Massenformierungs- und Gefolgschaftskult arbeitete auch die Klimareligion mit ihren „Gurus“ – oder von mir aus „Guruinen“ – sei es nun eine Greta Thunberg oder Luisa Neubauer, seien es irgendwelche anderen im Prinzip beliebig austauschbaren Frontfigürchen, die man als Werbegesichter des Kreuzzuges für die Klimagerechtigkeit ins Schaufenster der öffentlichen Aufmerksamkeit stellte. Irrelevant. Denn im Hintergrund, und nun komme ich zum derzeit mal wieder beobachtbaren, aber wie so oft viel zu vorschnellen Gejubel, wurden die WAHREN Ziele dieser Agenda tatsächlich erreicht, während die Kultisten der Möhre hinterhergeiferten: Der gewollte Abbau („Degrowth“) auf wirtschaftlicher Ebene, vor allem aber die technokratische Umgestaltung auf finanzsystemischer und -technischer Ebene. Dieser Umbau ist nämlich so gut wie abgeschlossen, weshalb es oberflächlich betrachtet zwar verständlich ist, wenn manche sich über das „Ende“ der Klimapolitik freuen, wie sie es im Augenblick ja tun, aber eben zu voreilig: Die Infrastruktur steht und ist voll einsatzbereit. Sie bräuchte jetzt nur noch mit anderen Projekten wie der „Digitalen ID“ und (unter anderem auf „Klimaziele“ und deren Einhaltung) „programmierbarem Geld“ kombiniert zu werden: Fertig ist der digitale Kontroll-, Überwachungs- und „Compliance“-Gulag.
Wie es im besten Artikel zur Thematik, den Sie im Internet jemals lesen werden, nämlich „Der verschwindende Karl Marx“ des in dieser Hinsicht konkurrenzlosen Substacks „ESC“, für den man nie genug werben kann, ganz vortrefflich heißt:
„Die »Diktatur des Proletariats« des Marxismus hat keinen echten Ausweg. Der einzige Weg, wie sie realistisch »verschwinden« kann, ist die Integration in die Infrastruktur: Planung, Buchhaltung und Kontrolle, eingebettet in automatisierte Systeme. Die moderne Technokratie ist dieselbe Architektur, nur ohne das marxistische Branding, die sich durch Zentralbanken, einheitliche Hauptbücher und KI-Ethik zieht. Das Ergebnis ist ein vierstufiger Kontrollmechanismus: Ethik -> Regeln -> Pläne -> Infrastruktur –, der vielleicht neutral und unvermeidlich erscheint, während er still und leise durch Einschränkungen entscheidet, wer was tun darf.“
Sie finden den ganzen Artikel sowie viele weitere herausragende Texte (wie zum Beispiel „Kybernetik zweiter Ordnung“) übrigens auch im dritten und letzten Band meiner Trilogie zur Technokratie, „Der neue Technogott“, das nicht umsonst den Untertitel „Herrschaft ohne Gesicht“ trägt (Stichwort „Algokratie“, um James Corbett zu zitieren). Das war wieder Werbung. Nochmal: Ich bin Worstsellerautor. Als solcher hat man keine andere Wahl, denn irgendwie müssen bessere Informationen sich ja durchsetzen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür in einem poschardtisierten Deutschland gegen Null tendiert. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Nun denn: Nachdem der Klima-Esel die Möhre also gefressen hat, während die Infrastruktur, wie im Artikel richtig erwähnt, „still und leise“ weiter aufgebaut wurde, ist es gewissermaßen nur natürlich, dass der ganze Propaganda-Apparat jetzt schrittweise abgeschaltet werden kann. Er ist nicht mehr nötig. Die technischen Voraussetzungen wurden geschaffen – eine Dauerbeduselung mit den von Anfang an falschen „Prognosen“, Horrorszenarien und alarmistischen Endloswarnungen, die – was auch kein Zufall war – regelmäßig so falsch lagen, wie sie nur liegen konnten, ist somit überflüssig geworden. DAS ist der eigentliche Grund, warum man nun ganz selbstverständlich lautstark verkündet, das sei alles falsch gewesen, gehöre nun der Vergangenheit an und könne getrost vergessen werden. Schön, wenn das ein echter Grund zur Freude wäre. Leider ist das nicht der Fall. Es gibt noch keinen Grund zur Entwarnung, sondern höchstens zu gesteigerter Wachsamkeit.
Ein weiterer Auszug aus dem genannten Weltklasse-Artikel soll diesen Beitrag abrunden. Die Beschreibung bedarf keines weiteren Kommentars. Sie betont die Wichtigkeit, die ganze Struktur, die hochgezogen wird, nicht aus den Augen zu verlieren:
„Die Frage ist, ob Sie bereit sind, sich die Maschine anzusehen, die gerade aufgebaut wird – durch Zentralbank-Rails, einheitliche Ledger, KI-Governance, ESG-Mandate und algorithmische Durchsetzung – und zu erkennen, dass sich hinter unterschiedlicher Rhetorik derselbe vierstufige Kontrollmechanismus verbirgt. Denn aus unserer Sicht ist der einzige Endpunkt dieser Entwicklung:
Stufe 1: Als universell geltende ethische Grundsätze („Nachhaltigkeit“, „Sicherheit“, „Inklusion“)
Stufe 2: Als notwendig geltende Regeln („Compliance“, „Standards“, „Best Practices“)
Stufe 3: Pläne, die als optimal bezeichnet werden („KI-gesteuert“, „evidenzbasiert“, „adaptiv“)
Stufe 4: Zahlungsinfrastruktur, die als neutral bezeichnet wird („So funktioniert das System nun mal“)
Eine kybernetische Planungsmaschine, verkörpert in KI und Infrastruktur, die auf jeder Ebene moralische Autorität beansprucht und den Kill-Switch für den Zugang zum Leben in der Hand hält. Nichts davon ist eine Verteidigung der bestehenden Ordnung. Es ist eine Beobachtung, dass sowohl marxistische als auch technokratische Projekte aus unterschiedlichen Ausgangsmysterien heraus auf denselben Kontrollmechanismus zulaufen.“
Bis nächste Woche. Vielleicht sehen wir uns dann ja schon im Sozialamt?
Quellen:
Substack - A new economic engine for culture
Kommentare
Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv nur registrierten Benutzern zur Verfügung.
Wenn Sie bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich mit dem Registrierungsformular ein kostenloses Konto erstellen.

